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Steuerrecht | 13.02.2018

Spenden­bescheinigung

Einkommen­steuer­erklärung: Bankbeleg reicht bei direkter Spende aus

Steuer­zahler muss Gabe im Zweifel nachweisen können

Geben zahlt sich aus, denn Spenden lassen sich steuerlich geltend machen. Allerdings muss der Steuer­zahler die Gabe im Zweifel nachweisen können. Bei manchen Spenden ist für das Finanzamt ein Spenden­beleg erforderlich.

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Spenden an gemeinnützige Organisationen können als Sonder­ausgaben in der Einkommen­steuer­erklärung angegeben werden. „Grund­sätzlich ist dafür eine sogenannte Zuwendungs­bestätigung, auch unter dem Begriff Spenden­bescheinigung bekannt, erforderlich“, erklärt Uwe Rauhöft vom Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine (BVL) in Berlin.

Bei Spenden bis 200 Euro reicht Bareinzahlungsbeleg aus

Wenn die Spende einen Betrag von 200 Euro nicht übersteigt, reicht statt dieser Zuwendungs­bestätigung in der Regel auch der Bar­einzahlungs­beleg oder die Buchungs­bestätigung des Kredit­instituts.

Vereinfachte Nachweisführung nur bei direkter Spende anwendbar

Diese vereinfachte Nachweis­führung kann jedoch nur angewendet werden, wenn der Spender das Geld direkt der gemeinnützigen Organisation zukommen lässt. „In dem Moment, wo ein Treuhänder dazwischen­geschaltet ist, der die Spenden einsammelt, muss zwingend eine Zuwendungs­bestätigung ausgestellt werden, damit der steuerliche Abzug möglich ist“, erklärt Uwe Rauhöft vom Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine (BVL) in Berlin.

Wegen dieser Regelung muss bei Crowd­funding-Portalen genau hingeschaut werden, über die Spenden im Internet eingesammelt werden. Wichtig ist hier, ob das Portal als Treuhänder für einen konkreten Projekt­veranstalter tätig wird oder die Spenden auf eigene Rechnung vereinnahmt.

Zuwendungsbestätigung bei zwischengeschalteten Treuhändern notwendig

Fungiert das Portal nur als Treuhänder, ist der Bankbeleg für den steuerlichen Spenden­abzug nicht ausreichend, und es muss eine ordnungs­gemäße Zuwendungs­bestätigung vorliegen. Spender sollten dann diese Bestätigung erbitten. Die vereinfachte Zuwendungs­bescheinigung ist möglich, wenn das Crowd­funding-Portal selbst den Status einer steuer­begünstigten Förder­körperschaft hat.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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