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Arbeitsrecht | 07.12.2021

Krankheit

Häufige Kurz­erkrankungen: Kann der Arbeitgeber kündigen?

Arbeits­unfähigkeit und die daraus resultierenden Fehlzeiten können eine Kündigung recht­fertigen

Viele glauben, dass man wegen Krankheit nicht gekündigt werden kann. Fehlt ein Arbeit­nehmer aber sehr häufig, kann das unter Umständen Konsequenzen haben. Ein Rechts­experte erklärt die Regeln.

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Wer krank ist, sollte nicht zur Arbeit gehen. Das wird Beschäftigten immer wieder eingebläut. Gleich­zeitig sehen Arbeitgeber es nicht gerne, wenn bestimmte Mit­arbeiterinnen oder Mitarbeiter sehr häufig kurzzeitig ausfallen. Kann das auch rechtliche Folgen haben?

Kündigung wegen möglich

Die Annahme, man könne wegen Krankheit gar nicht gekündigt werden, stimmt jedenfalls nicht. Jürgen Markowski, Fachanwalt für Arbeits­recht, erklärt es so: Grund­sätzlich gilt für Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer das Kündigungs­schutz­gesetz, wenn ihr Arbeits­verhältnis länger als sechs Monate besteht und im Betrieb regelmäßig mehr als zehn Mitarbeitende beschäftigt sind. Das bedeutet: Möchte einem der Arbeitgeber dann kündigen, braucht er für jede Kündigung einen Grund.

Hohe Hürden für die Kündigung

Häufige Kurz­erkrankungen, also wenn Arbeit­nehmerinnen oder Arbeit­nehmer immer wieder kurze Zeit oder auch nur einen Tag fehlen, können laut Markowski ein sogenannter personen­bedingter Grund sein.

Ausschlaggebend für eine Kündigung sind in dem Fall „störende Auswirkungen“ auf das Arbeits­verhältnis. „Die Störung“ des Arbeits­verhältnisses liege dann darin, dass der Ausfall für den Arbeitgeber nicht im Voraus berechenbar ist. Allerdings gilt: Die Hürden sind in einem solchen Fall sehr viel höher als etwa bei einer verhaltensbedingten Kündigung. „Verhalten kann ich beeinflussen, Krankheit nicht“, so Markowski.

Mehrere Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Laut Bundes­arbeits­gericht brauche es für eine Kündigung wegen Krankheit deshalb drei Voraus­setzungen:

  • Der Arbeitgeber muss davon ausgehen, dass sich die häufigen Erkrankungen fortsetzen (negative Prognose).
  • Die prognostizierten Kurz­erkrankungen müssen zu einer erheblichen Beeinträchtigung betrieblicher oder wirtschaftlicher Interessen des Arbeit­gebers führen.
  • Interessen von Arbeitgeber und Arbeit­nehmer müssen umfassend gegeneinander abgewogen werden. Dabei spielen unter anderem etwa Faktoren wie das Alter oder die Dauer der Betriebs­zugehörigkeit des Arbeit­nehmers eine Rolle.

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Einzelfall schwerer wiegen als der Kündigungswunsch des Arbeitgebers

Bei älteren Beschäftigen und denjenigen, die lange Zeit im Betrieb tätig waren, muss der Arbeitgeber zum Beispiel das Interesse an einer Weiter­beschäfti­gung berücksichtigen. In diesen Fällen geht man davon aus, dass die Beschäftigten es schwerer haben werden, einen neuen Arbeits­platz zu finden. Das kann im Einzelfall schwerer wiegen als der Kündigungs­wunsch des Arbeit­gebers.

Wichtig sei auch die Frage, ob vielleicht die Arbeit im Betrieb etwas mit der Krankheit zu tun hat. „Nur wenn der Arbeitgeber hinter alle Punkte einen Haken machen kann, kann er kündigen“, so Markowski.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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