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Steuerrecht | 25.05.2022

Ausbildungs­kosten

Gewusst wie: So macht man Ausbildungs­kosten steuerlich geltend

Praktikum ersetzt nicht Berufsaus­bildung

Gilt ein mehr­monatiges Praktikum bereits als erfolgreiche Erstaus­bildung? Nein, sagt ein Gericht. Und das hat Folgen für die Steuer­erklärung.

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Egal ob Erstaus­bildung oder eine darauf­folgende: Die Aufwendungen dafür können Eingang in die Steuer­erklärung finden und so die Steuerlast senken. Nur eben unterschiedlich. Aufwendungen für die Erstaus­bildung zählen zu den beschränkt abzugs­fähigen Berufs­ausbildungs­kosten im Rahmen der Sonder­ausgaben. Kosten etwa für eine zweite Ausbildung müssen aber als Werbungs­kosten berücksichtigt werden.

Doch worin besteht der Unterschied?

„Zu beachten ist, dass bei Sonder­ausgaben, im Gegensatz zu Werbungs­kosten, kein Verlust­vortrag möglich ist“, sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuer­zahler.

Die Verluste im Erststudium können nicht angesammelt, sondern nur im selben Jahr als Sonder­ausgaben geltend gemacht werden. Zudem sei der absetzbare Betrag für die Erst­aus­bildungs­kosten in der Höhe beschränkt, bei den Werbungs­kosten hingegen gibt es keinen Deckel.

Erstausbildung wird nur mit Abschlussprüfung anerkannt

In einem konkreten Fall urteilte das Finanz­gericht Nieder­sachsen, dass Aufwendungen für die Verkehrs­piloten­ausbildung zu den beschränkt abzugs­fähigen Berufs­ausbildungs­kosten zählen (Az. 2 K 130/20). In dem Fall hatte der angehende Pilot eine langjährige und eigenständige Erwerbs­tätigkeit ausgeübt, ohne hierfür eine formalisierte Berufsaus­bildung abgeschlossen zu haben. Der Tätigkeit lag lediglich ein 20-monatiges Praktikum zugrunde.

Das Praktikum ersetzte nach Auffassung der Richter nicht die Berufsaus­bildung. Somit sei der Erwerb der Berufs­piloten­lizenz nur als Sonder­abgaben­abzug möglich, nicht als Werbungs­kosten­abzug.

Abschlussprüfung ist entscheidend

Eine abgeschlossene Erstaus­bildung liegt immer dann vor, wenn auch eine entsprechende Abschluss­prüfung erfolgreich abgelegt wurde. Nur ein längeres Praktikum mit anschließender Tätigkeit ist nicht ausreichend.

Gegen die Ent­scheidung des Finanz­gerichts Nieder­sachsen läuft mittlerweile ein Revisions­verfahren vor dem Bundes­finanz­hof (BFH). Vergleichbare Fälle können offen gehalten werden, bis der BFH entschieden hat (Az. VI R 22/21), heißt es vom Bund der Steuer­zahler.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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