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Arbeitsrecht | 08.11.2022

Probezeit

Kann der Arbeitgeber die Probezeit einseitig verkürzen?

Mitarbeiter muss einer Verkürzung der Probezeit zustimmen

Eigentlich tolle Nachrichten: Der Arbeitgeber verkündet schon nach kurzer Zeit im neuen Job das vorzeitige Ende der Probezeit. Aber was, wenn man eigentlich noch spontan wechseln wollte?

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Verkündet der Arbeitgeber, dass die Probezeit schon nach wenigen Wochen im Job zu Ende ist, ist das für Beschäftigte nicht immer ein Grund zur Freude. Womöglich haben Arbeit­nehmerinnen oder Arbeit­nehmer Interesse an der während der Probezeit geltenden verkürzten Kündigungs­frist. Etwa, weil noch andere interessante Angebote im Raum stehen. Sind sie nun an eine längere Kündigungs­frist gebunden?

Abkürzung der Probezeit nur einvernehmlich

Jürgen Markowski, Fachanwalt für Arbeits­recht in Offenburg, gibt Entwarnung. Eine einseitige Verkürzung der Probezeit durch den Arbeitgeber ist ihm zufolge nicht möglich. „Da es sich um eine Vereinbarung im Arbeits­vertrag handelt, geht eine spätere Abkürzung nur einvernehmlich.“

Einseitige Verkürzung: Keine Auswirkung auf Kündigungsfrist

Heißt konkret: Kürzt der Arbeitgeber die Probezeit einseitig ab, hat das laut Markowski keine Auswirkungen auf die Kündigungsfrist, die Beschäftigte einhalten müssen. „Allenfalls stellt das einen einseitigen Verzicht des Arbeit­gebers auf die kurze Frist dar.“ Bis zum Ende der vereinbarten Probezeit könnten Beschäftigte also noch mit der verkürzten Frist kündigen, die in der Regel zwei Wochen beträgt.

„Aber aufgepasst“, so Markowski, „wer sich nach der Erklärung, die Probezeit sei bestanden oder werde verkürzt, in Sicherheit wiegt, muss bedenken, dass der Kündigungs­schutz trotzdem erst nach sechs Monaten gilt.“ Das Kündigungs­schutz­gesetz greift nämlich generell erst nach einer Betriebs­zugehörigkeit von mindestens sechs Monaten.

Wartezeit ist nicht gleich Probezeit

Das heißt: Innerhalb der ersten sechs Monate kann ein Arbeits­verhältnis vom Arbeitgeber ordentlich gekündigt werden, ohne dass ein Grund genannt werden muss und ohne gerichtliche Über­prüfungs­möglichkeit. Diese sechs Monate werden auch als Wartezeit bezeichnet. „Es braucht also gar keine vereinbarte Probezeit, um sich von einem Arbeit­nehmer oder einer Arbeit­nehmerin leicht wieder zu trennen, wenn irgendetwas nicht passt.“

Im Gegensatz zur Probezeit, in der die ein­zuhaltende Kündigungs­frist auf minimal zwei Wochen abgekürzt werden kann, beträgt die Kündigungs­frist während der sogenannten Wartezeit laut Gesetz aber in der Regel vier Wochen zum 15. Kalendertag oder zum Ende eines Kalender­monats.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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