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Bankrecht und Kapitalanlagenrecht | 16.08.2017

Nachhaltige Geldanlagen

Investition ins gute Gewissen: So investieren Anleger nachhaltig

Für eine bessere Welt verzichten Anleger auf Rendite

Immer mehr Anleger achten darauf, dass ihr Vermögen nicht nur gewinn­bringend investiert ist - sondern auch nachhaltig. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff? Und worauf sollten Interessierte achten?

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Wer mit seinem Geld nicht jede Industrie unterstützen will, kann in sogenannte nachhaltige Anlagen investieren. Damit können Anleger bedenkliche Geschäfts­praktiken wie Kinder­arbeit, Rüstungs­deals oder Massen­tierhaltung in ihrem Depot vermeiden, erklärt Annabel Oelmann, Vorstand der Verbraucher­zentrale Bremen. Auch könnten Anleger so gezielt klima­freundliche Projekte finanzieren, zum Beispiel Solarparks oder energie­effiziente Immobilien.

Nachhaltige Geldanlagen liegen im Trend

Das ist bislang eine kleine Nische, die aber größer wird. Das Gesamt­volumen für nachhaltige Anlagen lag in Deutschland 2016 bei knapp 157 Milliarden Euro, berichtet Claudia Tober, Geschäfts­führerin des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seit 2008 hat der nachhaltige Anlagemarkt jedes Jahr stärker zugelegt als der konventionelle. Allerdings ist der Anteil der nachhaltigen Anlagen mit rund 2,8 Prozent des Gesamt­marktes nach wie vor gering.

ESG-Kriterien

Und woran erkennen Interessierte eine nachhaltige Anlage? Sie beziehen den Einfluss von sogenannten ESG-Kriterien ein, erläutert Claudia Tober. Übersetzt steht ESG für Umwelt, Soziales und Unternehmens­führung. Hierfür gibt es verschiedene Anlage­strategien: So schließen manche Fonds Investments in bestimmte Branchen aus. Die Best-in-Class-Strategie ist weniger streng. Sie wählt die Unternehmen aus, die ökologische und ethische Standards in ihrer Branche zumindest am besten umsetzen.

Die konkreten Anlage­strategien variieren jedoch von Finanz­produkt zu Finanz­produkt. Diese Vielfalt sei mit Blick auf die Wünsche der Anleger auch sinnvoll, so Claudia Tober. Schließlich spielten die Lebenssituation, das Werte­verständnis oder die Religion in den individuellen Nach­haltigkeits­begriff hinein.

Qualitätssiegel für Nachhaltigkeit

„Dennoch ist Nach­haltigkeit kein relativierbarer Begriff“, stellt Claudia Tober klar. Deshalb habe ihr Verband mit dem FNG-Siegel vor gut zwei Jahren einen Qualitäts­standard für nachhaltige Geldanlagen im deutsch­sprachigen Raum eingeführt. Um das Siegel zu erhalten, müssen Fonds Waffen und Kernkraft aus ihren Depots ausschließen. Ebenso müssen sie die vier Bereiche des sogenannten Globalen Pakts zwischen Unternehmen und den Vereinten Nationen berücksichtigen. Dazu gehören Menschen- und Arbeits­rechte, Umwelt­schutz sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Derzeit haben 39 Fonds das FNG-Siegel.

„Nachhaltige Investitions­möglichkeiten finden sich mittlerweile beinahe zu allen Finanz­produkten und Anlage­klassen“, sagt Claudia Tober. Anleger können in Fonds oder Anleihen, Lebens­versicherungen, fonds­gebundene Versicherungen oder Renten­versicherungen investieren. Doch ist die finanzielle Rendite dafür niedriger als bei herkömmlichen Anlagen?

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Keine Nachteile für die Performance

Dies sei leider ein weit verbreitetes Vorurteil. Zahlreiche Studien belegten, dass nachhaltige Investments keine Nachteile für die Performance bedeuten. „Aufgrund des guten Risiko­filters von Nach­haltigkeit zeigen einige Studien sogar, dass nach­haltiges Investment leichte Vorteile bietet“, erklärt Claudia Tober. Viele dächten bei nachhaltigen Investments zwar häufig an risiko­reiche erneuerbare Energien. Diese machen Claudia Tober zufolge jedoch nur einen kleineren Bereich des gesamten Segments aus.

Vorsicht bei Direktbeteiligungen und Nachrangdarlehen

Vorsichtig sollten Anleger bei Angeboten aus dem grauen Kapital­markt sein, warnt Annabel Oelmann. Dazu gehören Direkt­beteiligungen und Nachrang­darlehen. „Das sind riskante Anlage­formen, die für den Privat­anleger in der Regel nicht geeignet sind“, so Annabel Oelmann. Nur weil ein Investment gut für den Klimaschutz ist, bedeute das nicht, dass der Anleger einen sicheren Ertrag erzielt. Bei diesen kaum regulierten Produkten könnten Anleger sogar ihr Geld verlieren.

Zudem könnten bei Aktien kleinerer Unternehmen Liquiditäts­engpässe an den Börsen entstehen, ergänzt Andreas Görler, Vermögens­manager bei der Pruschke & Kalm GmbH. Das werde regelmäßig problematisch, wenn Anleger ihr Investment wieder verkaufen wollen. „Bei Ökologie­fonds, die zusätzlich einen Nach­haltigkeits­ausschuss als Überwachungs­gremium vorhalten oder externe Firmen beauftragen, entstehen ebenfalls zusätzliche Kosten“, sagt Andreas Görler. Langfristige Vergleiche seien jedoch nur selten möglich. Denn viele Anlage­produkte wurden erst in den letzten Jahren aufgelegt.

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Produkte mit längeren Expertisen wählen

Grund­sätzlich sollten Anleger Produkte vorziehen, die schon eine etwas längere Expertise vorweisen können, oder Fonds­häuser wählen, die sich auf das Thema spezialisiert haben, empfiehlt Andreas Görler. „Bei größeren Fonds­gesellschaften sollten Anleger prüfen, ob der verantwortliche Manager zumindest schon länger in diesem Bereich unterwegs ist.“

Da das Heraussuchen guter Aktien in diesem Segment noch schwieriger sei als gewöhnlich, rät Andreas Görler zudem zu einem aktiven Management­ansatz. „Dann muss der Privat­anleger nicht auch noch das Timing für die Investition berücksichtigen.“ Die meisten Portfolios bestünden allerdings aus Aktien. Anleger müssten deshalb darauf achten, dass ihr Engagement nicht zu hohe Wert­schwankungen beinhaltet.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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