wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Bankrecht und Verbraucherrecht | 23.08.2021

Anschluss­finanzierung

Forward-Darlehen: Die Anschluss­finanzierung günstig sichern

Forward-Darlehen gibt Planungs­sicherheit bei Ihrer Immobilien­finanzierung

Bis zu fünf Jahre im Voraus die niedrigen Immobilien­zinsen von heute festschreiben? Das geht mit einer speziellen Anschluss­finanzierung, dem Forward-Darlehen.

Werbung

Die Bauzinsen sind im Keller. Niemand weiß, wie lange die Phase des außer­ordentlich günstigen Geldes anhalten wird. Einige Experten unken, die Inflation und höhere Löhne könnten die Zinsen steigen lassen. Darin liegt ein Risiko für Verbraucher, deren Immobilien­kredit demnächst ausläuft. Mit einem Forward-Darlehen lassen sich die derzeit niedrigen Zinsen für die Anschluss­finanzierung sichern.

Bis zu fünf Jahre im Voraus die niedrigen Immobilienzinsen festschreiben

Der Vorteil des Forward-Darlehens liegt darin, dass es schon früh vor Ablauf des Kredit­vertrags abgeschlossen wird. „Zwei, drei Jahre im Voraus sind üblich“, sagt der Finanzierungs­experte der Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, Thomas Hentschel. Manche Anbieter offerieren sogar fünf Jahre.

Hentschel findet aber kürzere Abstände in Ordnung. Diese seien für Bauherren und Immobilien­erwerber über­schaubarer. Für sie besteht die Kunst darin abzuschätzen, ob es lohnt, auf noch weiter fallende Zinsen zu warten oder die aktuellen Zins­konditionen zu nehmen. Die Ent­scheidung wird bei kürzeren Vorlauf­zeiten etwas leichter fallen.

Forward-Darlehen gibt Planungssicherheit

Für den Anschluss­kredit schließen Immobilien­besitzer praktisch einen neuen Vertrag mit ihrer Bank. Darin schreiben sie die aktuell niedrigen Konditionen fest. Das gibt Planungs­sicherheit. Die Bedingungen gelten dann nach Ende der ersten Zinsbindung. Angenommen, diese geht bis 2023, dann greift das Forward-Darlehen im Anschluss daran. Für den Forward-Vertrag nimmt die Bank normalerweise keine Bereit­stellungs­zinsen.

Allerdings verlangen Finanzierer einen Aufschlag. „Damit wollen sie ihr eigenes Zinsrisiko ausgleichen“, erläutert Helena Klinger vom Institut für Finanz­dienst­leistungen (iff) mit Sitz in Hamburg.

Die Höhe dieses Sicherheits­puffers hängt zum einen davon ab, wie Banken die Zins­entwicklung einschätzen und zum anderen von der Dauer der sogenannten Vorlauf­phase. „Der Aufschlag wächst mit dem Abstand zur Anschluss­finanzierung“, sagt Klinger. Oder: Je länger die Vorlauf­phase, desto größer das monatliche Zinsplus.

Werbung

Große Spannbreite

Die Spannbreite, die die einzelnen Finanzierer bieten, ist groß. Deshalb lohnt ein Vergleich. Häufig werden zwischen 0,01 bis 0,03 Prozent­punkte angeboten. Das ergibt bei einem Vorlauf von zwei Jahren eine kaum spürbare Zusatz­belastung.

Ein Beispiel zeigt, wie kalkuliert wird: Angenommen, der Darlehens­zins beträgt 1 Prozent. Das Forward-Darlehen soll in 24 Monaten in Anspruch genommen werden. Für diese Monate kommen jeweils 0,02 Prozent­punkte hinzu, insgesamt also 0,48 Prozent.

Zusammen­gerechnet würde die Bank dann 1,48 Prozent Zinsen für das Forward-Darlehen berechnen. „Der Immobilien­besitzer muss entscheiden, ob er das Extra in Kauf nimmt oder nicht“, sagt Max Herbst von der FMH-Finanz­beratung. Wenn ja, komme die Unterschrift unter den Vertrag, wenn nein, dann nicht.

Zinssprünge kaum zu erwarten

Wohin die Tendenz geht, ob Darlehens­nehmer mit steigenden Zinsen rechnen und wie hoch diese klettern könnten? Fachleute erwarten mittelfristig zwar keine großen Zins­sprünge. Sie halten es dennoch für überlegenswert, trotz des Zuschlags frühzeitig einen Anschluss­kredit abzuschließen.

„Weil die Zinsen niedrig sind, sind auch die Aufschläge niedrig“, argumentiert Herbst. Klinger sagt: „Es gibt eine gewisse Sicherheit, weil Zins­schwankungen abgefedert werden.“

Eine Entscheidungs­hilfe kann auch die Restschuld bieten: Ist sie kurz vor Ende der Fest­schreibung so gering, dass sie entweder mit einer Sonder­tilgung abgelöst werden kann oder die Finanzierung einfach fortgeschrieben wird?

Werbung

Konditionen sind fix

Neben dem Zins­aufschlag haben Forward-Darlehen einen zweiten Nachteil: Sie sind fix. Verbraucher müssen den Vertrag zu den einmal vereinbarten Bedingungen annehmen. Sollten die Zinsen sinken, zahlen Immobilien­besitzer drauf, statt Geld zu sparen.

Es gibt zwar die Option, den Vertrag zu lösen. Aber auch diese kostet. „Es wird eine Nicht­annahme­gebühr fällig“, sagt Verbraucher­berater Hentschel. Mit dieser Straf­zahlung gleiche die Bank die ihr entgehenden Zins­einnahmen aus.

Andere Varianten, frühzeitig zu einer kalkulierbaren, planungs­sicheren Anschluss­finanzierung zu kommen, gibt es auch. Eine davon ist der Bauspar­vertrag. „Ich weiß jetzt schon, zu welchem Zins mir der Kredit zur Verfügung steht“, erläutert iff-Expertin Klinger. Das Kapital könne in die Anschluss­finanzierung gesteckt werden.

Risiko ist überschaubar

Eine weitere Möglichkeit sind Sonder­tilgungen, die die Restschuld reduzieren und auf diese Weise die Belastung senken. Darüber hinaus können sich Bauherren den Anspruch auf Zins­anpassungen in ihren Kredit­vertrag schreiben lassen. Meistens ist das drei bis vier Mal innerhalb der Fest­schreibungs­zeit möglich.

Unter den derzeitigen Bedingungen halten die Fachleute das Risiko für gering, mit einem Forward-Darlehen etwas falsch zu machen. Im Gegenteil. „Es ist eine gute Zeit“, meint Herbst. Sollten die Zinsen wider Erwarten noch tiefer gehen, sei das ärgerlich, aber bei solider Finanzierung verkraftbar.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#8639

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d8639
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!