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Arbeitsrecht | 28.05.2019

Personal­akte

Haben Angestellte ein Recht auf Einsicht in ihre Personal­akte?

Arbeitgeber muss Mitarbeitern Einblick in Personal­akte gewähren

In der Personal­akte dokumentieren Arbeitgeber neben Bewerbungs­schreiben, Lebenslauf und Vertrags­dokumenten zum Teil auch Fehlzeiten­übersichten, Abmahnungen oder Protokolle aus den Mitarbeiter­gesprächen. Auch für Arbeit­nehmer kann es also interessant sein, was der Arbeitgeber dort sammelt. Dürfen Angestellte ihre Akte einsehen? Wie sind hier die Regeln?

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Arbeitnehmer haben ein Recht auf Einsicht

„Prinzipiell haben alle Arbeit­nehmer das Recht, Einblick in die Personal­akte zu bekommen“, sagt Johannes Schipp, Fachanwalt für Arbeits­recht in Gütersloh. Das sei einerseits durch die Persönlich­keitsrechte des Einzelnen verbrieft, aber zusätzlich auch im Betriebs­verfassungs­gesetz (§ 83) und zum Teil in Tarif­verträgen fest­geschrieben. Gilt für ein Unternehmen das Betriebs­verfassungs­gesetz, könne ein Arbeit­nehmer zur Einsicht seiner Personal­akte auch ein Betriebs­rats­mitglied hinzuziehen, so Rechtsanwalt Johannes Schipp.

Kopieren der Personalakte erlaubt

„Mit der Personal­akte sind alle Daten gemeint, die über einen Arbeit­nehmer gesammelt werden, und nicht nur das, was mit Personal­akte gekennzeichnet ist“, erklärt der Fachanwalt weiter. Das können also zum Beispiel auch elektronisch gespeicherte Daten sein. Ein Arbeit­nehmer habe das Recht, bei einer Einsicht der Akten Abschriften zu machen oder Kopien zu verlangen. Das hat aber Grenzen: „Anspruch auf Fotokopien einer 200 Seiten starken Akte kann ein Angestellter wohl nur bei einem berechtigten Interesse durchsetzen“, so der Anwalt, der Vorsitzender der Arbeits­gemeinschaft Arbeits­recht im Deutschen Anwalt­verein ist.

Kein Recht auf Einsicht während der Arbeitszeit

Das Recht, die Personal­akte einzusehen, hat der Arbeit­nehmer jederzeit - im Rahmen der Möglichkeiten. In kleineren Unternehmen könne man nicht davon ausgehen, dass dafür im täglichen Ablauf alles stehen und liegen gelassen wird, so Rechtsanwalt Johannes Schipp. Und auch, wer dreimal pro Woche seine Akte lesen möchte, verlangt mitunter zu viel. „In der Regel darf der Arbeit­nehmer die Personal­akte aber nicht während der Arbeitszeit einsehen“, fügt der Fachanwalt hinzu.

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Einsicht nach Jobende nur in Ausnahmefällen

Endet ein Arbeits­verhältnis, haben Arbeit­nehmer üblicherweise kein Einblicks­recht mehr in ihre Personal­akte. „In Einzel­fällen kann es bei berechtigtem Interesse aber möglich sein“, sagt Rechtsanwalt Johannes Schipp. Etwa, wenn in der Personal­akte Zertifikate einer inner­betrieblichen Fortbildung abgelegt sind, die ein Arbeit­nehmer für einen beruflichen Nachweis benötigt.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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