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Verkehrsrecht und Versicherungsrecht | 20.06.2018

Bagatell­schäden

Kleiner Schaden am Auto: Bagatell­schäden richtig abwickeln

Auch kleine Schäden können großen Ärger bedeuten

Eine kleine Unachtsamkeit, die Tür ein Stück zu weit geöffnet, und schon hat man beim Auto nebenan den Lack beschädigt. Eine Bagatelle? Nein, denn auch solche kleinen Schäden können viel Ärger bedeuten und müssen korrekt abgewickelt werden - aber wie geht das?

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Un­übersichtliche Parkplätze, ein Hindernis im toten Winkel oder schlicht Unachtsamkeit: Kleine Dellen, Kratzer oder Macken können Autofahrer leicht verursachen. Solche Schäden lassen sich aber auch genauso schnell wieder aus der Welt räumen. Voraus­gesetzt, die Beteiligten halten sich an gewisse Regeln.

Dazu zählt, dass der Verursacher sich nicht einfach aus dem Staub macht und Fotos von den Beschädigungen gemacht werden. „Das Wichtigste ist, immer die Daten auszutauschen, egal wie groß oder klein der Schaden auch sein mag“, sagt Jens Dötsch, Fachanwalt für Verkehrs­recht aus Andernach. Schwieriger wird es bei anderen Fragen.

Was reicht zur Benachrichtigung des Geschädigten?

Hier gelten die gleichen Regeln wie bei einem gewöhnlichen Unfall: „Wenn der Fahrer des beschädigten Fahrzeugs nicht vor Ort anzutreffen ist, sind Sie laut Paragraph 142 Straf­gesetzbuch dazu verpflichtet, eine angemessene Zeit auf den Fahrer zu warten“, sagt Holger Küster, Geschäfts­führer des ACV Automobil-Club Verkehr. Taucht der Geschädigte nicht auf, sollte der Verursacher die Polizei informieren. Wenn so etwas auf dem Parkplatz eines Kaufhauses passiert, könne man auch versuchen, den Halter ausrufen zu lassen.

Warum reicht der berühmte Zettel an der Windschutzscheibe nicht aus?

Auch wenn hier guter Wille gezeigt wird: Der Verursacher macht sich mit einem einfachen Zettel schon strafbar. „So ein Zettel kann wegfliegen und ist daher nicht sicher genug, um den Geschädigten zu informieren“, so Rechtsanwalt Jens Dötsch. Auch könne ein Zettel oder eine Visiten­karte von einer anderen Person entfernt werden. Wer sich auf einen Zettel verlässt, riskiere daher eine Straf­anzeige wegen Fahrer­flucht.

Ab wann ist es Unfallflucht?

Das hängt auch von der Schadens­höhe ab. Hier reicht laut Rechtsanwalt Jens Dötsch bereits ein Wert von rund 50 Euro aus. „Es ist daher dringend zu empfehlen, auf den Geschädigten zu warten oder eben die Polizei zu rufen, um sich abzusichern.“

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Wie lange muss man auf den Besitzer warten?

Eine gesetzlich festgelegte Wartezeit gibt es nicht. Das hängt auch von der Zumut­barkeit und Faktoren wie Witterungs­bedingungen, der Schwere des Schadens und der Chance ab, den Geschädigten anzutreffen. „Bei einem leichten Parkunfall auf dem Kaufhaus­parkplatz sollte der Verursacher etwa 30 Minuten warten“, sagt Holger Küster. Bei einem schweren Parkschaden könnten auch bis zu zwei Stunden als zumutbar gelten.

Ist bei einem Sachschaden von 2.000 Euro und Fahrerflucht der Führerschein weg?

Ja, und auch schon bei einer geringeren Schadens­höhe. „Der Führerschein­entzug droht, wenn sich der Verursacher vom Unfallort entfernt, obwohl er einen bedeutenden Schaden verursacht hat“, sagt Rechtsanwalt Jens Dötsch. Als Richtwert gelte hier ein Wert von 1.500 Euro.

Ist es bei einem Bagatellschaden wie einem Rempler wegen der Geringfügigkeit verboten, die Polizei zu rufen?

Nein, die Polizei darf immer gerufen werden, auch wenn der Schaden sehr gering oder nicht zu erkennen ist. „Gerade bei Uneinigkeit über die Schuldfrage oder den Unfall­hergang selbst sollte die Polizei gerufen werden, selbst wenn kein Schaden zu sehen ist“, rät Holger Küster. Die Polizei könne Schäden, Unfall­hergang und Zeugen­aussagen aufnehmen und protokollieren. Das sei auch hilfreich, um später die Schadens­regulierung mit der Versicherung zu vereinfachen.

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Wenn man ein anderes Auto berührt hat, aber keinen Schaden erkennen kann, muss man dann trotzdem den anderen informieren?

Auf jeden Fall. „Der Schaden kann ja für einen Laien auch gar nicht sichtbar sein, daher darf man sich in so einem Fall nicht nur auf das eigene Urteil verlassen“, sagt Rechtsanwalt Dötsch. Der andere muss die Möglichkeit haben, sich selbst ein Urteil zu bilden. Ist er auch der Ansicht, dass nichts passiert ist, könne die Sache abgehakt werden.

Was ist mit Schäden, die zunächst nicht erkennbar waren?

Auch im Nachhinein hat der Geschädigte die Möglichkeit, seine Ansprüche geltend zu machen. „Wenn ein Schaden vom Geschädigten nicht sofort bei der gegnerischen Versicherung gemeldet wird, geht der Anspruch auf Schaden­ersatz nicht verloren“, erklärt Kathrin Jarosch vom Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV). Wichtig: Die Beschädigung sollte immer möglichst eindeutig auf Fotos festgehalten werden. „Auch wenn die Schaden­höhe auf den ersten Blick gering erscheint. So erspart man sich späteren Streit um die erforderlichen Reparatur­kosten.“

Der Unfallverursacher hat keine Daten über seine Versicherung. Was tun?

Die notwendigen Informationen lassen sich über den Zentralruf der Auto­versicherer unter der kosten­freien Nummer 0800/250 260 0 besorgen. „Der Zentralruf benötigt lediglich das Kennzeichen des Unfall­gegners, um die gegnerische Haftpflicht-Versicherung ermitteln zu können“, sagt Kathrin Jarosch. Hier erfahre man auch die Versicherung von Fahrzeugen aus dem europäischen Ausland und die Kontakt­daten des jeweiligen deutschen Ansprech­partners.

Nur geringer Schaden - trotzdem einen Sachverständigen holen?

Das kann für den Besitzer, dessen Auto beschädigt wurde, unter Umständen teuer werden. „Es gilt die Schaden­minderungs­pflicht, wonach auch der Geschädigte dafür sorgen muss, dass die Kosten gering bleiben“, sagt Holger Küster. Liegen die Kosten des Fahrzeug­schadens unter der Bagatell­grenze von circa 750 Euro, würden Versicherungen die Kosten für einen Sachverständigen oft nur zögerlich oder auch gar nicht erstatten.

Sind mündliche Vereinbarungen über die Schadensabwicklung gültig?

Wenn sich Verursacher und Geschädigter vor Ort auf eine Regelung ver­ständigen - etwa 100 Euro in bar - ist das dann für beide Parteien auch ohne schrift­liche Fixierung bindend? Eigentlich ja, sagt Rechtsanwalt Jens Dötsch: „So eine Verabredung über die Zahlung eines Pauschal­betrages beinhaltet dann auch, dass der Geschädigte auf etwaige weitere Ersatz­ansprüche verzichtet.“ Schwierig sei jedoch, wenn beispiels­weise der Geschädigte im Nachhinein hiervon nichts mehr wissen will und es keine Zeugen gibt. „Es empfiehlt sich daher, eine solche Vereinbarung schriftlich zu fixieren, damit sie nötigen­falls auch bewiesen werden kann“, rät Jens Dötsch, Fachanwalt für Verkehrs­recht.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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