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Arbeitsrecht | 20.07.2021

Hochwasser

Hochwasser­folgen: Was Arbeit­nehmer jetzt wissen müssen

Welche Rechte Arbeit­nehmer jetzt haben

Wurde die eigene Wohnung überflutet oder das Haus nach einem Hochwasser unbewohnbar, wird der Job nachrangig. Aber wie sieht es rechtlich aus? Was gilt für vom Hochwasser betroffene Arbeit­nehmer?

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Die Lage in den Hochwasser­gebieten in Deutschland entspannt sich. Viele Betroffene aber stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Zwischen Aufräum­arbeiten und Existenz­sorgen wird der Job natürlich nachrangig. Dürfen Arbeit­nehmer, die Opfer des Hochwassers geworden sind, der Arbeit fernbleiben?

Anspruch auf bezahlte Freistellung von etwa fünf Tagen

Ja, zumindest für die erste Zeit. Wie Nathalie Oberthür, Fach­anwältin für Arbeits­recht aus Köln erklärt, müssen betroffene Arbeit­nehmer für die ersten Tage, wenn sie wegen der Hochwasser­schäden an der Arbeit gehindert sind, bezahlt freigestellt werden. Das ist in Paragraf 616 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) geregelt.

Diese Regelung greife aber nur für einen kurzen Zeitraum von etwa fünf Tagen. „Ist die Arbeits­leistung längere Zeit objektiv unmöglich, darf der Arbeit­nehmer der Arbeit auch weiterhin fernbleiben, erhält aber keine Vergütung mehr“, so die Arbeits­rechts­expertin.

Bei Betriebsschäden: Weiter Geld für Arbeitnehmer

Sollte der Arbeitgeber betroffen sein, weil der Betrieb wegen der Hochwasser­schäden nicht weiter­laufen kann, behalten Arbeit­nehmer laut Oberthür ihren Anspruch auf Vergütung, auch wenn sie nicht arbeiten können. „Kurzarbeit kann das Problem für beide Seiten abmildern.“

Daneben sind auch viele eher indirekt von den Folgen des Hochwassers betroffen, zum Beispiel weil der Bahnverkehr noch nicht überall wieder uneingeschränkt läuft oder das eigene Auto beschädigt wurde. Das kann für den Weg zur Arbeit zur Heraus­forderung werden.

Alternative für den Fahrweg

Hier gilt Oberthür zufolge: Wenn Arbeit­nehmer von der Situation überrascht werden, ist eine Verspätung nicht pflicht­widrig und kann daher nicht sanktioniert werden. Arbeit­nehmer müssen also keine Abmahnung oder gar Kündigung fürchten.

Anders sieht es allerdings aus, wenn die Schäden bekannt sind und der Arbeit­nehmer sich darauf einstellen kann. „Dann muss er Alternativen für den Fahrtweg suchen, sofern sie vorhanden sind“, sagt die Fach­anwältin. Ein Vergütungs­anspruch bestehe für die Verspätungs­zeit aber in beiden Fällen nicht.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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