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Arbeitsrecht | 07.06.2021

Arbeitszeit

Haben Arbeit­nehmer Anspruch auf Teilzeit?

Anspruch auf Teilzeit im Teilzeit- und Befristungs­gesetz geregelt

40 Stunden Arbeit pro Woche - mehr ist für viele nicht mit dem Privatleben zu vereinbaren. Kann der Arbeitgeber Mit­arbeiterinnen und Mitarbeitern den Wunsch auf Teilzeit abschlagen?

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Eine Vollzeit­stelle passt für viele nicht zu den persönlichen Lebens­entwürfen. Für andere wiederum ist es schlicht nicht möglich, in Vollzeit zu arbeiten - wegen familiärer Verpflichtungen etwa. Stellt sich die Frage: Haben Arbeit­nehmer einen Anspruch darauf, in Teilzeit zu arbeiten?

Allgemeiner Anspruch auf Teilzeitarbeit

„Ja, grund­sätzlich hat man einen Anspruch“, sagt Johannes Schipp, Fachanwalt für Arbeits­recht in Gütersloh. Das Recht auf Teilzeit ist im Teilzeit- und Befristungs­gesetz (TzBfG) geregelt. „Ein Arbeit­nehmer, dessen Arbeits­verhältnis länger als sechs Monate bestanden hat, kann verlangen, dass seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verringert wird“, steht dort in Paragraf 8.

Die Voraussetzungen

Der Anspruch bestehe aber nur unter bestimmten Voraus­setzungen, schränkt Johannes Schipp ein. Zum einen muss der eigene Arbeitgeber in der Regel mehr als 15 Arbeit­nehmer beschäftigen. Wichtig sei zudem das richtige Vorgehen bei der Beantragung. Die Verringerung der Arbeitszeit muss man dem Arbeitgeber spätestens drei Monate vor Beginn in Textform mitteilen. Das ist auch per Mail möglich. Außerdem müssen Arbeit­nehmer angeben, wie sie die Arbeitszeit verteilen möchten.

Sofern keine betrieblichen Gründe dagegen­sprechen, muss der Arbeitgeber dem Wunsch des Arbeit­nehmers in der Regel zustimmen. Seine Ent­scheidung muss er innerhalb einer bestimmten Frist mitteilen, „spätestens einen Monat vor gewünschtem Beginn der Teilzeit­tätigkeit“, so Schipp. „Wenn bis dahin nichts passiert, dann bleibt es bei den Wünschen des Arbeit­nehmers und die Teilzeit gilt als bewilligt.“

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Ablehnung nur bei besonderen Gründen

Es sei bei Teilzeit­verlangen aber gar nicht so selten, dass sich Arbeitgeber und Arbeit­nehmer nicht einigen können, so Schipp. Vor Gericht sei es für Arbeitgeber jedoch nicht einfach, dringende betrieb­liche Gründe geltend zu machen, die gegen einen Teilzeit­wunsch sprechen. „Die Latte liegt da ziemlich hoch“, sagt der Arbeits­rechtler.

Denkbar sei beispiels­weise, dass der Arbeitgeber keine Fachkraft finden kann, die offene Arbeits­zeiten der Teilzeit­kraft abdecken könnte, weil es sich um eine hoch spezialisierte Tätigkeit handelt.

Arbeitgeber kann Festlegung der Lage der Arbeitszeit mitbestimmen

Geht es allerdings darum, wie genau die Teilzeit gestaltet wird, haben Arbeitgeber schon eher Chancen, sich im Streitfall vor Gericht durch­zusetzen, so die Einschätzung des Arbeits­rechts­experten. So wird der Arbeitgeber es ablehnen dürfen, wenn zwei Teilzeit­kräfte in seinem Unternehmen jeweils nur vormittags arbeiten wollen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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