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Internetrecht, Verbraucherrecht und Wettbewerbsrecht | 20.12.2016

Wettbewerb

Frei erfundene Mondpreise: Die miesen Tricks der Möbel­händler

Verbraucher sollten Versprechen in bunten Print-Prospekten keinen Glauben schenken

Mondpreise, versteckte Zusatz­kosten und vor­getäuschte Jubiläen: Die Wettbewerbs­zentrale hat dem deutschen Möbel­handel miese Tricks vorgeworfen. Vor allem den Versprechen in den bunten Print-Prospekten sollten die Verbraucher keinen Glauben schenken: Von den 266 festgestellten Verdachts­fällen auf unlauteren Wettbewerb fanden sich 247 in den gedruckten Beilagen und nur 19 in Online-Werbung, wie die Wettbewerbs­zentrale in Bad Homburg bei Frankfurt mitteilte.

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Überprüft wurden Aktionen von führenden Anbietern

Überprüft wurden demnach die Aktionen von 20 führenden Anbietern, unter ihnen mehrere nationale Branchen­riesen. Nur zwei Unternehmen verhielten sich nach Einschätzung der „Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs“ in dem drei­monatigen Über­prüfungs­zeitraum im Sommer korrekt: Das südd­eutsche Haus Möbel-Rogg aus Balingen und Markt­führer Ikea. „Die machen die aufgeregten Rabatt­schlachten der anderen nicht so mit“, erklärte eine Juristin der Wettbewerbs­zentrale.

Anwälte fanden bei den meisten Anbietern vielfältige Verstöße

So wurden falsche Gesamt­preise gebildet, falsche ursprüngl­iche Preis­empfehlungen zum Vergleich genannt oder gleich Mondpreise frei erfunden. In einem Prospekt eines Möbel-Discounters sei dieselbe Küche mit zwei unterschiedlichen Ausgangs­preisen beworben worden, schildert die Anwältin einen besonders krassen Fall.

Gerne würden auch Rabatt­versprechen im Klein­gedruckten sofort wieder zurückg­enommen, meinen die Anwälte, die die betroffenen Firmen auf Unter­lassung ihrer Aussagen verklagen. So habe ein Anbieter in einem Prospekt Geburtstags­angebote sowie Rabatte von 20 Prozent „auf alles“ versprochen. In einer Fußnote wurde dann erläutert, dass sämtliche in dem Prospekt gezeigten Produkte von diesem Preis­nachlass ausgenommen sein sollten.

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Auch beim Erfinden von Sonderverkaufs-Anlässen sind Händler sehr kreativ

So habe eine nationale Handels­kette ihre bundesweit einheitlichen Angebote in regional differenzierten Prospekten mal als Messepreise und mal als Räumungs­verkauf beworben. Auch könne der Verbraucher keineswegs darauf vertrauen, dass das Angebot nur zeitlich begrenzt vorhanden ist. Manche angeblichen Sonder­angebote wurden immer wieder zum selben Preis offeriert - womit zumindest der durch­gestrichene Vergleichs­preis zur wettbewerbs­widrigen Angabe wird, weil er letztlich zeitnah nie gefordert wurde.

Wettbewerbszentrale verlangt Unterlassungserklärungen

Die nach eigenen Angaben von 1.200 Firmen und 800 Kammern getragene Wettbewerbs­zentrale verlangt von den Unternehmen jeweils Unterlassungs­erklärungen. Werden diese nicht freiwillig abgegeben, droht eine Klage wie aktuell in vier Fällen. Viele der Hinweise seien aus dem Möbel­handel selbst gekommen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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