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Arbeitsrecht | 25.11.2019

Verwaltungs­fach­angestellte

Interessant und keineswegs eintönig: So läuft die Ausbildung in der Verwaltung

Vor allem kleinere Kommunal­verwaltungen suchen noch Nachwuchs­kräfte

Papierfreie Rathäuser und eine für alle verständliche Sprache: Verwaltungen sind längst nicht so verstaubt wie angenommen. Und vor allem kleinere Kommunal­verwaltungen suchen nach Nachwuchs­kräften.

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Ausbildung - nicht eintönig sondern vielseitig

Ob es um An- und Abmeldungen von Hunden oder Anträge auf Sonder­genehmigungen geht: Eintönig sei die Arbeit in der Verwaltung nicht, erzählt Maria Kaminski. Im Gegenteil - ihre Ausbildung zur Verwaltungs­fach­angestellten bei der Stadt Fürsten­walde/Spree in Brandenburg findet sie sehr vielseitig.

Zwei von drei Lehrjahren hat die 21-Jährige bereits hinter sich. Im Familien- und Bildungs­bereich durfte sie das jährliche Kinderfest mit­organisieren. Im Personal­wesen hat sie gelernt, Stellenaus­schreibungen zu gestalten und Bewerbungs­gespräche vorzubereiten. Gut habe ihr auch die Arbeit beim Ordnungsamt gefallen.

„Man hat viel mit Bürgern zu tun und kann ihnen zeigen, dass man nicht nur „der Böse“ ist, der draußen Knöllchen verteilt“, sagt die Auszubildende. Und man könne nach der Ausbildung in ganz unter­schiedliche Richtungen gehen.

Auch Politik ist ein wichtiges Thema

Angehende Verwaltungs­fach­angestellte sollten sich für Politik interessieren. Denn in Kommunal­verwaltungen bereiten sie Sitzungen von Gemeinde­räten oder Stadt­verordneten­versammlungen vor und erarbeiten Entscheidungen der Verwaltung. Den Aspekt der Rechts­anwendung finde sie sehr interessant, erzählt Maria Kaminski. „Ich muss gucken, welche Gesetze ich in welchen Fällen anwende - und warum. Das ist manchmal trocken, aber es macht Spaß.“

Praxisnähe macht die Ausbildung spannend

Das Spannende sei die Nähe zur Praxis. „Auch die Fälle, die wir in der Berufs­schule behandeln, sind im echten Leben so passiert.“ Weniger interessant findet Maria Kaminski alles, was mit Zahlen zu tun hat, denn auch kaufmännische Tätigkeiten gehören zur Ausbildung.

Neben der Kommunal­verwaltung stehen für die Ausbildung die Fach­richtungen Landes- oder Bundes­verwaltung zur Wahl. Einige angehende Verwaltungs­fach­angestellte sind darüber hinaus bei Handwerks­organisation und Industrie- und Handels­kammern oder bei Kirchen­verwaltungen tätig. Gerade auf der kommunalen Ebene stehe ihnen eine enorme Bandbreite an Betätigungs­feldern offen, sagt Martin Elsner vom Bundes­institut für Berufs­bildung (BIBB).

Diese Voraussetzungen sollte man mitbringen

Wer den Beruf erlernen will, sollte ihm zufolge soziale Kompetenzen und Verantwortungs­gefühl mitbringen. Auch sorgfältiges Arbeiten sei wichtig. Team­fähigkeit, Spaß am Umgang mit Menschen und Welt­offenheit - das sind die Voraus­setzungen, die Maria Kaminski für ihren Job als entscheidend erachtet: „Denn man arbeitet mit sehr vielen unterschiedlichen Menschen zusammen.“

Diversity-Kompetenz sowie Dienst­leistungs- und Kunden­orientierung sind deshalb zentrale Bestand­teile der Ausbildung, erklärt Gesine Wilke, Vorsitzende des Bundes­verbands der deutschen Verwaltungs­schulen und Studien­institute (BVSI). Außerdem sei Eigen­ständigkeit gefragt. „Verwaltungs­fach­angestellte müssen bereit und in der Lage sein, Probleme zu lösen und Entscheidungen zu fällen.“

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Allgemeinverständnis wird groß geschrieben

Wichtig sei auch der Umgang mit Sprache, erklärt Wilke, die zudem das Sächsische Kommunale Studien­institut Dresden leitet. Denn Verwaltungs­fach­angestellte sollten Bescheide und fachliche Auskünfte allgemein­verständlich formulieren können. „Dieses berühmte Verwaltungs­deutsch wollen wir nicht“, sagt sie. Das Dresdner Institut versuche den Azubis zu vermitteln, dass der Dienst an der Öffentlichkeit im Mittelpunkt stehe. „Die Idee, dass man bei Verwaltungen eine ruhige Kugel schieben kann, hat kaum mehr einer.“

Stattdessen kämen viele motivierte junge Menschen, die sich in einer bestimmten Fach­richtung engagieren wollen - beispiels­weise im Umwelt- oder Sozialamt. Momentan werde eine Aktualisierung der 20 Jahre alten Ausbildungs­ordnung diskutiert, erklärt Martin Elsner. Ein Grund dafür sei die fortschreitende Digitalisierung. „In manchen Rathäusern wird es bald kein Blatt Papier mehr geben“, sagt Wilke.

Beteiligungsdemokratie findet auch in der Verwaltung statt

Darauf müssten die Aus­zubildenden vorbereitet werden - genauso wie auf die zunehmende Bedeutung der Beteiligungs­demokratie. Was Bürger­innen und Bürger wollen und wie man sie in Entscheidungs­prozesse einbezieht, seien zentrale Fragen für Verwaltungen.

Als beispiel­hafte Ausbildungs­vergütung im öffentlichen Dienst nennt die Bundes­agentur für Arbeit rund 1.000 Euro im ersten und 1.100 Euro im dritten Jahr. Die Aussichten auf dem Arbeits­markt seien sehr gut, so Martin Elsners Einschätzung. „Im öffentlichen Dienst wurde über Jahre Personal abgebaut. Jetzt engagieren sich die Verwaltungen wieder verstärkt in der Ausbildung.“

Auch Gesine Wilke bestätigt, dass wer heute eine Ausbildung anfängt, in der Regel einen unbefristeten Arbeits­vertrag bekomme. Das gelte vor allem für kleinere Verwaltungen, die händeringend Nachwuchs suchten.

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Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung

Und: „Man hat innerhalb des öffentlichen Dienstes unheimlich viele Möglichkeiten, Karriere zu machen.“ Eine Möglichkeit ist die Fortbildung zum Verwaltungs­fachwirt. Die angehenden Fach­angestellten erwerben außerdem einen fach­bezogenen Hochschul­zugang, erklärt Elsner. Fach­spezifische Weiter­bildungen, im Personal­management oder in der Finanz­buchhaltung, sind weitere Optionen.

Maria Kaminski möchte nach ihrer Ausbildung in der Fürsten­walder Verwaltung bleiben. Der Bürger­meister habe ihr signalisiert, dass er sie halten möchte. „Ich überlege, später eventuell noch zu studieren“, erzählt sie. Aber da wolle sie sich noch nicht festlegen. „Man kann mit der Ausbildung selbst ja schon so viel machen.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
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