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Verbraucherrecht | 08.05.2017

Heizölkauf

Heizöl billig kaufen: Worauf Verbraucher beim Heizölkauf achten sollten

Verbraucher, die ihre leeren Tanks auffüllen müssen, können sparen, wenn sie einiges beachten

Nach der Heizsaison ist vor der Heizsaison. Ist der Öltank jetzt leer, lohnt es sich nach­zubestellen. Wenn Nachbarn sich zusammentun und eine Sammel­bestellung aufgeben, gibt es sogar Rabatt.

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Der Winter ist vorbei - und bei vielen Haus­eigentümern der Heizöltank halbleer. Viele glauben, dass sie jetzt, in der milden Jahreszeit, besonders günstig Heizöl kaufen können und bei fallenden Temperaturen mit höheren Preisen rechnen müssen. Doch diese alte Regel gilt längst nicht mehr unbedingt.

Vorhersagen für Preisentwicklung kaum möglich

„Jetzt kann durchaus ein guter Zeitpunkt für den Heizölkauf sein“, sagt Adrian Willig vom IWO Institut für Wärme und Oeltechnik in Hamburg. Betrachtet man allerdings die Preise­ntwicklung der vergangenen Jahre, so lassen sich nicht immer die gleichen saisonalen Effekte feststellen. Da sich der Heizölp­reis am Ölpreis an der Börse orientiert, sind kaum Vorhersagen möglich.

Die Entwicklung des Ölpreises und damit auch des Heizöl­preises hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der US-Dollarkurs spielt eine Rolle, aber etwa auch Angebot und Nachfrage auf den Ölmärkten. Hinzu kommt die Energie­steuer, die ein fester Betrag pro Liter ist. „Das heißt, je günstiger das Heizöl ist, desto größer ist der Anteil der Energie­steuer am Preis“, erläutert Adrian Willig vom IWO Institut für Wärme und Oeltechnik in Hamburg.

Preisvergleiche können sich auszahlen

Wer günstig Heizöl einkaufen möchte, sollte regelmäßig die Preise mehrerer Anbieter vergleichen. „Das lohnt sich in jedem Fall, denn es kann mitunter gewaltige Preis­unterschiede geben“, sagt Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energie­verbraucher in Unkel bei Bonn.

Am einfachsten funktioniert der Heizölp­reis-Vergleich über das Internet. Nach Eingabe von Postleit­zahl, Heizöl­sorte und -menge ermitteln Datenbanken den Preis, den Händler aktuell anbieten. Zusätzlich kann das Angebot eines örtlichen Mineralöl­händlers eingeholt werden. „Verglichen werden sollten dabei die Endpreise und nicht die häufig grafisch hervor­gehoben dargestellten Preise pro 100Liter“, rät Annegret Jende von der Stiftung Warentest in Berlin. Bei den fettgedruckten Preisen fehlten mitunter bestimmte Zuschläge wie Gefahrgut­aufschlag oder Liefer­pauschale. „Gerade besonders günstige Anbieter haben oft lange Liefer­zeiten bis zu 25 Werktage“, so Annegret Jende von der Stiftung Warentest in Berlin.

Grund­sätzlich gilt, dass Heizöl­preise regional unterschiedlich ausfallen. Auch die individuelle Situation des Kauf­interessenten hat Einfluss auf den Preis. Wenn sein Grundstück beispiels­weise nur mit einem kleinen - und nicht wie eigentlich üblich mit einem großen -Tankwagen angefahren werden kann, dann wird es für den Kunden teurer. Mehr Geld müssen Kunden in aller Regel auch dann zahlen, wenn das Heizöl kurzfristig und in eher kleinerer Menge geliefert werden soll.

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Sammelbestellung senkt Heizöl-Rechnung

Im Umkehr­schluss bedeutet das, dass bei größeren Abnahme­mengen der Preis pro Liter sinkt. „Insofern sollten sich mehrere Verbraucher zusammentun und gemeinsam Heizöl bestellen“, empfiehlt Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energie­verbraucher in Unkel bei Bonn. Vielerorts haben Verbraucher privat sogenannte Bestell­gemeinschaften gebildet, zum Beispiel Nachbarn untereinander. Über Internet­portale sind organisierte Sammel­bestellungen ebenfalls möglich. Dabei gilt: Liegen die Abnahme­stellen dicht nebeneinander, ist der Liefer­aufwand gering - das ist für die Mitglieder der Bestell­gruppe von Vorteil.

Es sollte aber darauf geachtet werden, dass jeder der Beteiligten selbst für die Bezahlung seiner Menge verantwortlich bleibt. Deshalb sollten alle bei einer Sammel­bestellung bar oder per Karte zahlen. Vorsicht ist angesagt bei einer Rechnung: Wird auf Rechnung gekauft und zahlt einer der Besteller seinen Anteil nicht, dann muss der Haupt­besteller für ihn aufkommen.

Oft gibt es zudem bei einer Bar- oder Karten­zahlung noch einmal einen kleinen Rabatt vom Lieferanten. Sammel­bestellungen haben aber auch einen Nachteil: „Sie schränken natürlich die eigene Flexibilität, auf Preis­schwankungen zu reagieren, erheblich ein“, erklärt Adrian Willig vom IWO Institut für Wärme und Oeltechnik in Hamburg.

Wird Heizöl geliefert, dann muss in jedem Fall die Heizung ausgeschaltet sein. Etwa zwei Stunden nach der Tank­befüllung kann sie problemlos wieder eingeschaltet werden. Heizöl kann für mehrere Monate oder sogar noch einen längeren Zeitraum bevorratet werden.

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Bestellung kann widerrufen werden

Wichtig zu wissen: Der Kauf von Heizöl fällt nach einem Urteil des Bundes­gerichts­hofs in Karlsruhe unter das Fernabsatz­gesetz. Das bedeutet, dass Kunden die Bestellung innerhalb von 14 Tagen widerrufen können, sollten sie das Heizöl online, am Telefon oder per Fax geordert haben (Bundesgerichtshof, Urteil vom 17.06.2015, Az. VIII ZR 249/14).

Wer nachhaltig Brennstoff sparen möchte, sollte erwägen, seine Tankanlage mit Öl-Brennwert­technik modernisieren zu lassen, rät Adrian Willig vom IWO Institut für Wärme und Oeltechnik in Hamburg. Ein Öl-Brennwert­kessel kann nach seinen Angaben den Brennstoff­bedarf im Vergleich zur alten Heizung gewaltig reduzieren, „und zwar um bis zu 30 Prozent“.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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