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Krankenkassenrecht und Verbraucherrecht | 18.01.2022

Selbst­zahler-Leistung

In der Arztpraxis: Bei Selbst­zahler-Leistung nicht drängen lassen

Zusatz­leistungen, die nicht von der gesetzlichen Kranken­versicherung übernommen werden, sind „nicht dringend“

Ob es um die Früh­erkennung bestimmter Krebsarten geht oder einen anderen Therapie­ansatz bei Migräne oder Akne: Wer für eine Behandlung selbst in die Tasche greifen müsste, darf das in Ruhe abwägen.

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Wird einem in der Arztpraxis eine privat zu zahlende Zusatz­leistung angeboten, sollte man sich nicht dazu drängen lassen. Keiner muss darüber schnell entscheiden, stellt die Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen klar. Üben Ärztinnen und Ärzte deshalb Druck auf Patienten aus, ist das unseriös. Nach Angaben der Verbraucher­schützer sind Zusatz­leistungen, die nicht von der gesetzlichen Kranken­versicherung übernommen werden, „nicht dringend“. Was medizinisch notwendig, wirtschaftlich und ausreichend sei, bezahlten die Kassen.

Nachfrage bei der Kasse - zahlt sie doch?

Ohnehin kann es sich lohnen, zunächst bei der eigenen Kranken­kasse nachzufragen, ob sie nicht doch die Kosten übernimmt. Manche zahlen die nämlich auch für Behandlungen, die nicht im Leistungs­katalog der gesetzlichen Kranken­kassen stehen. Das muss man jedoch vorher klären, so die Verbraucher­schützer. Nachträglich gehe das nicht. Dann bleibt man womöglich auf Kosten sitzen, obwohl die Kasse gezahlt hätte.

Mit Blick auf das Geld ist außerdem wichtig

Ärztinnen und Ärzte müssen einen vorher darüber informieren, wenn eine Behandlung oder Untersuchung nicht oder nur zum Teil von der Kranken­kasse bezahlt wird. Es sollte einen Kosten­voranschlag geben, der die zu zahlende Summe möglichst genau aufschlüsselt. Pauschal­preise seien ebenso nicht erlaubt wie Zahlungen auf Vorkasse, so die Verbraucher­zentrale. Die Praxis sei verpflichtet, eine Rechnung auszustellen.

Keine Unterschrift bei Verzicht

Ein weiteres Detail: Wer die angebotene Selbst­zahler-Leistung ablehnt, muss dies nicht auf einem Verzichts­formular mit seiner Unterschrift bestätigen. Zwar könne der Arzt die Ablehnung für sich notieren, schreiben die Verbraucher­schützer - doch dafür braucht er nicht die Unterschrift des Patienten.

Information über Notwendigkeit der Leistung ratsam

Bei vielen dieser sogenannten Individuellen Gesundheits­leistungen (IGeL) ist der tatsächliche Nutzen für die Gesundheit nicht gut durch Forschungen belegt. Hilfreich bei der Abwägung für oder gegen so eine Leistung kann ein Blick aufs Informations­portal „IGeL-Monitor.de“ sein. Hier werden IGeL-Leistungen hinsichtlich ihres Nutzens und möglichen Schadens bewertet. Der IGeL-Monitor wird vom Medizinischen Dienst des Spitzen­verbandes Bund der Kranken­kassen betrieben.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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