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Versicherungsrecht | 13.10.2017

Häusliche Pflege

Häusliche Pflege: So organisieren Sie die Pflege zu Hause Schritt für Schritt

Praktische Tipps für pflegende Angehörige

Wird ein naher Angehöriger pflege­bedürftig und möchte auf keinen Fall in ein Heim, muss auf die Schnelle viel organisiert werden. Tipps für die Organisation der Pflege zu Hause.

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Von jetzt auf gleich kann es passieren. Ein Sturz oder ein Unfall mit komplizierten Brüchen, ein langer Krankenhaus­aufenthalt - und danach ist nichts mehr wie es war. Der Betroffene kann den Alltag alleine nicht mehr bewältigen, ist pflege­bedürftig, will aber unter keinen Umständen ins Heim. Schließlich ist es zu Hause, in der vertrauten Umgebung, am schönsten. Jetzt müssen die Angehörigen handeln und die Pflege daheim organisieren. Das sind die ersten Schritte:

Pflegestufe beantragen

„Als allererstes sollte mit der zuständigen Pflegekasse Kontakt aufgenommen und Pflege beantragt werden“, rät Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln. Um einzuschätzen, ob und in welchem Maß Pflege­bedürftigkeit vorliegt, kommt ein Gutachter des Medizinischen Dienstes der Kranken­kassen (MDK) beim Patienten zu Hause vorbei. Wird dann einer der fünf Pflegegrade bewilligt, beginnt ab dem Tag, an dem der Antrag eingereicht wurde, die Zahlung des Pflege­geldes. Existiert eine private Pflege­versicherung, sollte man diese ebenfalls sofort anschreiben.

Sich beraten lassen

Als nächstes steht an, den Hausarzt über die neue Lebenssituation des Patienten zu informieren. „Der Hausarzt kennt die Situation vor Ort gut und kann Tipps geben“, sagt Christine Sowinski. Daneben gibt es weitere Anlauf­stellen, bei denen sich Pflege­bedürftige und Angehörige beraten lassen können. „Das sind etwa Pflegestütz­punkte oder Beratungs­stellen von Kirchen und Wohlfahrts­verbänden“, erklärt Bettina Sauer von der Stiftung Warentest. Ihr Tipp: Interessierte können per Postleit­zahl nach Ansprech­partnern suchen - auf der Internet­seite des Zentrums für Qualität in der Pflege. „Wichtig ist, dass ein ambulanter Pflege­dienst den Patienten in seiner Wohnung berät“, betont Thomas Meißner vom Deutschen Pflegerat. Der Experte kann nur vor Ort ausmachen, wie welcher Pflege­bedarf realisiert werden kann. Auch gibt er Tipps, ob Änderungen in der Wohnung vorgenommen werden müssen, damit es der Pflege­bedürftige im Alltag einfacher hat. In manchen Wohnung ist das Pflegebett im Wohnzimmer besser aufgehoben - beispiels­weise, wenn sich das Bad auf demselben Stockwerk befindet.

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Hilfsmittel beantragen

Apropos Pflegebett: Solche Hilfsmittel genehmigen Kassen je nach Bedarf. Sogenannte Pflegehilfs­mittel können Angehörige gleich mitbeantragen. „Darauf hat jeder Patient mit Pflegegrad einen Anspruch“, betont Christine Sowinski. Das sind zum Beispiel Bettschutz­einlagen, Einmal­handschuhe oder Desinfektions­mittel. Zu den Hilfs­mitteln gehören neben dem Pflegebett ein Badewannen­lifter, ein Rollator, ein Rollstuhl, eine Toiletten­sitz-Erhöhung oder Inkontinenz­einlagen.

Personal zusammenstellen

Ein ambulanter Pflege­dienst, der rund um die Uhr da ist, verschlingt Monat für Monat fünfstellige Summen, sagt Sauer. Für die meisten ist das unbezahlbar. Eine Alternative kann unter Umständen eine Betreuungs­kraft aus Osteuropa sein, die wochenweise mit im Haushalt lebt. Eine 24-Stunden-Betreuung ist oft aber gar nicht nötig. In vielen Fällen reicht es, wenn der Pflege­dienst stunden­weise vorbeikommt. Helfen können häufig auch Partner, Kinder oder Enkel. „Bei einer Familien­konferenz kann festgelegt werden, wer in der Familie in der Lage ist, was zu machen“, erklärt Christine Sowinski.

Essen und Trinken organisieren

Wer nicht (mehr) kochen kann oder will, kann Dienste wie Essen auf Rädern in Anspruch nehmen. Mitarbeiter von Wohlfahrts­verbänden, privaten Trägern, Senioren­einrichtungen oder auch von Metzgereien liefern ein Menü nach Hause. „Häufig sind Hauptmahl­zeiten ab ungefähr fünf Euro zu haben“, sagt Bettina Sauer. Für die Kosten müssen die Pflege­bedürftigen selbst aufkommen.

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Hausnotruf installieren lassen

Wer pflege­bedürftig ist und alleine lebt, sollte einen Hausnotruf haben, um in einem Notfall Hilfe rufen zu können. Per Fingerdruck auf einer Art Armband hat der Pflege­bedürftige die Möglichkeit, Kontakt mit einer Notruf­stelle aufzunehmen. Einen Hausnotruf bieten zum Beispiel die Malteser oder das Deutsche Rote Kreuz an. Die Kosten liegen bei etwa 20 Euro im Monat plus Anschluss­gebühr. „Pflege­kassen übernehmen auf Antrag 18,36 Euro, wenn man meist allein zu Hause ist und mindestens Pflegegrad eins hat“, erklärt Bettina Sauer.

An sich denken

Wer die Pflege für einen Bedürftigen organisiert, sollte nicht den Mut verlieren. Am Anfang kommen die Probleme mit Wucht auf einen zu, sagt Sowinski. Meist pendelt sich aber alles nach etwa acht Wochen ein. Stellt sich heraus, dass Angehörige überfordert sind, sollten sie nicht zögern, erneut eine Beratungs­stelle aufzusuchen. Eine Lösung kann dann vielleicht ein Mittelweg sein: Der Bedürftige besucht einmal oder mehrmals die Woche eine Tagespflege-Einrichtung. So haben die Angehörigen mehr Zeit für eigene Bedürfnisse.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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