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Arbeitsrecht | 18.01.2022

Sabbatical

„Ich bin dann mal weg“: Was Sie über ein Sabbatical wissen müssen

Fragen und Antworten zum Sabbatical im Überblick

Eine längere Auszeit im Job gefällig? Ein Sabbatical ist nicht nur für gestresste Manager eine Option. Doch besteht ein Anspruch darauf? Und wie funktioniert das? Was Beschäftigte dazu wissen müssen.

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Der Alltag in der Arbeitswelt verursacht mitunter Stress - auch die anstrengende Corona-Zeit macht vieles nicht gerade leichter. Manche Beschäftigte möchten einfach mal ihre berufliche Routine durch­brechen und eine längere berufliche Auszeit nehmen. Möglich ist das beispiels­weise mit einem Sabbatical.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Sabbatical?

„Das ist individuell verschieden“, sagt Ute Bölke, Karriere-Coach in Wiesbaden. Auslöser für den Wunsch nach einer längeren Auszeit im Job können Erschöpfung, ein Burnout oder etwa die Corona-Zeit sein.

Viele wollen mit einem Sabbatical auch ihr Berufsleben überdenken und sich neu orientieren - etwa wenn sie viele Jahre in einem Job gearbeitet haben, erklärt Silvia Hänig, Chefin der Kommunikations­beratung Ikom in München.

Ein anderes Motiv kann sein, dass sich die eigene Branche strukturell verändert. Oder man möchte sich bei einer Fortbildung neues Wissen aneignen.

„Der richtige Zeitpunkt für ein Sabbatical hängt auch von der wirtschaftlichen Situation des Arbeit­gebers ab“, so Hänig. Befindet sich ein Unternehmen gerade im Umstrukturierungs­prozess, sei es nicht empfehlens­wert, den Chef oder die Chefin nach einer Auszeit zu fragen. Auch wenn die Firma neue Geschäfts­felder entwickelt, sollte man laut Hänig Vorgesetzte besser nicht mit dem Wunsch konfrontieren.

Wie lange dauert in der Regel ein Sabbatical?

Auch das ist unterschiedlich. Es kann ein ganzes Jahr dauern, aber mitunter sind es auch nur neun, sechs oder drei Monate.

Wie lange im Voraus sollten Arbeitnehmer das planen?

Mindestens sechs Monate, besser ein Jahr im Voraus sollten laut Hänig Beschäftigte bei der Unternehmens­leitung ihr Anliegen zur Sprache bringen.

So kann die Firma für die Dauer des Sabbaticals nach einer Vertretung suchen. „Je größer das Unternehmen ist, desto eher ist es in der Lage, den personellen Ausfall durch eine berufliche Auszeit zu kompensieren“, sagt Bölke.

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Wie können Beschäftigte sich rechtlich absichern?

Eine mehr­monatige Unter­brechung der Tätigkeit müssen Arbeitgeber und Arbeit­nehmer vertraglich vereinbaren. In dem Schrift­stück sollte auch ein Rückkehr­anspruch in die alte Position vermerkt werden - falls der oder die Beschäftigte dies wünscht. Außerdem sinnvoll: mit dem Arbeitgeber ein Verbot betriebsbedingter Kündigung zu vereinbaren.

Wie läuft ein Sabbatical finanziell ab?

„Beschäftigte können zum Beispiel unbezahlten Sonder­urlaub nehmen“, so Bölke. Allerdings sind frei­gestellte Arbeit­nehmerinnen und Arbeit­nehmer verpflichtet, selbst für die Kranken- und Pflege­versicherung aufzukommen. Bei der Renten- und Arbeitslosen­versicherung ist es möglich, sich freistellen zu lassen.

Außerdem gibt es die Option, die Zeit für das Sabbatical vor- oder nachzuarbeiten. „Der Vorteil hierbei liegt darin, dass weiter Gehalt auf dem Konto landet und zudem der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin weiter die Sozial­versicherungs­beiträge zahlt“, erklärt Bölke. Dabei kommen bereits geleistete Über­stunden auf ein Zeitwert­konto.

Zudem können Beschäftigte sich auch eine Zeit lang ihr Gehalt reduziert auszahlen lassen - oder sich etwa das Weihnachts- und Urlaubsgeld erst später vom Arbeitgeber überweisen lassen.

Möglich ist oft auch ein Teilzeit­modell. Dabei arbeiten Beschäftigte in Vollzeit für ein entsprechend niedrigeres Gehalt. Das angesparte Entgelt zahlt der Arbeitgeber dann später in der Freistellungs­phase aus. Beschäftigte sollten das vor Beginn des Sabbaticals vereinbaren.

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Wer kann eine solche Auszeit nehmen?

„Früher war eine Auszeit vom Job etwas für dauer­gestresste Manager auf ihrem weiteren Weg nach oben“, sagt Hänig. Dies hat sich inzwischen geändert. Ein Sabbatical ist längst kein Privileg mehr für Manager und andere Führungs­kräfte.

„In meiner Beratungs­praxis ist bei Akademikerinnen und Akademikern allerdings ein Sabbatical verbreiteter als etwa bei Hand­werkerinnen und Handwerkern“, räumt Bölke ein.

Besteht ein Anspruch auf ein Sabbatical?

Im Öffentlichen Dienst ja, in der Privat­wirtschaft zumeist nicht. Es kann aber sein, dass ein Anspruch auf ein Sabbatical in einem Arbeits- oder in einem Tarif­vertrag verankert ist.

Wofür dürfen Arbeitnehmer ihr Sabbatical nutzen?

Hausbau, Weltreise, Fortbildung - möglich ist alles, worauf man Lust hat. Beschäftigte sind nicht verpflichtet, dem Arbeitgeber zu sagen, was sie während des Sabbaticals tun. „Aber fürs betrieb­liche Miteinander ist es doch gut, wenn man dies mitteilt“, so Hänig.

Zudem kann es von Vorteil sein, wenn man den Nutzen des Sabbaticals auch für das Unternehmen deutlich macht - vor allem, wenn ein Arbeitgeber nicht in der Pflicht steht, ein Sabbatical zu bewilligen.

Macht sich ein Sabbatical gut im Lebenslauf?

Ja, findet Hänig. Wer ein Sabbatical gemacht hat, zeigt sich selbst­bewusst und signalisiert: ich nehme meine Karriere­planung selbst in die Hand. „Vor allem, wenn die Gründe für das Sabbatical plausibel sind, macht sich das gut im Lebenslauf“, betont Bölke.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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