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Arbeitsrecht | 23.10.2017

Brücken­tage

„Kleine Ursache, große Wirkung“: So können Arbeit­nehmer Feiertage und Urlaub optimal nutzen

Die Feiertage 2018 im Überblick

Einen Urlaubstag investieren, vier freie Tage am Stück bekommen: Der Brückentag ist ein gutes Beispiel für das Prinzip „Kleine Ursache, große Wirkung“. 2018 gibt es dafür reichlich Gelegenheit. Die Weihnachts­feiertage könnten allerdings knifflig werden.

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Die gute Nachricht für Arbeit­nehmer gleich vorweg: Gestohlene Feiertage gibt es 2018 nicht. Alle bundesweiten Feiertage fallen im kommenden Jahr in die Woche und nicht auf Samstag oder Sonntag. Allerdings liegen sie meistens auch mitten in der Woche. Wer ein extralanges Wochenende heraus­schlagen will, muss also zusätzliche Urlaubstage opfern und sich eventuell mit Kollegen arrangieren. Und: Einen zusätzlichen Feiertag wie den Reformations­tag 2017 hat 2018 nicht im Angebot.

Abgesehen davon gibt es aber reichlich Gelegenheit für Kurzurlaube und freie Wochenenden - je nach Bundesland mal mehr, mal weniger. Ein kleiner Überblick:

Die Wandertage

Die bundesweiten Feiertage Tag der Arbeit und Tag der Deutschen Einheit liegen 2018 auf einem Dienstag beziehungs­weise auf einem Mittwoch. Hinzu kommen die beiden Neujahrs­tage am Montag (2018) und an einem Dienstag (2019). Für ein oder zwei Urlaubstage sind also richtig lange Wochenenden drin - wenn der Arbeitgeber und die Kollegen mitspielen. Denn Brücken­tage sind als Urlaubstage heiß begehrt, an den meisten Arbeits­plätzen können aber unmöglich alle Kollegen gleich­zeitig weg sein „Der Arbeitgeber darf dann auswählen“, erklärt Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeits­recht. Er muss dabei soziale Gesichts­punkte berücksichtigen: Eltern von Kindern etwa, deren Kita am Brückentag schließt, haben also Vorrang. Darüber hinaus kann es auch andere Gründe geben - nur nachvollziehbar müssen die Kriterien für die Urlaubs­vergabe sein. Auch ein „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ ist deshalb nicht ganz ausgeschlossen, sagt Alexander Bredereck.

Die festen Tage

Ostern und Pfingsten gibt es auch ohne zusätzlichen Wochentag vier beziehungs­weise drei freie Tage am Stück. 2018 liegen Ostern und damit auch die darauf folgenden christlichen Feiertage relativ früh: Oster­sonntag ist am 1. April, Christi Himmelfahrt am 10. und der Pfingst­sonntag schließlich am 20. Mai.

Eigentlich ist das eine Steil­vorlage für eine Städte­reise oder andere Kurztrips. Allerdings kommen natürlich auch andere auf diese Idee. Das zeigt eine Stichprobe der Reise­such­maschine Kayak: Demnach sind Flüge zu den 20 belieb­testen Urlaubs­zielen der Deutschen rund um die Brücken- und Feiertage 2018 im Schnitt 16 Prozent teurer als ein bis zwei Wochen später an einem regulären Wochenende. An Ostern sind es sogar 20 Prozent, an Neujahr satte 58. Hier gilt es also abzuwägen: Lieber ein oder zwei Urlaubstage mehr opfern - oder mehr bezahlen?

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Die Extratage

Abseits der bundesweiten Feiertage gibt es freie Tage, über die sich nur Arbeit­nehmer in bestimmten Bundes­ländern freuen. Auch sie liegen 2018 meist mitten in der Woche: Mariä Himmelfahrt zum Beispiel an einem Mittwoch, der Reformations­tag und Aller­heiligen direkt hintereinander an einem Mittwoch und einem Donnerstag. Fron­leichnam ist ohnehin immer ein Donnerstag. Einzige Ausnahme ist 2018 Heilige Drei Könige, der auf einen Samstag fällt. Hinzu kommen regionale Feiertage wie das Augsburger Friedens­fest am 1. August, einem Mittwoch, und natürlich der Karneval beziehungs­weise Fasching. Rosenmontag ist 2018 am 12. Februar und eigentlich kein Feiertag - in und rund um die Hochburgen haben viele Schulen und Behörden dann aber trotzdem geschlossen, manche Betriebe stellten Arbeit­nehmer frei oder haben entsprechende Regelungen in ihrem Tarif­vertrag.

Die Weihnachtsfeiertage

Ein Sonderfall ist der Doppel­schlag aus Weihnachten und Silvester zum Jahresende. Der wird 2018 besonders knifflig, denn Heiligabend ist ein Montag. Zwischen dem vierten Advents­wochenende und den zwei freien Feiertagen steht damit theoretisch ein Arbeitstag. „Heiligabend ist ein ganz normaler Arbeitstag“, sagt Alexander Bredereck. Wer nicht arbeiten will, muss also Urlaub nehmen - und sich eventuell wie an anderen Brücken­tagen mit Kollegen um den freien Tag streiten. Allerdings gibt es auch viele Betriebe, die ihren Angestellten an diesem Tag grund­sätzlich frei geben, erklärt Alexander Bredereck. Das geht etwa per Tarif­vertrag oder über eine Betriebs­vereinbarung.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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