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Allgemeines Persönlichkeitsrecht, Datenschutzrecht und Internetrecht | 29.01.2016

Internet

Gerüchte, Lügen, Beleidigungen im Internet: Wie man sich gegen Cyber-Mobbing wehren kann

Es gibt klare Kriterien, wann Cyber-Mobbing vorliegt

Wenn Gerüchte oder Lügen im Internet verbreitet werden, sollten sich Betroffene grund­sätzlich dagegen wehren. Es gibt klare Kriterien dafür, wann Cyber-Mobbing vorliegt. Das ist der Fall, wenn jemand von einer oder mehreren Personen über einen längeren Zeitraum, gezielt und mehrfach diffamiert wird. Die Beschimpfungen werden meist in der Absicht veröffentlicht, dem Betroffenen zu schaden. Anders als beim Mobbing findet der Vorgang beim „Cyber-Mobbing“ im Internet statt. Die Täter verschicken dabei meist E-Mails oder nutzen soziale Netzwerke, Chats und Blogs. Manche legen sogar eigene Internet­seiten an, um ihre Opfer in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen.

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Betroffene sollten Beleidigungen dokumentieren und ausdrucken

Wer sich gegen die Verunglimpfungen wehren will, sollte schnell handeln. Denn die Einträge im Internet können ja auch wieder gelöscht werden. Betroffene dokumentieren die Beleidigungen idealer­weise - beispiels­weise mit einem Screenshot der Seiten, den sie dann ausdrucken.

Betreiber von sozialen Netzwerken sollten zur Löschung der Einträge aufgefordert werden

Tauchen die Schikanen in einem sozialen Netzwerk auf (z.B. bei Facebook), können Betroffene den Betreiber auffordern, die Einträge zu löschen. Wer direkt gegen Täter vorgehen will, sollte auf versteckte Hinweise zwischen den Zeilen achten. Manche Täter verraten sich, indem sie Informationen preisgeben, die nur sie kennen können.

Nur IP-Adresse kann Täter entlarven

In der Regel bleiben die Täter aber anonym, weil sie im Netz einen anderen Namen verwenden. Dann kann meist nur die IP-Adresse Hinweise darauf geben, wer dahinter steckt. Privat­personen bekommen beim Dienst­anbieter dazu oft keine Auskunft . Die Staats­anwaltschaft kann diese Informationen aber einfordern.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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