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Steuerrecht | 03.08.2021

Gesundheits­förderung

Firmen­fitness­vertrag: Monatliche Steuerfrei­grenze nutzen

Steuerfreie Zuschüsse für Sportstudio­besuch

Gesünder leben und mehr Sport treiben - das nehmen sich viele Menschen vor. Arbeitgeber können das mit einem Firmen­fitness­vertrag unterstützen. Welche steuerlichen Folgen hat das?

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Mit einem Firmen­fitness­vertrag können Arbeitgeber die Gesundheit ihrer Beschäftigten fördern. Ein solches Modell ermöglicht es Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmern, entweder zu einem vergünstigten Mitglieds­beitrag oder ganz auf Kosten des Unternehmens in einem Fitness­studio zu trainieren, erklärt der Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine.

Wichtig zu beachten

Für Beschäftigte entsteht ein sogenannter geldwerter Vorteil, wenn dieser gar nichts oder weniger zahlt als andere Mitglieder, die denselben Leistungs­umfang in Anspruch nehmen können. Geldwerte Vorteile sind aber steuer- und sozial­versicherungs­frei, wenn eine monatliche Sachbezugs­grenze von 44 Euro nicht überschritten wird.

Da Firmen­fitness­verträge typischer­weise über eine Laufzeit von mindestens einem Jahr abgeschlossen werden, war fraglich, ob der geldwerte Vorteil aus der Firmen­mitgliedschaft monatlich oder einmalig zufließt. „Das ist insofern relevant, ob die Sachbezugs­freigrenze von monatlich 44 Euro für diesen geldwerten Vorteil überhaupt ihre Wirkung entfalten kann oder nicht“, erklärt Jana Bauer, Referentin Steuern und Medien beim Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine.

BFH: Monatliche Zuschüsse zum Firmenfitnessprogramm sind steuerfrei

Das oberste deutsche Steuer­gericht - der Bundesfinanzhof, Urteil vom 07.07.2020, Az. VI R 14/18 - stellte sich nun auf die Seite der Steuer­pflichtigen und entschied, dass Sachbezüge durch die Teilnahme an einem Firmen­fitness­programm laufender Arbeitslohn sind und somit monatlich zufließen. Damit kann die monatliche Freigrenze für Sachbezüge von 44 Euro genutzt werden.

Grenze nicht außer Acht lassen

Allerdings sollte diese Grenze immer im Blick behalten werden, insbesondere wenn der Arbeitgeber noch weitere Sach­zuwendungen gewährt. Bauer warnt, dass der gesamte geldwerte Vorteil steuer- und sozial­versicherungs­pflichtig wird, wenn der Betrag auch nur um einen Cent überschritten wird.

Vergleichs­basis zur Ermittlung des geldwerten Vorteils ist im Fall des Fitness­studios der Betrag, den ein Privatkunde aufgrund eines vergleichbaren Einzel­vertrags mit dem gleichen Anbieter zu zahlen hat, von dem allerdings ein Bewertungs­abschlag von 4 Prozent abgezogen werden darf. „Das Überschreiten der Freigrenze kann durch Zuzahlung zum Mitglieds­beitrag durch den Arbeit­nehmer vermieden werden“, rät Bauer.

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Sachbezug muss vorliegen

Schließt der Arbeitgeber keinen Firmen­fitness­vertrag ab, sondern gewährt Beschäftigten einen zweck­gebundenen Bargeld­zuschuss für den Fitness­studio­beitrag, kann die 44-Euro-Sachbezugs­freigrenze seit 2020 nicht mehr angewendet werden, weil der Zuschuss nicht als Sachbezug, sondern als Barlohn gilt. Erfreulich ist jedoch, dass diese Sachbezugs­grenze zum 01.01.2022 auf 50 Euro pro Monat angehoben wird.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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