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Schadensersatzrecht | 05.11.2019

Lufthansa-Streik

Flug­begleiter-Streik bei Lufthansa: Diese Rechte haben Passagiere

Fragen und Antworten zum Flug­begleiter­streik bei Lufthansa

Die Lufthansa soll in dieser Woche zwei volle Tage lang bestreikt werden. Die Folge dürften Flug­ausfälle und Verspätungen sein. Was steht betroffenen Reisenden dann zu?

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Lufthansa-Passagiere müssen sich am Donnerstag und Freitag (7./8. November) auf Streiks der Flug­begleiter einstellen. Dazu hat die Gewerk­schaft Ufo aufgerufen. Diese Rechte hätten Betroffene für den Fall, dass der Streik nicht noch abgewendet wird:

Muss die Lufthansa Kunden umbuchen, wenn Flüge ausfallen?

Passagiere haben laut EU-Recht einen Anspruch auf eine Umbuchung. Möglich ist auch, dass Passagiere auf andere Transport­mittel gebucht werden, wenn das Ziel per Bus oder Bahn erreichbar ist.

Welche Regeln gelten für Pauschalurlauber?

Bei Pauschal­reisen gilt: Der Reise­veranstalter muss sich um eine alternative Beförderung kümmern. Ab einer Verspätung von mehr als vier Stunden am Ankunftsort können Urlauber außerdem ihren Reisepreis nachträglich anteilig mindern. Verkürzt sich ein ohnehin kurzer Urlaub durch die Streik­maßnahmen erheblich, kann der Gast die Reise auch beim Anbieter stornieren. Er bekommt dann den Reisepreis zurück.

Steht Betroffenen eine Entschädigung zu?

Ob Fluggästen bei einem Streik eine Entschädigung für Flug­ausfälle zusteht, ist juristisch umstritten.

BGH: Streik stellt „außergewöhnliche Umstand“ dar

Der Bundesgerichtshof befand im Jahr 2012, dass ein Piloten­streik ein außergewöhnlicher Umstand ist (vgl. Bundesgerichtshof, Urteil vom 21.08.2012, Az. X ZR 138/11 und X ZR 146/11). Die Folge: Die von Verspätungen und Annul­lierungen betroffenen Passagiere bekamen keine Entschädigung.

Jedoch muss die Fluggesellschaft alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, um die Folgen des Ausstands zu minimieren. Lufthansa hat angekündigt, an einem Sonder­flugplan zu arbeiten.

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EuGH: Wilder Streik nicht ohne weiteres außergewöhnlicher Umstand

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass sich eine Fluggesellschaft bei einem wilden Streik nicht ohne weiteres auf außergewöhnliche Umstände berufen kann (Az.: X ZR 111/17). Bislang ist dieses Urteil jedoch nicht unbedingt auf reguläre Streiks übertragbar - das muss der EuGH noch klären.

Vorsorglich Entschädigung beantragen

Die Verbraucher­zentralen raten daher: Wer vorsorglich Entschädigung beantragt, hat im Fall einer für Verbraucher positiven Entscheidung dieser Frage eine gute Ausgangs­lage, Geld zu bekommen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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