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Steuerrecht | 19.12.2018

Auslands­semester

Kosten für Auslands­semester teilweise steuerlich absetzbar

Bei Anrechnung der Studien­kosten für Auslands­semester wird zwischen Erst- und Zweit­ausbildung unterschieden

Erfahrungen sammeln, Sprachen lernen, sich international vernetzen: Vieles spricht für ein Auslands­semester - abgesehen von den anfallenden Kosten. Doch häufig können Studierende einen Teil der Ausgaben beim Finanzamt angeben und so ihre Steuerlast senken

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Ausgaben für ein Auslands­semester können Studierende beim Finanzamt angeben - etwa für Semester­gebühren oder Reisekosten. Darauf macht der Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine(BVL) aufmerksam. Handelt es sich um eine Erstaus­bildung, sind bis zu 6.000 Euro im Jahr als Sonder­ausgaben abzugs­fähig. Wer bereits eine Ausbildung oder ein anderes Studium vorher absolviert hat, kann die Kosten in voller Höhe als Werbungs­kosten angeben.

Voraussetzungen für Anrechnung der Unterhaltskosten

Eine Besonderheit gilt bei den Unterhalts­kosten. Wird die Uni im Ausland als erste Tätigkeitsstätte anerkannt, berücksichtigt der Fiskus die Kosten nur unter bestimmten Voraus­setzungen. Studierende müssen dann eine doppelte Haushalts­führung nachweisen können, also beispiels­weise, dass sie weiterhin eine Wohnung im Inland unterhalten oder sich an mehr als zehn Prozent der Kosten der elterlichen Haushalts­führung beteiligen. Das passiert in der Praxis aus Kosten­gründen eher selten.

Unterhaltskosten für Auslandssemester geltend machen - Klageverfahren anhängig

Dennoch empfiehlt BVL-Geschäfts­führer Uwe Rauhöft allen Studierenden, die ein Auslands­semester absolvieren, die Unterkunfts­kosten dafür steuerlich geltend zu machen. Denn derzeit gibt es ein Klage­verfahren vor dem Bundes­finanz­hof (BFH, Az.: VI R 3/18), in dem entschieden werden soll, ob die ausländische Bildungs­stätte während des Auslands­aufenthalts zur ersten Tätigkeitss­tätte wird. Verbleibt sie im Inland, müssten Studierende nicht die strengen Voraus­setzungen der doppelten Haushalts­führung erfüllen. Dann könnten Studierende die Ausgaben für die Unterkunft laut Uwe Rauhöft als Reisekosten angeben.

Einspruch gegen Steuerbescheid einlegen

Erkennt der Fiskus die Unterkunfts­kosten für das Auslands­semester nicht an, rät Uwe Rauhöft: Legen Sie Einspruch gegen den Steuer­bescheid ein. Das ist innerhalb eines Monats möglich. Im Schreiben sollten Studierende auf das laufende BFH-Verfahren verweisen und das Ruhen ihres Falles beantragen, bis die Richter eine Entscheidung treffen. Der Vorteil: So können sie von dem Urteil unter Umständen profitieren, ohne ein eigenes Kosten- und Klagerisiko einzugehen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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