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EU-Recht, Reiserecht und Schadensersatzrecht | 15.12.2017

Insolvenz

Insolvenz von Niki: Was die Niki-Pleite für Reisende bedeutet

Die wichtigsten Fragen und Antworten für Reisende im Überblick

Kurz vor Weihnachten geht Niki pleite, von einem Tag auf den anderen steht die gesamte Flotte still. Für Urlauber bedeutet das Chaos. Wie ist die Rechtslage? Worauf können Niki-Kunden hoffen?

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Niki ist pleite, die Flugzeuge bleiben am Boden. Zehn­tausende Urlauber sitzen fest. Hunder­tausende haben noch Tickets für die kommenden Wochen und Monate. Was nun?

Wie komme ich bei einer Pauschalreise nach Hause?

Hier ist der Reise­veranstalter in der Pflicht. Er muss gestrandete Niki-Kunden zurück nach Deutschland bringen und diese ohne Mehrkosten auf andere Flüge umbuchen. Das gilt ebenso für Kunden, die erst noch in den Weihnachts­urlaub fliegen wollen. Tui und Thomas Cook setzen nach eigenen Angaben zum Teil eigene Sonder­flüge ein.

Wie schnell ein Veranstalter eine Ersatz­verbindung findet, hängt vom Einzelfall ab. Wenn die Zeit drängt, sollten Pauschal­urlauber nicht vorschnell selbst einen Ersatzflug buchen, rät der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover. Wer eine Rückreise­möglichkeit gefunden hat, sollte den Reise­anbieter auffordern, bis zu einer bestimmten Frist dieses Angebot auf dessen Kosten zu buchen. „Diese Frist­setzung ist sehr wichtig“, so Paul Degott. Erst wenn der Veranstalter dann trotzdem nicht rechtzeitig aktiv wird, rät der Jurist, die Rückreise selbst zu buchen und Schaden­ersatz­forderungen zu stellen.

Wie komme ich als Individualreisender nach Hause?

Wer keine Pauschal­reise gebucht hat, sondern nur ein Niki-Ticket, muss sich grund­sätzlich selbst um die Rückreise kümmern - auf eigene Kosten. Andere Fluggesellschaften wollen laut dem Bundes­verband der Deutschen Luft­verkehrs­wirtschaft aber einspringen und noch verfügbare Sitzplätze zu Sonder­konditionen anbieten.

Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss, Eurowings und Tuifly bieten Flug­reisenden mit einem Niki-Ticket 50 Prozent Rabatt auf neue Buchungen bis einschließlich 31. Dezember 2017. Dies teilten die Fluggesellschaften des Lufthansa-Konzerns sowie Tui mit. Die Buchungs­bestätigung des Niki-Fluges und die Bestätigung des gebuchten neuen Fluges müssen jeweils bis 31. Januar 2018 eingerichtet werden. Die E-Mail-Adressen dafür lauten: erstattungab@dlh.de (Lufthansa, Austrian, Swiss), erstattungab@eurowings.com (Eurowings), service­center@tuifly.com (Tuifly).

Der Ferien­flieger Condor will Passagiere mit Niki-Ticket nach eigenen Angaben kostenfrei nach Deutschland zurück­fliegen, soweit Sitzplätze verfügbar sind. Die Reisenden sollten sich dafür direkt an die Check-in-Schalter am jeweiligen Flughafen wenden.

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Was ist, wenn ich jetzt nicht rechtzeitig zur Arbeit komme?

Dann gibt es wohl weniger Gehalt - aber eher keine Abmahnung oder gar eine Kündigung. Grund­sätzlich haben Arbeit­nehmer zwar die Pflicht, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen, erklärt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeits­recht. Tun sie das nicht, gibt es für die versäumten Tage auch kein Geld. Arbeits­rechtliche Konsequenzen hat die Verspätung aber nur bei eigenem Verschulden - das ist bei einer plötzlich insolventen Airline nicht der Fall.

Wichtig allerdings: Berufstätige müssen dem Arbeitgeber rechtzeitig Bescheid sagen. Denn ein Verstoß gegen diese Informations­pflicht kann tatsächlich arbeits­rechtliche Konsequenzen haben - bis hin zur Kündigung. Und: Arbeit­nehmer müssen alles Zumutbare tun, um den Ausfall zu vermeiden. Eine teure Umbuchung auf eigene Kosten gilt aber nur in Ausnahme­fällen als zumutbar. Ein solcher Ausnahmefall kann zwar auch die absehbare Insolvenz einer Airline sein - nicht aber eine überraschende Pleite wie jetzt bei Niki.

Was ist mit Niki-Tickets für die kommenden Wochen und Monate?

Auf eine Erstattung können Niki-Kunden nicht hoffen. Zwar seien theoretisch die Erstattung des Tickets, eine Entschädigung nach der EU-Flug­gastrechte-Verordnung sowie Schaden­ersatz für weitere Kosten vorstellbar, so Paul Degott. „Aber das nutzt einem am Ende des Tages natürlich nichts.“ Denn Niki ist insolvent.

„Das Ticket ist bei einer Insolvenz praktisch wertlos“, bestätigt der Reiserechtler Ernst Führich aus Kempten. Der Fluggast stehe mit seiner Forderung in der Liste der Gläubiger ganz hinten und gehe meist leer aus. „Ich kenne keinen Fall, wo jemand einen Cent zurück­bekommen hat“, sagt der Rechts­experte.

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Bekomme ich Geld zurück, wenn doch noch ein Investor gefunden wird?

Das ist unwahrscheinlich. Das Szenario sähe so aus: Ein Investor zahlt eine Kaufsumme, und diese wird aufgeteilt, wie der Luft­verkehrs­experte Cord Schellenberg aus Hamburg erläutert. Der Niki-Kunde, der auf Erstattung der Ticket­kosten hofft, sieht davon aber allenfalls anteilig etwas wieder, so Schellenberg.

Welche Rechte haben Pauschalreisende, die jetzt umgebucht werden?

Die Veranstalter finden nicht immer einen Ersatzflug am gleichen Tag für Passagiere, die noch in einer Niki-Maschine in den Urlaub fliegen wollten. Die Flugzeiten können sich ändern. Manchmal können Urlauber dann Geld zurück­verlangen. Geht durch die Umbuchung des Fluges zum Beispiel ein Urlaubstag verloren, dürfen Pauschal­touristen den Reisepreis anteilig mindern. Wer bei einer ein­wöchigen Reise für 700 Euro all inclusive einen Tag verliert, dem stehen 100 Euro zu. Sind die neuen Flugzeiten extrem unzumutbar, können Pauschal­urlaub unter Umständen sogar vor Abreise den Reise­vertrag kündigen, zeigt ein Urteil des Amts­gerichts Köln (Amtsgericht Köln, Urteil vom 31.05.2016, Az. 133 C 265/15).

Bleibe ich meinen Hotelkosten sitzen?

Viele Individual­reisende mit einem Niki-Flugticket dürften schon ein Hotel am Urlaubsort gebucht und bezahlt haben. Wenn sie nun nicht reisen können, sind sie auf die Kulanz der Herberge angewiesen. „Aber einen Rechts­anspruch gibt es nicht“, sagt Paul Degott. Auf vielen Online-Portalen können Nutzer jedoch teils noch bis zum Anreisetag kostenlos stornieren - wenn sie vorher diese Option gewählt haben.

Muss ich jetzt trotzdem meine Ferienwohnung bezahlen?

Auch hier kommt es auf die Kulanz des Anbieters an. Verlangt dieser hohe Storno­kosten, ist das sein gutes Recht. Anders sieht es aus, wenn die Wohnung oder das Ferienhaus bei einem Reise­veranstalter gebucht wurde. Denn bis Mitte 2018 fallen Ferien­wohnungen und -häuser noch in die Absicherung des Pauschal­reiserechts.

Kann ich meine Reiserücktrittsversicherung in Anspruch nehmen?

Eine Insolvenz­absicherung für Fluggesellschaften gibt es nicht. Und auch der Reisende selbst kann sich gegen ein solches Ereignis nicht versichern. „Die Reise­rücktritts­versicherung greift nicht bei der Insolvenz einer Airline“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Sie kommt nur in Fällen wie Krankheit oder Arbeits­losig­keit für die Kosten einer abgesagten Reise auf.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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