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Sozialrecht und Sozialversicherungsrecht | 11.11.2020

Rente

Früher in Rente gehen: Abschläge mit Sonder­zahlungen ausgleichen

Ausgleichs­zahlung für Renten­abschläge als Option

Wer früher in Rente gehen will, muss Abschläge in Kauf nehmen. Diese Abschläge können allerdings ausgeglichen werden. Ob sich das lohnt, muss jeder selbst entscheiden.

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Wer die Voraus­setzungen für eine vorgezogene Altersrente erfüllt, kann vor Erreichen der regulären Alters­grenze in Rente gehen. Für jeden Monat, den Versicherte die Rente früher beziehen, gibt es allerdings einen Abschlag von 0,3 Prozent, erklärt die Deutsche Renten­versicherung Bund in Berlin. Die gute Nachricht: Mit Sonder­zahlungen können diese Abschläge ganz oder teilweise ausgeglichen werden.

Einmalzahlung oder als Teilzahlungen zum Ausgleich der Abschläge möglich

Ab dem 50. Lebensjahr können die Zahlungen in Form einer Einmal­zahlung oder als Teil­zahlungen geleistet werden. Wer im Nachhinein doch nicht vorzeitig in Rente geht, erhält für die Zusatz­beiträge eine entsprechend höhere Rente. Eine Erstattung der Sonder­beiträge ist nicht möglich.

Rentenauskunft informiert über Rentenhöhe zum gewünschten vorzeitigen Rentenbeginn

Eine spezielle Renten­auskunft informiert über die Rentenhöhe zum gewünschten vorzeitigen Renten­beginn, die Höhe der daraus entstehenden Renten­minderung und über den Betrag, der freiwillig zum Ausgleich der Renten­minderung geleistet werden kann. Auf Wunsch erhalten Versicherte ab dem 50. Lebensjahr diese Auskunft von ihrem Renten­versicherungs­träger.

Ein Beispiel

Ein Beschäftigter will zwei Jahre vor der für ihn geltenden Regelalters­grenze in Rente gehen. Bei einer Rente von 1000 Euro (brutto) würde sich seine Monatsrente um 7,2 Prozent beziehungs­weise um 72 Euro verringern. Um diesen Abschlag auszugleichen, würden derzeit in den alten Bundes­ländern insgesamt etwa 17.100 Euro und in den neuen Bundes­ländern insgesamt etwa 16.500 Euro an Sonder­zahlungen fällig.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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