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Verbraucherrecht | 14.06.2021

Online-Kündigung

„Finanztest“: Online-Kündigungs­dienste ohne große Mängel

In manchen Fällen ist die eigene Kündigung trotzdem der bessere Weg

Kündigen per Dienst­leister soll einfach und sicher sein. Ist es in den meisten Fällen auch, hat „Finanztest“ ermittelt. Für einige Sonder­fälle taugen die Online-Kündiger aber nicht.

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Telefon­vertrag, Zeitschriften-Abo oder Fitness-Verträge - alles mit eigener Laufzeit und Kündigungs­frist. Da fällt der Überblick schwer. Dienst­leister im Netz werben mit frist­gerechter Kündigung per Mausklick. In einem aktuellen Test der Zeitschrift „Finanztest“ (7/2021) leistete sich keiner der sieben getesteten Anbieter größere Mängel. Testsieger sind „aboalarm.de“ und „volders.de“, die in allen Teil­bereichen mindestens „gut“ abschnitten.

Im Test gelang das meist gut

Solche Dienste helfen bei der Übersicht über Kündigungs­fristen und verfügen über umfangreiche Adressdaten­banken - die umständliche Suche nach der richtigen Adresse entfällt so. Am Ende des Prozesses geht ein korrektes Kündigungs­schreiben an den jeweiligen Abo-Anbieter.

Klappt grundsätzlich ganz gut

„Wenn Sie rechtzeitig einen Kündigungs­dienst einschalten, reicht das jeweils günstigste Angebot ohne Extras“, lautet das Urteil. Mängel gibt es aber: Einige Anbieter schwächeln beim Datenschutz oder bieten rechtlich unwirksame Zusatz­dienste für Extra­gebühren an.

So wirbt etwa Anbieter „volders.de“ mit extrasicherer Kündigung für 14,99 Euro. Heißt: Kündigung per Einschreiben und eine Kopie geht an einen Anwalt. Klingt sicher und mag den einen oder anderen Anbieter beeindrucken, ist laut „Finanztest“ rechtlich aber völlig bedeutungslos.

In harten Fällen lieber auf sich selbst verlassen

In manchen Fällen ist die eigene Kündigung eh der bessere Weg, so die Tester. Zum Beispiel dann, wenn die Frist wirklich bald abläuft. Bleibt eine Bestätigung der per Dienst­leister versandten Kündigung aus, raten sie ohnehin nochmal zum eigenen Schreiben.

Will ein Vertrags­partner von einer Kündigung so gar nichts wissen, haben Kundinnen und Kunden noch eine Möglichkeit, die laut „Finanztest“ keiner der getesteten Kündigungs­anbieter im Programm hat. Die Zustellung durch einen Gerichts­vollzieher. Hier erhält man auch eine Zustellungs­urkunde, wenn beim Vertrags­partner niemand erreichbar ist und das Schreiben nur in den Briefkasten gelegt werden kann.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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