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Bauplanungsrecht und Baurecht | 10.07.2017

Hausbau

Einen Hausbau planen: Lageplan, Baustrom und Co. - So klappt es mit dem Bauantrag

Mit den folgenden Tipps zur Hausplanung wird das Bauvorhaben gelingen

Ein eigenes Haus ist für viele ein Traum. Noch dazu, wenn es ein Neubau ist. Vor dem Baustart gibt es aber eine Menge zu tun. Wie Bauherren ihre Unterlagen richtig vorbereiten.

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Das Kind ist geboren, der Hund eingezogen, die Mietwohnung wird zu klein. Also vielleicht ein Haus bauen? Viele entscheiden sich inzwischen gegen einen Architekten. Beliebt sind Verträge mit Bauträgern, die Haus und Grund aus einer Hand bieten. Möglich ist auch, einen General­unternehmer beziehungs­weise -übernehmer mit dem Bau zu beauftragen. Hier sind die Auftrag­geber die Bauherren. Auf sie kommt in der Bauplanungs­phase einiges zu - was zu erledigen ist:

Grundstückskauf

„Der Käufer sollte möglichst schon vorab klären, was auf dem Grundstück machbar ist“, sagt Holger Schmidt, Bauherren­berater des Bauherren-Schutzbundes aus Oldenburg. Es lohne sich, beim Bauamt nachzufragen, ob es einen gültigen Bebauungs­plan gebe und was darin geregelt sei. „In der Regel ist die Art und Größe der Bebauung festgehalten“, sagt Holger Schmidt, Bauherren­berater des Bauherren-Schutzbundes aus Oldenburg. Ebenso könnten Geschoss­zahl, Fassaden­gestaltung, Firsthöhe und andere Dinge vorgeschrieben sein. Er gibt zu bedenken: „Auch in Städten kann es Grund­stücke geben, für die es noch keinen Bebauungs­plan gibt.“

Vorgaben für die Planung klären

Der Bauplaner muss unter anderem wissen, wie das Haus auf das Grundstück gebaut werden darf. Dazu müsse der Bauherr auch den Lageplan des Grundstücks einsehen, sagt Schmidt. Wenn das Grundstück schon vermessen sei, könnten die Käufer den Lageplan möglicher­weise über den Vermesser erhalten, der die Arbeit erledigt hat. Schwieriger wird es, wenn noch kein Bebauungs­plan vorhanden ist. In diesem Falle sei im Bau­gesetzbuch festgehalten, dass sich das Gebäude in seiner Gestaltung in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen müsse, sagt Peter Burk vom Institut Bauen und Wohnen in Freiburg.

Fördermöglichkeiten prüfen

Bei einem Neubau kann es sich lohnen, etwa für energetische Maßnahmen Förderg­elder zu beantragen. Peter Burk vom Institut Bauen und Wohnen in Freiburg rät, unter anderem die Angebote der KfW zu prüfen. „Dafür muss ich aber gewisse Standards beim Bau einhalten.“ Für den Antrag sei daher eine detaillierte Bau­beschreibung nötig.

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Baugrundgutachten

Ein Gutachten über die Beschaffenheit des Bodens ist keine Pflicht. Aber: „Das Baugrund­risiko ist ein originäres Bauherren­risiko“, warnt Holger Schmidt, Bauherren­berater des Bauherren-Schutzbundes aus Oldenburg. Stellt sich später heraus, dass der Keller falsch abgedichtet sei, weil die Feuchtigkeit des Bodens falsch ein­geschätzt wurde, oder komme es zu Setzungen beim Bau, sei dies das Risiko des Bauherrn. „Ein Baugrund­gutachten erstellen zu lassen, gebietet die Vernunft“, sagt auch Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren in Berlin. „Auch wenn man keinen Keller bauen will, sollte man wissen, auf welchem Boden man baut.“ In der Regel koste das Gutachten einen vierstelligen Betrag.

Grundstück vorbereiten

Müssen vor dem Baubeginn noch Bäume gefällt werden? Hierfür gebe es klare Vorschriften, erklärt Peter Burk vom Institut Bauen und Wohnen in Freiburg. „Wenn Bäume, die einen bestimmten Durchmesser haben, auf dem Grundstück stehen, muss die Fällung beantragt werden.“ Dabei müssten Bauherren wiederum beachten, dass Bäume nicht ganzjährig, sondern nur zu bestimmten Zeiten gefällt werden können. „Der Bauherr sollte außerdem seinen Vertrag daraufhin prüfen, ob das Bau­unternehmen oder er selbst für die Räumung des Grundstücks verantwortlich ist“, sagt Peter Burk vom Institut Bauen und Wohnen in Freiburg.

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Energieversorger kontaktieren

Für den Bau benötigen die Handwerker natürlich Strom und Wasser. „Ich muss also vor Baubeginn klären, wo die Anschlüsse liegen und wer dafür sorgt, dass sie ans Haus kommen“, sagt Peter Burk vom Institut Bauen und Wohnen in Freiburg. Ansprech­partner seien üblicherweise die örtlichen Versorger, bei denen auch Baustrom und Bauwasser beantragt werden könne. „Eventuell lohnt es sich, die Anschlüsse für den fertigen Bau gleich mitzubeantragen“.

Versicherungen

„Der künftige Haus­besitzer sollte sich rechtzeitig um die nötigen Versicherungen für den Bau kümmern“, sagt Holger Schmidt, Bauherren­berater des Bauherren-Schutzbundes aus Oldenburg. Eine Bauherren­haftpflicht sei Pflicht, empfehlens­wert seien ebenfalls eine Feuerrohbau- und eine Bauleistungs­versicherung. „Viele Baufirmen bieten eigene Versicherungs­pakete an“. Wer selbst Hand anlegen will beim Bau oder Freunde und Verwandte einbezieht, müsse zusätzlich an die nötigen Unfall­versicherungen denken.

Bauantrag stellen

Ist der Bauherr mit den Planungen einverstanden, kann der Bauantrag zum Bauamt geschickt werden. Wie lange die Prüfung dauert, hänge von den Voraus­setzungen ab, erklärt Holger Schmidt, Bauherren­berater des Bauherren-Schutzbundes aus Oldenburg. „Wenn es sich um ein Ein- oder Zwei­familien­haus handelt, der Bebauungs­plan vorliegt und man sich an die Vorgaben des Bebauungs­plans hält, kann der Antrag innerhalb eines vereinfachten Bau­genehmigungs­verfahrens bewilligt werden.“ In diesem Fall werde das Vorhaben lediglich zur Kenntnis genommen. „In der Regel sollte dann nach spätestens vier Wochen die Genehmigung vorliegen“, sagt Holger Schmidt, Bauherren­berater des Bauherren-Schutzbundes aus Oldenburg. Es komme aber auf die Auslastung der Behörde an. Bei einem klassischen Bauantrag, bei dem die zuständige Behörde - Landkreis oder kreisfreie Stadt - das Vorhaben auf Einhaltung aller Vorschriften prüft, dauere das Verfahren eher zwei bis drei Monate, ergänzt Peter Burk vom Institut Bauen und Wohnen in Freiburg. Wobei die Landesbau­ordnungen teils Fristen von zwei Monaten sogar gesetzlich vorgeben.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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