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Versicherungsrecht | 18.06.2020

Versicherungs­schutz

Im Ehrenamt richtig versichert

PrĂĽfen Sie vor Aufnahme eines Ehrenamtes den Versicherungs­schutz bei der jeweiligen Organisation

Ehren­amtlich Engagierte sollten sich mit ihrem Versicherungs­schutz befassen - und ihn gegebenenfalls anpassen. Ansonsten droht ihnen, dass sie im Fall eines Falles auf dem Schaden sitzen­bleiben.

Vorlesen im Senioren­heim, Wanderwege anlegen oder Sprach­unterricht geben - viele engagieren ihrer Freizeit. Ihre Tätigkeit nennt sich Ehrenamt, bĂĽrger­schaftliches Engagement oder Freiwilligen­arbeit - „die Grenzen hier sind flieĂźend“, sagt Philipp Opfermann von der Verbraucher­zentrale NRW in DĂĽsseldorf.

Eines haben alle gemeinsam: Sie kommen anderen zu Gute, erfolgen freiwillig und unentgeltlich. Wobei es bei Letzterem Ausnahmen geben kann. Doch eines ist unabdingbar: Ehren­amtlich Engagierte sollten ihren Versicherungs­schutz im Blick haben, damit sie im Falle eines Falles nicht auf einem Schaden sitzen­bleiben.

Oft besteht gesetzlicher Unfallschutz

Knapp 16 Millionen Ehren­amtlich Tätige gab es Schätzungen zufolge im Jahr 2019 in Deutschland. In vielen Fällen besteht fĂĽr sie ein Versicherungs­schutz ĂĽber die gesetzliche Unfall­versicherung. Zudem haben die meisten Bundes­länder eine zusätzliche Sammel­versicherung im Bereich Unfall und Haftpflicht abgeschlossen.

Die gesetzliche Unfall­versicherung kommt fĂĽr die Kosten einer Heil­behandlung und einer Reha­bilitation auf. Sie zahlt zudem eine Rente bei schweren dauerhaften Gesundheits­schäden. Die gesetzliche Unfall­versicherung ist fĂĽr viele Ehren­amtlich Tätige kostenfrei, mit anderen Worten: Es sind keine Beiträge zu zahlen.

LĂĽcken im Zweifel selbst schlieĂźen

Philipp Opfermann von der Verbraucher­zentrale NRW in DĂĽsseldorf rät Engagierten, vor Aufnahme eines Ehrenamtes bei der jeweiligen Organisation zu checken, ob und welcher Versicherungs­schutz besteht. „Auch wenn ein gesetzlicher Schutz existiert, kann es LĂĽcken geben, die es zu kennen und gegebenenfalls zu schlieĂźen gilt“, erklärt Philipp Opfermann von der Verbraucher­zentrale NRW in DĂĽsseldorf.

Beispiel Kfz-Versicherung: Oft sind Ehren­amtlich Engagierte mit ihrem Privat-Pkw fĂĽr den Verein oder die Organisation unterwegs. In der Regel geht alles gut. Aber es kann auch zu einem Unfall mit Schaden am eigenen Pkw kommen. „Dieser Schaden kann auch von der Organisation ĂĽbernommen werden, die sich wiederum dagegen versichern kann“, erklärt Philipp Opfermann von der Verbraucher­zentrale NRW in DĂĽsseldorf.

Privater Haftpflichtschutz sichert ab

Was auch passieren kann: Ehren­amtlich Engagierte können versehentlich im Zuge ihrer Tätigkeit fremden Personen Schaden zufĂĽgen. Eine gesetzliche Absicherung gibt es hierbei fĂĽr Ehrenamtler nicht. Mitunter existiert in einigen, aber längst nicht in allen Fällen, eine sogenannte Vereins­haftpflicht­versicherung.

Ehrenamtler sollten bei ihrer Organisation fragen, ob sie ĂĽber eine solche Police abgesichert sind. Auch wenn eine Sammel­versicherung ĂĽber das jeweilige Bundesland besteht: „Privater Haftpflicht­schutz sollte dennoch immer vorhanden sein“, empfiehlt Philipp Opfermann von der Verbraucher­zentrale NRW in DĂĽsseldorf. Bei dieser Police sind ehrenamtliche Tätigk­eiten in der Regel mit­versichert.

Freiwillig in gesetzlicher Unfallversicherung absichern

Der Gesetzgeber hat eine Reihe von ehren­amtlichen Tätigk­eiten unter Versicherungs­schutz gestellt, aber nicht alle. Bestimmte Ehren­amtlich Tätige können sich durch eine freiwillige Versicherung bei der gesetzlichen Unfall­versicherung VBG absichern, wenn sie etwa einem Natur- oder Tierschutz­verein oder einem Sportverein angehören.

Gleiches gilt, wenn Ehrenamtler im Verbands­gremium fĂĽr eine Arbeitgeber­organisation, eine Gewerk­schaft oder fĂĽr eine Partei im Sinne des Parteien­gesetzes tätig sind. Die VBG bietet Dach­organisationen auch Rahmen­verträge an. „Dies vereinfacht den einzelnen Ehrenamts­trägern und Vereinen die Anmeldung“, sagt Regina Schmidt von der VBG.

Die Kontakt­aufnahme kann online erfolgen. „Alle, die Fragen zum Versicherungs­schutz im Ehrenamt oder Verein haben, können sich an die Unternehmens­betreuung in der regional zuständigen Bezirks­verwaltung der VBG wenden“, ergänzt Regina Schmidt von der VBG.

Beitrag wird rĂĽckwirkend erhoben

Wichtig dabei zu beachten: Sind Engagierte in verschiedenen Organisationen Ehren­amtlich tätig, ist fĂĽr jede Tätigkeit eine gesonderte Beitritts­erklärung nötig.

Der Beitrags­satz fĂĽr die freiwillig Versicherten im Ehrenamt beträgt laut Schmidt 3,50 Euro je ver­sicherter Person fĂĽr das Kalender­jahr 2020. Die VBG erhebt den Betrag zur freiwilligen Versicherung rĂĽckwirkend nach Ablauf eines Kalender­jahres, das heiĂźt fĂĽr das Beitrags­jahr 2020 im Jahr 2021.

Möchte die Organisation keine freiwillige Versicherung bei der VBG abschlieĂźen, sollten sich Versicherungs­berechtigte möglichst selbst absichern. Freiwillig versicherte Ehren­amtlich Engagierte profitieren dann von den Leistungen der gesetzlichen Unfall­versicherung. Zusätzlich kann sich eine Berufs­unfähigkeits­versicherung lohnen. „Standard­lösungen gibt es nicht“, sagt Philipp Opfermann von der Verbraucher­zentrale NRW in DĂĽsseldorf. „Es kommt immer auf den Einzelfall an.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
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