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Mietrecht, Umweltrecht und Verwaltungsrecht | 21.04.2022

Umwelt­schutz

Gegen dicke Luft: Neubauten bekommen höhere Schorn­steine

Die neue Regelung der Schornstein­höhe seit Jahres­beginn 2022 in Kraft

Die Schorn­steine auf Deutschlands Häusern werden höher. Die neuen Regelungen sehen das für Neubauten und neue Anlagen von einigen Feuer­stätten vor - die Nach­barschaft soll so sauberer werden.

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Dicke Luft in der Nach­barschaft: Im Winter riecht und sieht man es, wenn in einem Wohnviertel viele Holzöfen betrieben werden. Der Rauch bleibt zwischen den Häusern hängen. Deswegen gibt es seit Jahres­beginn 2022 eine neue Regelung für den Bau von Schorn­steinen auf Privat­häusern.

Höhere Schornsteine für bessere Luft

Sie müssen höher werden, damit sich die Abgase in der freien Luftströmung breiter verteilen können, statt sich direkt in Wohn­gebieten anzusammeln. Konkret heißt das: Wer ein Haus neu baut und/oder wer Schorn­steine in oder an einem bestehenden Gebäude neu errichtet, der muss einen Kamin ziehen lassen, der den Dachfirst mindestens um 40 Zentimeter überragt.

Das „mindestens“ bezieht sich auf viele Variable. Es ist nach Angaben der Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen letztlich unter anderem von der Dachneigung und der Gesamtwärme­leistung der Heizungs­anlage abhängig, welche Schornstein­höhe Pflicht ist. Grob lässt sich aber sagen: Je mehr Leistung die Heizung hat, desto höher der Schornstein.

Welche Heizungen sind betroffen?

Diese Änderung des Paragrafs 19 der 1. Bundes­immissions­schutz­verordnung (1.BImSchV) gilt für alle Feuer­stätten, die mit sogenannten festen Brenn­stoffen betrieben werden. „Betroffen sind Heizungs­kessel und Einzel­feuer­stätten für Pellets und Scheitholz, also sowohl die neue Pellet-Zentral­heizung als auch der Kamin- oder Kachelofen im Wohnzimmer“, sagt Tim Froitzheim vom Zentral­verband Sanitär Heizung Klima.

Was ist mit Bestandsanlagen?

Wird nur eine Feuer­stätte ausgetauscht, gelten weiter die bisherigen Vorschriften, die in der Regel geringere Schornstein­höhen vorsehen. Das betrifft auch den Wechsel der Brennstof­fart - also wenn etwa Öl- oder Gas­heizungen gegen einen Heizkessel für Scheitholz, Pellets oder Hack­schnitzel getauscht werden.

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Welche weiteren Vorgaben gibt es für neue Schornsteine?

Ihre Öffnung muss am oder nahe am Dachfirst, dem höchsten Punkt des Hauses, liegen, den die Schorn­steine dann um die genannten mindestens 40 Zentimeter überragen, erklärt Michael Erlhof, Vorstand Technik des Bundes­verbandes des Schornstein­feger­handwerks.

Die genaue Höhe ist abhängig von den Nachbar­gebäuden: Ein Schornstein muss die Fenster von Aufenthalts­räumen dieser Häuser um mindestens einen Meter überragen, wenn die Gebäude sich in einem Umkreis von weniger als 15 Metern zum Schornstein befinden und die angeschlossene Heizungs­anlage eine Leistung von maximal 50 Kilowatt hat.

Mit größeren Leistungen wachsen die Schorn­steine. So muss ein Schornstein einer Anlage mit 150 bis 200 Kilowatt Leistung die Nachbars­fenster um mindestens drei Meter überragen.

Verbessert ein höherer Schornstein die Luftqualität in der Umgebung?

Das ist die Idee der Regelung. Höhere Schornstein-Öffnungen sollen ermöglichen, dass die Abgase durch die ungestörte Luftströmung weiter über den Häusern besser abtransportiert werden.

Aber Tim Froitzheim vom Zentral­verband Sanitär Heizung Klima ist skeptisch: „Die Emissionen werden dadurch nicht verbessert. Im Gegenteil, die Schornstein­erhöhung kann sogar die Emissions­werte der Anlage verschlechtern, weil ein größerer Unterdruck im Schornstein entsteht, der die Brenngase abzieht, bevor diese vollständig verbrannt sind.“

Er plädiert daher auch für einen verantwortungs­vollen Umgang mit der Holzfeuer­stätte. Wenn man etwa die Holzscheite darin richtig entzündet, senkt das die Emissions­belastung erheblich. Das kann man auch sehen: Dann zieht weißer Rauch aus dem Schornstein.

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Wie entzündet man den Holzöfen umweltschonender?

Brennt das Holz am Anfang zu langsam ab, gibt der Kamin über den Schornstein vergleichsweise viele un­verbrannte Kleinstoffe in die Luft ab. Daher müssen sich beim Entstehen der ersten Flammen möglichst schnell hohe Temperaturen entwickeln können, erklärt der Industrie­verband Haus-, Heiz- und Küchent­echnik (HKI).

Dafür braucht es anfangs dünn gespaltenes Holz und der Ofenraum muss viel Sauerstoff erhalten, denn zu wenig Luft führt auch zu der unvollständigen Verbrennung. Wenn die Flammen kleiner werden, kann die Luftzufuhr etwas zurück­genommen werden. Sobald nur noch Grundglut vorhanden ist, wird nachgelegt und nicht geworfen. Zudem muss das Holz unbehandelt und trocken sein.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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