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Mietrecht | 22.06.2020

Mietrecht

Foto­aufnahmen: Dürfen Vermieter Fotos von der Wohnung machen?

Vermieter darf grund­sätzlich nicht ohne die Erlaubnis des Mieters in dessen Wohnung fotografieren

Ob in Maklerexposés, Kauf- oder Miet-Anzeigen: Fotos sollen potenziellen Interessenten ein anschauliches Bild der Wohnung oder des Hauses liefern. Doch müssen Mieter einen Fototermin hinnehmen?

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Keiner darf Fotos von der Wohnung eines Mieters gegen dessen Willen machen. Denn der Mieter allein entscheidet, was und von wem in seinem Haus oder seiner Wohnung fotografiert werden darf. Darauf macht der Deutsche Mieterbund (DMB) aufmerksam.

Entscheidung liegt allein beim Mieter

Zwar drängen Vermieter, Verwalter oder Makler oft darauf, Fotos in der Wohnung oder im Haus zu machen, damit sie die Bilder potenziellen Kauf­interessenten oder Nachmietern präsentieren können. Doch während der Mietzeit ist der Mieter der alleinige Besitzer der Wohnung. Damit hat er das alleinige Entscheidungs­recht, urteilten mehrere Gerichte, etwa das Landgericht Frankenthal (Pfalz), Urteil vom 30.09.2009, Az. 2 S 218/09.

Grundrechtlich geschützte Privatsphäre der Mieter

Mieter haben das Recht auf ihrer Seite, erklärt der DMB und verweist auf einen Beschluss des Bundes­verfassungs­gerichts (BvR 2285/03). Zudem ist ihre Privat­sphäre im Grundgesetz geschützt. Deshalb sollten Mieter sich auch nicht von Drohungen des Vermieters oder Maklers einschüchtern lassen - etwa auf Schaden­ersatz oder Kündigung.

Fotografieren kann erheblicher Eingriff in ihre Privatsphäre darstellen

Zumal beim Fotografieren nie ausgeschlossen werden kann, dass der Vermieter - gewollt oder ungewollt - dabei auch Teile der Lebensart der Mieter aufnehme - etwa die Einrichtung der Wohnung, den Lebensstils oder sonstige der Intimsphäre zuzurechnenden Einzel­heiten. Das müssen sich Mieter laut DMB aber nicht gefallen lassen. Da dies ein erheblicher Eingriff in ihre Privat­sphäre wäre.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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