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Bankrecht und Verbraucherrecht | 18.08.2021

Nachhaltige Anlagen

Impact Investment: Kann meine Geldanlage die Welt verändern?

Wie weit reicht mein Einfluss als Anleger?

Mit dem eigenen Geld zugleich Gutes tun und Rendite erzielen? Das muss kein Widerspruch sein. Nachhaltige Anlagen gibt es inzwischen genug. Bleibt die Frage: Wie weit reicht mein Einfluss als Anleger?

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Dürre­zeiten, Hitzewellen, Über­schwemmungen: Nach Annahmen des Welt­klimarates (IPCC) werden Extrem­wetter­ereignisse durch die Klima­erwärmung in Zukunft häufiger. Was das bedeutet, hat sich in den vergangenen Monaten nicht nur in Deutschland, sondern an vielen Orten der Welt gezeigt. Vielen Menschen reicht es da nicht aus, nur Politik und Wirtschaft die Entscheidungen für mehr Klimaschutz zu überlassen. Sie wollen selbst ihren Beitrag leisten.

Zum Beispiel bei der Geldanlage

Jeder Dritte (32 Prozent) ist inzwischen bereit, ökologische Aspekte in seinem Spar- und Anlage­verhalten stärker zu berücksichtigen. Das zeigt eine Umfrage des Markt­forschungs­instituts Opinium im Auftrag des Finanz­dienst­leistungs­unternehmens Fidelity International.

Unterschiede bei den Altersgruppen

Bei jüngeren An­legerinnen und Anlegern ist die Bereitschaft dazu überdurchs­chnittlich: 42 Prozent der 18- bis 34-Jährigen wollen ihr Geld der Umfrage zufolge nachhaltiger anlegen. In der Alters­gruppe der über 55-Jährigen ist es lediglich ein Viertel (25 Prozent).

Solche Umfrage­ergebnisse überraschen Sir Ronald Cohen nicht: „Die Werte haben sich geändert“, sagt der Philantrop und Risiko­kapital­geber. „Umwelt- und Sozial­themen sind für junge Menschen deutlich wichtiger.“ Schließlich gehe es dabei um ihre Zukunft. „Die Folgen des Klima­wandels zeigen sich ziemlich deutlich.“

Anleger wissen um Einfluss

Dieser allmähliche Wertewandel lässt sich schon jetzt an den Finanz­märkten beobachten. Während zum Beispiel Öl­unternehmen in den vergangenen Jahren zum Teil an Börsenwert verloren haben, gewinnen neue innovative Unternehmen wie Tesla deutlich.

Zugleich wächst die Nachfrage nach nachhaltigen Investments. Laut dem jährlichen Markt­bericht des Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) investierten Privat­anleger im Jahr 2020 insgesamt 39,8 Milliarden Euro in nachhaltige Fonds und Mandate. Das waren 21,4 Milliarden Euro oder 117 Prozent mehr als zum Jahresende 2019.

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Bewusste Anlageentscheidungen

Ihre Entscheidungen treffen viele An­legerinnen und Anleger bewusst: 43 Prozent der Befragten sind laut der Opinium-Umfrage überzeugt davon, dass sie durch eine Anlage eine Änderung im Verhalten von Unternehmen bewirken können. 24 Prozent stimmten der Aussage zu, dass Unternehmen, die sich nicht um Nach­haltigkeit kümmern, zu den Verlierern zählen werden, da sie für die Gesellschaft inakzeptabel werden.

Das sieht Sir Ronald Cohen ähnlich. In seinem Buch „Impact“ plädiert er für einen neuen Ansatz des Kapitalismus: Neben einer finanziellen Rendite müsse ein Investment potenziell positive Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt haben. „Die ethische und ökologische Wirkung, die ein Unternehmen hat, wird in der Zukunft nachweisbar und messbar sein“, ist Cohen überzeugt.

Viele sollten mitmachen

„Spätestens der Bericht des Welt­klimarates hat gezeigt, dass es notwendig ist, etwas zu tun“, sagt auch Thomas Küchen­meister von der Nicht­regierungs­organisation (NGO) Facing Finance. „Es braucht einen Wandel zu einer nach­haltigeren Wirtschaft.“ Um das zu erreichen, müssten möglichst viele Menschen mitmachen. Und das könne durchaus gelingen: „Bei Lebens­mitteln schauen viele Verbraucher inzwischen auch auf Bio-Qualität.“

Mit einer Internet­kampagne will Facing Finance Verbraucherinnen und Verbraucher daher für die Frage sensibilisieren, was mit ihrem Geld passiert. Ein ähnliches Angebot macht die Verbraucher­zentrale Bremen. „Als Anleger und Kunde hat man schließlich die Wahl, welche Geschäfts­modelle man unterstützen möchte.“

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Aktionärsrechte nutzen

Doch wie viel Einfluss haben Anleger wirklich? Können Klein­aktionäre große Unternehmen zum Umlenken bewegen? Jürgen Kurz von der Deutschen Schutz­vereinigung für Wertpapier­besitz (DSW) ist da skeptisch: „Die Macht liegt eher bei den institutionellen Anlegern.“

Allerdings könnten Klein­aktionäre auf Haupt­versammlungen ihr Fragerecht nutzen, um auf Themen hinzuweisen. „Der Vorstand muss Ihnen darauf ja eine Antwort geben.“ Und: „Der Kauf von Aktien ist oft mehr als nur eine reine Geldanlage“, findet Kurz. „Es ist die bewusste Ent­scheidung, Mit­eigentümer eines Unternehmens zu werden.“ Und dabei spiele nicht nur die Absicht, einen Gewinn zu erzielen, eine Rolle, sondern auch das Geschäfts­modell des Unternehmens.

Fonds als Alternative zu Einzelaktien

Wer nicht so tief in die Materie einsteigen will, kann zu Fonds greifen. Inzwischen gibt es viele Fonds, die nicht in fossile Energien investieren und andere kontroverse Geschäfte ausschließen, erklärt die Stiftung Warentest. Beim Nachhaltigkeits­test von 99 Fonds für die Warentest-Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 9/2021) bekamen vier aktiv gemanagte Fonds die beste Nachhaltigkeits­bewertung.

Allerdings kosten aktive Fonds Gebühren. Günstiger sind börsen­gehandelte ETF. Nachhaltige Indexfonds sind aber oft weniger streng. Bei der „Finanztest“-Bewertung schneiden sie daher in puncto Nach­haltigkeit etwas schlechter ab.

Wer will, kann seine ganzen Geldgeschäfte umstellen

Nachhaltig anlegen kann man auch in Tages- und Festgeld bei ethisch-ökologischen Banken, wie fast überall zu nicht gerade üppigen Zinsen. Bei diesen Banken kann man ebenso ein Girokonto eröffnen. Auch dabei gilt: Je größer die Nachfrage, desto größer wird auch das Angebot werden.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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