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Versicherungsrecht | 22.11.2017

Riester-Rente

Förderung vom Staat nutzen: So prüfen Riester-Sparer die Höhe des Mindest­eigen­beitrags

Mindest­eigen­beitrag zahlen und in den Genuss der maximalen Riester-Förderung kommen

Riester-Sparer bekommen eine staatliche Förderung. Die Grundzulage beträgt für dieses Jahr 154 Euro. Ab 2018 erhöht sie sich auf 175 Euro.

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Zulagen müssen beantragt werden

Außerdem gibt es für jedes Kind, für das noch Kindergeld­anspruch besteht, eine Kinder­zulage. Deren Höhe hängt vom Alter des Kindes ab. Für Kinder, die nach dem 31. Dezember 2007 geboren wurden, beträgt die Zulage 300 Euro. Für Kinder, die davor geboren wurden, sind es 185 Euro pro Jahr. Dieses Geld fließt allerdings nicht automatisch - es muss beantragt werden.

Mindesteigenbeitrag für staatliche Zulagen erforderlich

Wichtig dabei: „Die Zulage wird gekürzt, wenn der Mindest­eigen­betrag vom Zulagen­berechtigten nicht in voller Höhe geleistet wird“, erklärt BVL-Geschäfts­führer Erich Nöll. Der Mindest­eigen­betrag beträgt vier Prozent der sozial­versicherungs­pflichtigen Einnahmen oder bestimmter steuer­freier Einkünfte des Vorjahres, mindestens aber 60 Euro pro Jahr. „Vor dem Jahres­wechsel sollte unbedingt geprüft werden, ob der Mindest­eigen­beitrag erbracht wurde, damit nicht ein Teil der Zulagen verschenkt wird“, rät Erich Nöll.

Beispiel zur Berechnung des Mindesteigenbeitrags

Eine Mutter von zwei vor 2008 geborenen Kindern bezog im Jahr 2016 einen sozial­versicherungs­pflichtigen Bruttolohn in Höhe von 30.000 Euro. Vier Prozent davon müssen in den Vertrag eingezahlt werden, also 1200 Euro. Die Zulagen werden aber auf diesen Betrag angerechnet: 154 Euro Grund- und zweimal 185 Euro Kinder­zulage, insgesamt also 524 Euro. Wird diese Summe nun von den 1.200 Euro abgezogen, bleiben 676 Euro übrig, die die Sparerin in ihren Vertrag einzahlen muss. Andernfalls werden ihre Zulagen gekürzt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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