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Steuerrecht | 27.12.2016

Lohnsteuer­klassen

Erstattung oder Nachzahlung: Wechsel in eine andere Steuer­klassen­kombination nur noch bis Jahresende möglich

Lohnsteuer­klassen sollten rechtzeitig überprüft werden

Verheiratete Arbeit­nehmer sollten bis Ende des Jahres überprüfen, ob ihre Lohnsteuer­klassen noch optimal passen.

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Wechsel kann sinnvoll sein

„Verändert sich im kommenden Jahr etwa durch einen Jobwechsel oder eine Gehalts­erhöhung das Verhältnis der Einnahmen zwischen den Ehepartnern, kann der Wechsel in eine andere Steuer­klassen­kombination sinnvoll sein“, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Auch wer Nachwuchs plant oder eine Arbeits­losig­keit befürchtet, sollte über diesen Schritt nachdenken. Denn je nach Steuer­klasse verändert sich das monatliche Nettogehalt und damit unter Umständen auch die spätere Lohn­ersatz­leistung wie Eltern- oder Arbeitslosengeld.

Drei Klassenkombinationen für Ehepaare

Wer seine Steuer­klasse wechseln will, muss einen entsprechenden Antrag beim Wohnsitz­finanzamt stellen. Ehepaare haben die Wahl zwischen der Steuer­klassen­kombination IV/IV, III/V und dem Faktor­verfahren. Die Steuer­klasse IV/IV wird häufig bei annähernd gleichen Einkommen der Partner gewählt, die Kombination III/V bei unterschiedlicher Einkommens­verteilung. Mit dem Faktor­verfahren kann die voraus­sichtliche Steuer­schuld sehr genau ermittelt werden. Wer die Steuer­klassen­kombination III/V oder das Faktor­verfahren wählt, muss aber in jedem Fall eine Einkommen­steuer­erklärung abgeben.

Merkblatt des Bundesfinanzministeriums gibt Auskunft über Steuerklassenkombination

Aus einem Merkblatt des Bundes­finanz­ministeriums können Ehe- oder Lebens­partner die Steuer­klassen­kombination ablesen, bei der sie die geringste monatliche Lohnsteuer entrichten müssen. Die Tabellen erleichtern jedoch lediglich die Wahl der Steuer­klassen­kombination. „Letztendlich abgerechnet wird im Einkommen­steuer­bescheid“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Erst dann steht die genaue Jahres­steuer­schuld des Ehepaares fest - also ob es zu einer Steuer­erstattung oder Nachzahlung kommt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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