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Arbeitsrecht und Vertragsrecht | 08.05.2019

Arbeitgeber­darlehen

Günstige Zinsen und wenig Formalien - das Arbeitgeber­darlehen

Konditionen sollten in jedem Fall vertraglich vereinbart werden

Es muss nicht immer ein herkömmlicher Bankkredit sein. Viele Arbeitgeber bieten ihren Beschäftigten zins­günstige Darlehen an. Die Konditionen hierfür sollten aber in jedem Fall vertraglich vereinbart werden.

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Die meisten Mitarbeiter kostet es Überwindung, in der Personal­abteilung oder direkt beim Chef um Geld zu bitten „Einfach mal einen guten Moment abwarten und sich ein Herz fassen“, rät der Finanz­berater Thomas Teske aus Düsseldorf. Denn ein Arbeitgeber­darlehen, auch Mitarbeiter­darlehen genannt, hat für beide Seiten Vorteile. Arbeitgeber binden einen qualifizierten und geschätzten Mitarbeiter stärker an sich, wenn sie ihm auf seinen Wunsch hin einen Kredit gewähren. Und Arbeit­nehmer profitieren häufig von noch günstigeren als den markt­üblichen Zinsen.

Vorteil: Weniger Bürokratie

Es spricht aber noch mehr für ein Arbeitgeber­darlehen. „Der Vertrags­abschluss ist häufig weniger formal“, sagt Stefanie Laag, Referentin in der Gruppe Kredit und Ent­schuldung bei der Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen. Mitunter müssen Arbeit­nehmer auch keine Sicherheiten vorweisen können, wie sonst bei einer Bank üblich. Thomas Teske verweist darauf, dass manche Geld­institute einem Kunden nur dann einen Kredit gewähren, wenn sie eine kosten­pflichtige Versicherung abschließen - und betont: „Eine solche Police wird von Arbeit­geberseite in aller Regel nicht verlangt.“

In vielen Branchen gängig

Ein Arbeitgeber­darlehen wird in vielen Branchen angeboten „Tendenziell gibt es eine solche Option eher in größeren Betrieben“, weiß Thomas Teske. Aber auch in kleineren Betrieben kann der Chef bereit sein, einem Mitarbeiter einen Kredit zu geben. Ob es dazu kommt, ist immer Verhandlungs­sache. Einen Rechts­anspruch darauf haben Arbeit­nehmer nicht, erklärt die Bundes­vereinigung der Deutschen Arbeitgeber­verbände (BDA) in Berlin. Einem Arbeitgeber stehe es frei, dem einen Beschäftigten ein Darlehen zu gewähren und dem anderen nicht.

In solch einem Fall sollte der Arbeitgeber sein Nein aber gut begründen können. „Ansonsten ist betriebs­intern der soziale Frieden in Gefahr“, warnt Thomas Teske. Wird etwa einem Arbeit­nehmer Lohn gepfändet, kann dies ein nachvoll­ziehbares Motiv sein, warum der Arbeitgeber ihm kein Darlehen gewährt.

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Gleichbehandlung bei Gewährung von Arbeitgeberdarlehen

Teilzeit­beschäftigte dürfen nicht grund­sätzlich von der Gewährung von Arbeitgeber­darlehen ausgeschlossen werden. Das hat das Bundes­arbeits­gericht entschieden (Az.: 10 AZR 538/93). In dem verhandelten Fall hatte der Arbeitgeber seinen Beschäftigten vergünstigte Baukredite gewährt, Teilzeit­beschäftigte waren ausgeschlossen. Das Bundesarbeitsgericht sah darin einen Verstoß gegen das Benach­teiligungs­verbot von Teilzeit­kräften.

Bei einem Arbeitgeber­darlehen schließen beide Seiten - Unternehmen und Arbeit­nehmer - einen schriftlichen Vertrag ab. Darin sind neben der Darlehens­summe die Rück­zahlungs­modalitäten und der Zinssatz festgelegt. „In der Regel behält der Arbeitgeber die monatliche Kreditrate gleich vom Lohn oder Gehalt ein“, sagt Stefanie Laag.

Arbeitgeberdarlehen: nicht immer steuerfrei

Bekommt der Arbeit­nehmer bei seinem Arbeitgeber einen günstigeren Darlehens­zins als bei einer Bank, muss er laut Thomas Teske diesen Zinsvorteil als geldwerten Vorteil versteuern. „Steuerfrei ist der Zinsvorteil nur dann, wenn die steuerliche Freigrenze von 44 Euro im Monat nicht überschritten wird“, sagt Thomas Teske, der auch Vorstands­mitglied des Bundes­verbandes Finanz-Planer ist.

Marktzinssatz gilt für die komplette Laufzeit

Die Differenz zwischen dem markt­üblichen Zinssatz und dem vom Arbeitgeber vorgegebenen Satz ergibt - abzüglich eines Bewertungs­abschlags von vier Prozent auf den markt­üblichen Zins - den steuer­pflichtigen Zinssatz. Um den geldwerten Vorteil zu berechnen, kann zum Beispiel der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Effektiv­zinssatz zugrunde gelegt werden. Entscheidend ist der Marktzins­satz bei Vertrags­abschluss, er gilt für die komplette Laufzeit des Arbeitgeber­darlehens.

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Fälligkeit beim Ausscheiden aus dem Betrieb sind besonders wichtig

„Wichtig ist auch, in dem Kredit­vertrag zu vereinbaren, was passiert, wenn das Beschäftigungs­verhältnis während der Darlehens­laufzeit gekündigt wird“, sagt Thomas Teske. Ohne eine solche Vereinbarung kann es passieren, dass die verbleibende Restsumme sofort fällig wird. Kündigt ein Arbeit­nehmer von sich aus das Arbeits­verhältnis, dann ist es nach einem Urteil des Bundes­arbeits­gerichts (Az.: 9 AZR 737/97) zulässig, dass der Arbeitgeber den Zinssatz im Darlehens­vertrag auf den markt­üblichen Zinssatz erhöht.

Kündigt ein Unternehmen einem Mitarbeiter, dann heißt das aber nicht zwangs­läufig, dass auch das Arbeitgeber­darlehen gekündigt ist, sondern es muss gesondert gekündigt werden.

Fristen zur Kündigung des Arbeitgeberdarlehens

Will ein Unternehmen ein Arbeitgeber­darlehen kündigen, muss es laut Bürgerlichem Gesetzbuch (Paragraph 488, Absatz 3) eine dreimonatige Kündigungs­frist einhalten. Eine Kündigungs­frist von nur einem Monat gilt bei einem Kleinkredit mit einer Summe von bis zu 200 Euro. Ist die Kündigungs­frist abgelaufen, hat der Arbeitgeber Anspruch auf den ausstehenden Restbetrag. Aber zu einer Kündigung muss es ja nicht unbedingt kommen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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