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Mietrecht und Verbraucherrecht | 07.06.2023

Umzug

Es gibt einen Plan: Checkliste für den Umzug

Mit Zeitplan und Checkliste zum stress­freien Umzug

Ein neuer Job in einer neuen Stadt? Eine größere Wohnung auf dem Land? Oder es ist einfach die Lust auf die Großstadt: Mit einem Umzug beginnt meist ein tolles neues Kapitel. Aber wie kommt man gut an?

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Ein Umzug bedeutet Stress. Tausende Dinge sind zu erledigen. Wer sich etwas Zeit gibt und rechtzeitig mit der Planung beginnt, kann alle Aufgaben in Ruhe abarbeiten und kommt gelassen(er) im neuen Heim an. Der Deutsche Mieterbund Lüneburg rät zu folgendem Zeitplan für einen länger absehbaren Umzug:

Drei Monate vor dem Umzugstermin

Ist der neue Mietvertrag unter Dach und Fach, kann der alte gekündigt werden. Grund­sätzlich hat jeder Mieter eine Kündigungs­frist von drei Monaten. Wichtig ist, dass die Kündigung spätestens am dritten Werktag eines Monats beim Vermieter eingeht, damit dieser Monat noch zur Frist zählt.

„Ist das nicht der Fall, gilt die Kündigung erst für den Folgemonat. Der Mieter muss dann also einen Monat länger Miete für die alte Wohnung zahlen“, sagt Julia Wagner vom Eigentümer­verband Haus & Grund Deutschland.

Im Zusammenhang mit der Kündigung sollten Mieter prüfen, ob sie vor dem Auszug Schönheits­reparaturen erledigen müssen. „Das ist nur dann der Fall, wenn sie bei ihrem Einzug die Wohnung in einem renovierten Zustand übernommen haben“, erklärt Julia Wagner.

Klauseln im Mietvertrag, in denen Mieter in vorgegebenen starren Fristen zu Schönheits­reparaturen verpflichtet sind, seien unwirksam. Dann muss die Wohnung lediglich leer und besenrein übergeben werden. Aber man muss Eingebautes herausnehmen und Umbauten zurück­bauen, sollte der Mietvertrag nichts anderes vorsehen.

Ein Tipp: Sind Sie laut Vertrag für Schönheits­reparaturen zuständig, sollten Sie sich rechtzeitig um Handwerker bemühen und diese beauftragen. Oder man muss selbst tätig werden.

Der Mieterbund Lüneburg rät außerdem, ein Vierteljahr vor dem Umzug schon mal zu beginnen, Dachboden, Keller und andere Abstell­räume zu ordnen und zu entrümpeln. Auch ein Termin für die Sperrmüll-Entsorgung sollte ruhig schon vereinbart werden.

Ebenfalls früh angehen: Die Kinder in ihren Schulen und Kitas ab- und am neuen Wohnort anmelden. Beziehungs­weise bei den Betreuungs­stätten für die Kleinsten frühest­möglich mit der Suche beginnen, damit der Wechsel lückenlos gelingt.

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Zwei Monate vorher

Der Mieterbund Lüneburg rät, nun alles für den Umzugstag

vorzubereiten:

  • Umzugs­unternehmen beauftragen oder einen Transporter mieten
  • Reservierte Parkplätze vor der alten und neuen Wohnung bei der Gemeinde beantragen
  • Helfer und Babysitter anfragen
  • Versorgung von Haustieren regeln

Nun werden auch Telefon- und Kabel­anbieter über die Adress­änderung informiert. Die Bundesnetz­agentur weist darauf hin, dass Verbraucher ein Sonder­kündigungsr­echt haben, wenn der bisherige Anbieter die vereinbarten Tele­kommunikations­leistungen am neuen Wohnsitz nicht erbringen kann. Dafür gilt eine Kündigungs­frist von einem Monat.

Kann und soll der bisherige Anbieter den Vertrag auch am neuen Wohnsitz erfüllen, muss er so früh wie möglich über den Umzug informiert und ein Umzugs­auftrag erteilt werden.

Zwei Wochen vor dem Umzug

Um Zeit zu sparen, kann es hilfreich sein, mit dem Vermieter ein paar Wochen vor dem Umzug eine Vor-Abnahme zu vereinbaren. Dann wissen beide Parteien, in welchem Zustand die Wohnung beim Auszug ist, und sie können besprechen, was noch gemacht werden muss.

Der Vorteil: Wenn der Vermieter weiß, dass er die Wohnung in einem ordnungs­gemäßen Zustand zurück­bekommt, zahlt er vielleicht nach Absprache die Kaution früh zurück. „Eigentlich hat er dazu drei bis sechs Monate Zeit“, so Julia Wagner.

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Ein paar Tage vorher

Spätestens jetzt muss die Hausrat­versicherung informiert werden. Während des Wohnungs­wechsels besteht laut Bund der Versicherten dann in beiden Wohnungen der Versicherungs­schutz. Gut könne eine Privat­haftpflicht­versicherung sein - auch für Freunde, die beim Umzug helfen. Sie sind dann ebenfalls abgesichert, wenn sie fahrlässig Schäden am Umzugsgut oder in den Wohnungen verursachen.

Direkt vor dem Einzug in die neue Wohnung

Bevor Möbel und Hausrat in die neue Wohnung kommen, ist es ratsam, den Zustand der Wohnung zu dokumentieren, rät Wohn­expertin Julia Wagner. Mit einem Übernahmep­rotokoll kann sowohl der Mieter als auch der Vermieter später beim Auszug nachweisen, in welchem Zustand die Wohnung bei der Übernahme war.

Für Mängel, die schon vor Einzug existierten, kann so zum Beispiel nicht der neue Mieter verantwortlich gemacht werden. Gleich­zeitig weiß der Vermieter aber auch, wofür der Mieter haften muss.

Nicht vergessen: Damit die Post an die neue Adresse geschickt wird, ist es notwendig, bei der Deutschen Post einen Nachsende­antrag zu stellen. Die Laufzeit des Auftrags beträgt wahlweise sechs oder zwölf Monate.

Am Umzugstag oder nach dem Umzug

Am letzten Tag der Mietzeit müssen in der alten Wohnung die Zähler­stände für Strom und Gas festgehalten werden. „Den Strom­zähler kann der Mieter in der Regel selbst ablesen. Er hat ja den Vertrag mit dem Strom­versorger abgeschlossen“, sagt Julia Wagner. Anders ist das bei Wasser, Gas oder Fernwärme. Da ist auch der Vermieter mit im Boot.

Der Tipp: Das Ablesen der Zähler­stände mit dem Ausfüllen eines Übergabe­protokolls für die alte Wohnung verbinden. Das ist zwar nicht verpflichtend, gibt aber beiden Parteien Sicherheit. Der Mieter kann davon ausgehen, dass er nicht in Nachhinein mit vermeintlichen Mängeln belastet wird.

Spätestens zwei Wochen nach dem Umzug

Innerhalb von zwei Wochen muss laut Bundesmelde­gesetz der neue Wohnsitz angemeldet werden. Zuständig dafür ist in der Regel das lokale Einwohner­melde­amt. Auch Kraft­fahrzeuge müssen umgemeldet werden.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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