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Sozialversicherungsrecht und Verbraucherrecht | 12.01.2022

Alters­vorsorge

Für das Alter vorsorgen: Worauf Selbstständige achten sollten

Selbstständige können sich freiwillig in der gesetzlichen Renten­versicherung versichern oder in eine private Alters­vorsorge einzahlen

Je früher man mit der Alters­vorsorge beginnt, desto besser. Das gilt auch für Selbstständige. Diese Optionen gibt es.

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Heute schon an morgen denken. Sprich, finanziell fürs Alter vorsorgen. Das ist für alle wichtig - ganz besonders aber für Selbstständige. Denn viele von ihnen sind nicht Mitglied in der gesetzlichen Renten­versicherung. Das heißt: Sie müssen ihre Alters­vorsorge selbst in die Hand nehmen. Und selbst wenn Selbstständige in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, sollten sie zusätzlich privat vorsorgen.

Einige Berufsgruppen müssen in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen

Manche Selbstständige sind dazu verpflichtet, in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen. „Dazu zählen etwa Handwerker, Künstler, Publizisten, Physio­therapeuten, Pflege­kräfte oder frei­berufliche Lehrer“, so Klaus Morgenstern vom Deutschen Institut für Alters­vorsorge. Welche Berufs­gruppen versicherungs­pflichtig sind, regelt das Sozial­gesetz­buch VI (SGB VI, Paragraph 2).

Wer als Selbst­ständiger pflicht­versichert ist, zahlt meist 18,6 Prozent des Einkommens in die Renten­versicherung ein. „Klar muss aber jedem sein, dass der Betrag eines Tages eine vergleichsweise niedrige Rente ergibt“, so Morgenstern. Daher sollten auch pflicht­versicherte Selbstständige noch anderweitig finanziell fürs Alter vorsorgen.

Wer als Frei­beruflerin oder Frei­berufler in sogenannten Kammer­berufen arbeiten, ist dort pflicht­versichert - und zahlt einkommen­abhängige Pflicht­beiträge. „Dazu zählen etwa Ärzte, Anwälte, Apotheker und Architekten“, sagt Morgenstern.

Freiwillig Versicherte können Beitragshöhe mitbestimmen

Das Gros der Selbstständigen muss sich indes freiwillig versichern. Auch sie können in die gesetzliche Renten­versicherung einzahlen - auf freiwilliger Basis.

Was dafür spricht, erklärt Dirk von der Heide von der Deutschen Renten­versicherung Bund: „Neben einer Absicherung fürs Alter ist immer auch ein Hinter­bliebenen­schutz für Ehepartner, eingetragene Lebens­partner und Waisen enthalten.“

Die Höhe der freiwilligen Beiträge können Versicherte festlegen - der Mindest­beitrag liegt bei 83,70 Euro pro Monat, der Höchstb­eitrag bei rund 1320 Euro pro Monat. „Freiwillige Beiträge können Versicherte monatlich oder auch einmal jährlich zahlen“, erklärt von der Heide.

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Was für pflichtversicherte Selbstständige gilt

Innerhalb von fünf Jahren können Selbstständige nach ihrer Existenz­gründung die Pflicht­versicherung in der Renten­versicherung beantragen. Einer der Vorteile: pflicht­versicherte Selbstständige sichern sich Ansprüche auf eine Reha­bilitation oder eine Erwerbs­minderungs­rente.

Die Pflicht­beiträge können Selbstständige entweder als Regel­beitrag oder entsprechend des tatsächlichen Einkommens zahlen. Der Regel­beitrag beträgt im Westen rund 612 Euro pro Monat sowie im Osten seit Anfang 2022 rund 586 Euro. Im Jahr der Aufnahme der Tätigkeit und in den drei folgenden Kalender­jahren ist es auch möglich den halben Regel­beitrag zu zahlen.

In jedem Fall gilt bei der gesetzlichen Renten­versicherung: Es fallen keine zusätzlichen Kosten oder eine Gesundheits­prüfung an. „Die gesetzliche Renten­versicherung übernimmt bei Zahlung einer Rente auch Teile der Kranken­versicherung bis zu 50 Prozent eines Beitrags“, sagt von der Heide.

Alternativen und zusätzliche Absicherungsoptionen für das Alter

Zusätzlich zur Einzahlung in die gesetzliche Renten­versicherung haben Selbstständige noch mehr Möglichkeiten privat vorzusorgen. Sie können zum Beispiel einen Rürup-Vertrag abschließen, den es in Form einer klassischen oder fondsgebundenen Renten­versicherung gibt.

Wie hoch die Rente eines Tages ausfällt, hängt unter anderem von den eingezahlten Beiträgen sowie den genauen Vertrags­bedingungen ab. Die Höhe der Beitrags­zahlung sei flexibel. „Die Beiträge können Versicherte meist jederzeit dem eigenen Bedarf oder der Leistungs­fähigkeit anpassen“, so von der Heide.

Allerdings: „Bei einer Rürup-Rente ist meist nur eine Alters­absicherung enthalten“, erklärt von der Heide. Die Bausteine Hinter­bliebenen­schutz und Erwerbs­minderung können Versicherte bei Bedarf zwar hinzunehmen - dadurch entstehen aber meist zusätzliche Kosten. Was sich auf die Rendite auswirken kann.

Es lohnt sich also, wenn Selbstständige sich bei ihrer Alters­vorsorge sowie der Absicherung für Erwerbs­minderung unabhängig beraten lassen - möglich ist dies etwa bei der Deutschen Renten­versicherung Bund oder bei einer örtlichen Verbraucher­zentrale.

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Altersvorsorge und Steuern - Was es dabei zu beachten?

Wer für das Alter vorsorgt, kann die Aufwendungen gegenüber dem Fiskus als Sonder­ausgaben geltend machen - das gilt für Beiträge zur gesetzlichen Renten­versicherung sowie zur Rürup-Rente.

Laut Bund der Steuer­zahler liegt der Höchstb­etrag für Sonder­ausgaben 2022 bei 25.639 Euro. Davon können Steuer­zahlerinnen und Steuer­zahler im Jahr 2022 maximal 94 Prozent absetzen. So können Allein­stehende maximal 24 101 Euro steuerlich geltend machen. Für Ehepaare sowie eingetragene Lebens­partner sind es bis zu 48.202 Euro.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich dies also verändert: Im Jahr 2021 waren nur bis zu 92 Prozent steuerfrei. Allerdings lag der Höchstb­etrag 2021 bei rund 23.724 Euro, erklärt Dirk von der Heide von der Deutschen Renten­versicherung Bund.

Im Gegenzug dazu sind die ausgezahlten Renten steuer­pflichtig. Sowohl bei der gesetzlichen Rente als auch bei der Rürup-Rente richtet sich der Besteuerungs­anteil nach dem Jahr des Renten­beginns, so von der Heide. Wer etwa seine Rente erstmals 2021 ausgezahlt bekommt, muss wissen, dass 81 Prozent der Rente steuer­pflichtig sind. Dieser Anteil steigt jährlich. Derzeitigen Regelungen zufolge soll bei einem Renten­beginn in 2040 die Rente zu 100 Prozent steuer­pflichtig sein.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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