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Arbeitsrecht | 14.11.2017

Nebenjob

Haupt- und Zweitjob: So wird aus mehr Arbeit auch mehr Geld

Was Arbeit­nehmer bei der Arbeit in mehreren Jobs beachten sollten

Das Einkommen reicht nicht, der Hauptjob ist zu langweilig: Immer mehr Arbeit­nehmer suchen sich eine zweite Beschäftigung - aus ganz verschiedenen Gründen. Damit es mit dem Zweitjob klappt, müssen sie allerdings nicht nur eine passende Stelle finden.

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Kathrin Fischeidl ist 26, hat ein Studium absolviert, zwei Abschlüsse und drei Jobs. Einmal in der Woche arbeitet die Kunst­historikerin im Minijob bei einem Auktions­haus und an drei weiteren Tagen in der IT-Abteilung eines Museums. Zusätzlich macht sie über die Volks­hochschule Nachmittags­betreuung für Grund­schüler. „Mein Ziel ist schon irgendwann eine Vollzeit­stelle im Kunst- und Kultur­bereich“, sagt sie. „Doch das ist nicht so einfach.“

Zahl der Mehrfachbeschäftigungen gestiegen

Kathrin Fischeidl ist nicht die einzige Berufstätige, die mehr als einen Job hat. Ende 2016 zählte die Bundes­agentur für Arbeit 3,2 Millionen Mehrfach­beschäftigte. Nach Daten des Instituts für Arbeits­markt- und Berufs­forschung (IAB) hat sich ihre Zahl seit 2003 mehr als verdoppelt. Die meisten kombinieren eine sozial­versicherungs­pflichtige Haupt­beschäftigung mit einem Minijob bis 450 Euro. Andere haben zwei sozial­versicherungs­pflichtige Jobs, wieder andere verdienen nebenbei als Selbstständige, und manche üben mehrere Minijobs gleich­zeitig aus.

„Minijobs gibt es meist bei Tätigk­eiten, wo man Arbeits­spitzen hat“, erklärt Wolfgang Buschfort, Presse­sprecher der Minijob-Zentrale, die alle gering­fügigen Beschäftigungs­verhältnisse registriert und verwaltet. Das ist zum Beispiel in der Gastronomie und im Einzel­handel der Fall, wo in der Hochsaison mehr Arbeit anfällt als im Rest des Jahres. „Für die meisten ist das keine Lebens­perspektive. Die wollen sich über einen bestimmten Zeitraum ein bisschen was dazu verdienen“, sagt Wolfgang Buschfort. Laut IAB verdienen Mehrfach­beschäftigte in ihrem Hauptjob durchschnittlich rund 570 Euro weniger als Menschen, die nur eine Stelle haben.

Zweitjobs neben regulären Stelle sind steuer- und sozialversicherungsfrei

Eine gering­fügige Beschäftigung hat den Vorteil, dass sie als Zweitjob neben einer regulären Stelle steuer- und sozial­versicherungs­frei ist. Auch von der Renten­versicherungs­pflicht können Minijobber sich befreien lassen - und kommen trotz dieser Vergünstigungen in den Genuss von Urlaubs­anspruch oder Lohn­fort­zahlung im Krankheits­fall. Die Bedingung dafür ist, dass der Zuverdienst die Grenze von insgesamt 450 Euro nicht über­schreitet, auch wenn man mehrere Minijobs gleich­zeitig hat. Außerdem ist zusätzlich zur Haupt­beschäftigung nur ein Minijob abgabenfrei.

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Bei kurzfristigen Beschäftigungen kann Lohnsteuer fällig werden

Auch kurzfristige Beschäftigungen, die nicht länger als drei Monate oder 70 Arbeitstage dauern, sind für den Arbeit­nehmer sozial­versicherungs­frei. Allerdings kann Lohnsteuer fällig werden, wenn diese nicht vom Arbeitgeber pauschal abgeführt wird. „Wenn die Haupt­tätigkeit mit der Steuer­klasse I abgerechnet wird, fällt die zweite Beschäftigung automatisch in die Steuer­klasse VI“, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler.

Das heißt konkret, dass zunächst einmal relativ viel Lohnsteuer abgezogen wird - die man sich dann zum Teil über die Steuer­erklärung zurückholen kann. Wer den hohen Steuerabzug vermeiden möchte, kann eventuell einen Antrag auf Lohnsteuer­ermäßigung beim Finanzamt stellen, sagt Isabel Klocke.

Nebenbeschäftigung mit Chef absprechen

Ob man überhaupt eine zweite Arbeit ausüben darf, hängt vom Arbeitgeber ab. „Arbeits­rechtlich gesehen darf man einen Nebenjob haben, sofern er nicht den Interessen des Arbeit­gebers entgegensteht“, sagt Nathalie Oberthür, Fach­anwältin für Arbeits­recht.

In den meisten Arbeits­verträgen gebe es entsprechende Passagen, die eine weitere Beschäftigung nach Absprache erlauben. Verbieten kann der Chef zum Beispiel einen Zweitjob bei der Konkurrenz oder Tätigk­eiten, die auf Kosten der Leistung seiner Angestellten gehen: Zum Beispiel wenn der Arbeit­nehmer müde ins Büro kommt, weil er nachts Taxi fährt.

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Pro Woche dürfen maximal 48 Stunden gearbeitet werden

Wie viel man nebenbei arbeiten darf, hängt von der Stundenzahl ab. Die wird bei mehreren abhängigen, also nicht selbstständigen Beschäftigungs­verhältnissen zusammen­gerechnet: Mehr als 48 Stunden pro Woche dürfen es nicht sein. „Wenn man neben her selbst­ständig beschäftigt ist, ist das Arbeitszeit­gesetz dagegen kein Thema“, erklärt Rechtsanwältin Nathalie Oberthür.

Problematisch wird es dann höchstens, wenn die Arbeitszeit sich über­schneidet. Wenn die Schicht an der Kinokasse bereits anfängt, der Chef aber möchte, dass das Angebot an den Geschäfts­partner fertiggestellt wird, haben Arbeit­nehmer kein Recht zu gehen.

Bei genehmigter Nebentätigkeit ist auch jobben im Urlaub möglich

„Normalerweise gibt der Arbeitgeber die Arbeits­zeiten vor“, sagt Rechtsanwältin Nathalie Oberthür. Zwar müssen Angestellte die Möglichkeit haben, ihren privaten Interessen nachzugehen. Ob eine weitere Beschäftigung als privates Interesse gewertet wird, ist aber fraglich. Knifflig wird es auch bei der Frage, ob man im Urlaub arbeiten darf: Schließlich könnte man die freien Tage in einem Job hervorragend nutzen, um in Ruhe seinem Zweit- oder Drittjob nach zugehen.

„Eigentlich darf man während des Urlaubs keine Erwerbs­tätigkeit ausüben“, sagt Rechtsanwältin Nathalie Oberthür. Schließlich ist er zur Erholung da. Bei einer genehmigten Neben­tätigkeit ist das allerdings anders. Arbeit­nehmer müssen also nicht in beiden Jobs gleich­zeitig Urlaub zunehmen - Arbeit im einen und Urlaub im anderen Job dürfen sich über­schneiden.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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