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Verbraucherrecht | 23.10.2019

Existenz­gründung

Erfolgreich selbst­ständig machen: Das Einmaleins für Freelancer

Bestens vorbereitet in die Selbst­ständigkeit

Sich unvorbereitet selbst­ständig machen, kann eigentlich nur schiefgehen. Wer bestimmte Grundregeln befolgt, entgeht aber den größten Falls­tricken.

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Das Leben als Freelancer stellt sich so mancher viel schöner vor als das Angestellten­verhältnis. Als Illustrator, Gestalter oder Programmierer etwa hat man ja alle Freiheiten, oder? Zu Hause in Jogginghose gemütlich ein paar Aufträge bearbeiten, dann mit Freunden zum Kaffee treffen und zu Feierabend noch ein paar Mails beantworten. Wer sich als Frei­berufler behaupten will, muss aber sich und seinen Arbeits­alltag besonders gut organisieren. Diese Punkte sollten Freelancer dabei beachten:

Geschäftsidee entwickeln und Businessplan erstellen

Vor dem Leben als Freelancer heißt es erst einmal: eine Geschäfts­idee entwickeln und einen Business-Plan erstellen. Grund­legende Fragen sind etwa: Gibt es eine Nachfrage? Habe ich mit meiner Geschäfts­idee ein Allein­stellungs­merkmal, oder gibt es Mitbewerber? Welche finanziellen Investitionen muss ich tätigen, um meine Pläne realisieren zu können - und wie komme ich an das Geld?

Sowohl Geschäfts­idee wie auch Business-Plan sollten mit einem Gründungs­berater diskutiert werden. „So kann ich Feedback erhalten, ob die eigene Geschäfts­idee tatsächlich tragfähig ist“, sagt Andreas Lutz. Er ist Vorsitzender des Verbands der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) mit Sitz in München.

In vielen Bundes­ländern wird eine Gründungs­beratung bezuschusst. Wer Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, kann zudem einen Gründungs­zuschuss beantragen.

Das Geld im Blick behalten

Wer sich selbst­ständig macht, benötigt in aller Regel in der Anfangs­phase Geld. Denn es dauert eine Weile, bis das Geschäft einen Gewinn abwirft. Kapital­geber können zum Beispiel Banken sein. Grundlage für das Gespräch mit einem Bankberater ist ein Finanzplan, in dem angehende Selbstständige detailliert ihre voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben sowie ihren Finanz­bedarf auflisten.

„In vielen Fällen bietet es sich an, erst einmal im Nebenerwerb mit der beruflichen Selbst­ständigkeit zu starten“, rät Hamid Rezai vom Institut für Freie Berufe an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. So kommt durch die haupt­berufliche Tätigkeit Geld in die Kasse, um den Lebens­unterhalt zu bestreiten. Zugleich können sie im Nebenerwerb testen, ob ihr Geschäfts­modell tatsächlich ankommt und sich unter dem Strich rechnet.

Für Selbstständige kann es Sinn machen, neben einem privaten Girokonto auch ein Geschäfts­konto ein­zurichten. Darauf sollte sich eine größere Summe befinden - mindestens drei der im Business­plan kalkulierten Monats­netto­verdienste.

Der Grund: „Man muss immer damit rechnen, dass man zwar arbeitet, aber der Kunde nicht sofort zahlt“, sagt Sebastian Baum vom Fachverband Gründung, Entwicklung und Nachfolge im Bundes­verband Deutscher Unter­nehmens­berater (BDU). Auch im Fall einer Auftrags­flaute ist es gut, wenn Selbstständige über finanzielle Reserven verfügen, um ihre laufenden Unkosten zu bestreiten.

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So früh wie möglich Auftraggeber suchen

„Mit der Akquise von Aufträgen sollte so früh wie möglich begonnen werden“, rät Lutz. Nicht selten sei der letzte Arbeitgeber oder einer dessen Konkurrenten der erste größere Auftrag­geber. In einem solchen Fall heißt es aber: Aufpassen und sich noch weitere Auftrag­geber ins Boot holen. Sonst könnte ein Gründer auf Dauer als arbeit­nehmer­ähnlich und damit schein­selbst­ständig gelten - und wäre dann Pflicht­mitglied in der gesetzlichen Renten­versicherung.

Um Auftrag­geber zu finden, kann es hilfreich sein, Branchen­veranstaltungen zu besuchen und auf Messen zu gehen. „Ein Vorteil ist auch, wenn Selbstständige über ein möglichst weites Netzwerk verfügen“, sagt Rezai. Ebenfalls wichtig ist ein eigener Online-Auftritt, um für potenzielle Kunden auffindbar zu sein. „Für einige Berufe gibt es auch Plattformen im Internet, über die Aufträge akquiriert werden können“, so Rezai.

Termine einhalten

„Eine To-do-Liste für jeden Tag, welche Vorhaben konkret Priorität haben und welche nur bei einem Zeit­überhang angegangen werden, ist das A und O für jeden Selbstständigen“, erklärt Baum.

Zeichnet sich ab, dass sich die Abgabe oder Fertig­stellung eines Projekts verzögert und damit Termin­absprachen mit dem Kunden nicht eingehalten werden können, sollten Selbstständige umgehend handeln. Sie können zum Beispiel prüfen, ob mit Über­stunden, Wochenend­arbeit oder mit Unterstützung von befreundeten Kollegen eventuell doch noch eine frist­gerechte Abgabe oder Fertig­stellung möglich ist.

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Ausreden vermeiden

Eine andere Option: Dem Kunden so früh wie möglich Bescheid sagen, dass man einige Zeit länger braucht als geplant. Dabei sollte man durchaus ehrlich die Gründe für die Verspätung benennen. „Allzu oft sollte man allerdings fest vereinbarte Abgabe- oder Fertig­stellungs­termine nicht verschieben“, rät Baum. Sonst wirkt ein Selbst­ständiger schnell unglaubwürdig und unseriös - und verliert so vielleicht einen wichtigen Auftrag­geber.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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