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Erbrecht | 17.10.2018

Todesfall

Erbfälle mit Auslands­bezug: Was beim Tod im Ausland erbrechtlich zu beachten ist

Wer vererben möchte, kann zu Lebzeiten verschiedene Unsicher­heiten für seine Erben beseitigen

Sonne statt Schnee, Strand statt Schreber­garten: Viele Rentner verlagern ihren Lebens­mittel­punkt in warme Gefilde. Im Todesfall kann das für ihre Erben aber Unwägbarkeiten bringen. Deshalb sollte man zu Lebzeiten Vor­kehrungen treffen.

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Viele ältere Menschen verbringen ihren Lebensabend lieber in warmen Gefilden und lassen sich im Ausland nieder. Doch was ist, wenn man stirbt? Welches Erbrecht gilt - das deutsche oder das der Wahlheimat? Wer vererben möchte, kann zu Lebzeiten verschiedene Unsicher­heiten für seine Erben beseitigen.

Neues EU-Erbrecht seit 2015

Zwar ist seit August 2015 eine EU-Erbrechts­verordnung anwendbar, die zumindest in Europa einheitliche Regelungen bei grenz­überschreitenden Erbfällen bringt - was in den Jahren zuvor nicht der Fall war. Aber damit sind oft längst nicht alle Probleme vom Tisch.

Lebensmittelpunkt entscheidet über Erbrecht

Heutzutage gilt grund­sätzlich innerhalb der EU für den gesamten Nachlass die Rechts­ordnung des Staates, in dem der Erblasser zuletzt seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte, so Fachanwalt für Erbrecht in München und Präsident des Deutschen Forums für Erbrecht Anton Steiner. Nach dem Wohnsitz richtet sich auch die Zuständigkeit von Gerichten und Ämtern.

Geltendes Erbrecht bei Aufenthalt im Ausland wie auch in Deutschland

Das kann im Einzelfall zu einer Unsicherheit führen - etwa bei Deutschen, die nur einen Teil des Jahres auf Mallorca leben, die restlichen Monate in Deutschland verbringen, aber auf der spanischen Insel sterben. Bei einer solchen Konstellation muss genau ausgelotet werden, wo der Verstorbene seinen Lebens­mittel­punkt hatte, so Wolfram Theiss. Er ist Spezialist für Erbschaft- und Schenkung­steuerrecht in München und Vorsitzender der Arbeits­gemeinschaft Erbrecht im Deutschen Anwalt­verein. Nach dem Ergebnis richtet sich, ob das mallorquinische oder das deutsche Erbrecht Anwendung findet.

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Testamentarische Anordnung

Will der Erblasser, dass im Fall seines Todes das deutsche Erbrecht gilt, kann er das nach der EU-Verordnung testamentarisch anordnen. Er kann es aber auch bei dem Erbrecht seiner Wahlheimat belassen, indem er kein Testament aufsetzt beziehungs­weise darin keine ausdrückliche Wahl zugunsten seines Heimat­rechts trifft. Das jedoch kann zu unerwünschten Folgen führen. Vielen sei unklar, wie unterschiedlich das Erbrecht in den EU-Mitglieds­staaten ist, so Eberhard Rott, Fachanwalt für Erb- und für Steuerrecht und Vorstands­vorsitzender der Arbeits­gemeinschaft Testaments­voll­streckung und Vermögens­vorsorge.

Unterschiede zu deutschem Recht

Viele in Deutschland verbreitete Regeln sind anderswo nicht wirksam. Das gilt etwa für das sogenannte Berliner Testament, wonach der länger lebende Ehegatte oder Partner zunächst alles erbt und erst nach dessen Tod etwa die Kinder erben, erläutert Fachanwalt Eberhard Rott. Länder wie Italien, Frankreich oder Spanien erkennen das Berliner Testament gar nicht oder nicht in gleichem Maße wie in Deutschland an.

Pflichtteilsregelung oft in anderen Ländern unbekannt

Im Ausland gelten zudem häufig andere Pflichtteils­regelungen als in Deutschland. „Einige Länder kennen Pflichtteils­ansprüche gar nicht“, sagt Wolfram Theiss, Spezialist für Erbschaft- und Schenkung­steuerrecht. Das ist beispiels­weise in vielen Bundes­staaten der USA der Fall. Belässt es ein Erblasser also bei der Rechts­ordnung seines gewöhnlichen Wohnortes in einem bestimmten US-Bundesstaat, kann er erreichen, dass missliebige Angehörige leer ausgehen.

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Anwaltliche Beratung in bestimmten Fällen ratsam

Wer den Wohnsitz ins Ausland legt, holt sich bei der Gestaltung seines Testaments und der Festlegung, welches Erbrecht gelten soll, im Zweifel lieber fachlichen Rat. „Der Nachlass sollte so geregelt sein, dass Gerichte weltweit die letztwillige Verfügung umsetzen können“, sagt Wolfram Theiss, Spezialist für Erbschaft- und Schenkung­steuerrecht.

Wer etwa eine Immobilie in Südfrankreich und Häuser in seiner deutschen Heimat hatte, dessen Erben können nach seinem Tod bei dem zuständigen Gericht ein Europäisches Nachlass­zeugnis beantragen. Sie müssen sich nicht mehr - wie vor Inkraft­treten der EU-Verordnung - in jedem Land ein dort gültiges Nachlass­zeugnis ausstellen lassen. Stattdessen können sie sich mit einem einzigen Dokument in jedem Mitglieds­staat als Vermögens­nachfolger ausweisen, etwa beim Grund­buchamt oder bei der Bank.

Rechtlicher Rat bei Vollmachsformulierung ratsam

Dennoch kann die Abwicklung des Nachlasses im Ausland langwierig werden. Mit einer über den Tod hinaus gültigen Vollmacht macht man das Erben einfacher. Auch bei der Formulierung dieser Vollmacht ist rechtlicher Rat empfehlens­wert. Denn es gilt wieder: andere Länder, andere Rechts­regeln.

Rechtsanwalt mit sogenannter internationaler Nachlassvollmacht ausstatten

Nach dem Todesfall kann es für die Erben sinnvoll sein, einem Rechtsanwalt eine sogenannte internationale Nachlass­vollmacht zu erteilen. Vorsicht ist angesagt bei Auslands­konten. „Sehr oft kommt es hier zu hohen Abwicklungs­kosten im Erbfall“, sagt Anton Steiner, Fachanwalt für Erbrecht. Denn die Auflösung der Konten erfolgt häufig über ausländische Anwälte, Notare oder Gerichte, die Gebühren verlangen. Um solche Kosten zu vermeiden, sollten die Konten möglichst vor dem Tod aufgelöst und die Geldsummen nach Deutschland transferiert werden.

Ärgernis Erbschaftssteuer

Ein Ärgernis kann auch die Erbschaft­steuer sein, die sowohl in Deutschland als auch in der jeweiligen Wahlheimat des Erblassers anfällt. Damit es steuerlich so günstig wie möglich läuft, sollten Menschen, die vererben, frühzeitig handeln. „Denkbar ist etwa, die steuerlichen Belastungen für Hinter­bliebene durch Schenkungen zu Lebzeiten zu vermeiden oder zumindest zu verringern“, erklärt Wolfram Theiss, Spezialist für Erbschaft- und Schenkung­steuerrecht. Eine andere Option könnte sein, eine ausländische Immobilie in eine Kapital­gesellschaft einzubringen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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