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Krankenversicherungsrecht und Sozialversicherungsrecht | 03.08.2022

Urlaub

Krankengeld und Co.: Das sollten Krebs­patienten vor Reisen wissen

Betroffene sollten aber einiges vorab regeln - ein Überblick

Wer an Krebs erkrankt ist, hat oft keine leichte Zeit hinter sich. Ein Urlaub kann für Entspannung sorgen. Bevor es losgeht, sollten Betroffene aber einiges regeln.

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Reisen, mal rauskommen, das bedeutet für viele Menschen Erholung. Und auch Krebs­patienten müssen nicht auf Urlaub verzichten - selbst wenn sie krank­geschrieben sind. Darauf weist der Krebs­informations­dienst hin. Denn grund­sätzlich gelte: Alles was zur Genesung beiträgt und den Heilungs­prozess nicht verzögert, ist erlaubt.

Doch was müssen Krebspatienten vor der Reise beachten?

Wer krank­geschrieben ist und ins Ausland reisen möchte, braucht vorab die Zustimmung der Kranken­kasse. Andernfalls kann sie die Zahlung von Krankengeld einstellen, warnt der Krebs­informations­dienst.

Allerdings darf sie Urlaub im EU-Ausland nicht einfach verbieten. Das Bundes­sozial­gericht (Az: B 3 KR 23/18 R) urteilte etwa: Kranken­kassen müssen einem Aufenthalt im EU-Ausland zustimmen, wenn kein Zweifel an der Arbeits­unfähigkeit des Versicherten besteht und kein Leistungs­missbrauch vorliegt.

Ärztliche Bescheinigung beilegen

Nicht vergessen sollten Krebs­patienten allerdings, dass ihr Arzt oder ihre Ärztin sie für die gesamte Zeit der Reise krank­schreiben muss.

Und: Informiert man die Kranken­kasse über die geplante Auslands­reise, sollte man am besten auch gleich eine ärztliche Bescheinigung beilegen. Aus der sollte hervorgehen, dass die Reise den Heilungs­prozess nicht behindert und die Behandlung nicht unter­brochen wird.

Denn bei der Ent­scheidung der Kasse zu Reisen ins Nicht-EU-Ausland handelt sich um eine individuelle Einzel­fall­entscheidung. Wer innerhalb von Deutschland unterwegs ist, muss seine Kranken­kasse übrigens nicht über den geplanten Urlaub informieren.

Und ob krank­geschriebene Krebs­patienten mit ihrem Arbeitgeber über die geplante Reise sprechen oder nicht, hängt auch bei Auslands­urlaub vom jeweiligen Vertrauens­verhältnis ab, so der Krebs­informations­dienst. Gesetzlich vorgeschrieben ist das nicht.

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Vor Auslandsreisen Versicherungsschutz checken

So schön der Urlaub sein mag: Auch während der Reise können Beschwerden auftreten und man muss zum Arzt. Der Krebs­informations­dienst empfiehlt deshalb, bei Auslands­reisen vorab mit der Kranken­kasse zu klären, wie und für welche Situationen man am Urlaubsort versichert ist.

Ob die private Kranken­versicherung oder Reise­kranken­versicherungen auch Notfälle oder Behandlungen unterwegs abdecken, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Häufig stoße man laut Krebs­informations­dienst auf vertragliche Klauseln, die den Versicherungs­schutz auf Reisen einschränken oder ausschließen. Zumindest dann, wenn die Erkrankung schon vor der Reise bekannt war.

Für gesetzlich Versicherte gilt: Bei Reisen in EU-Staaten und einige weitere Länder wie Island, Liechten­stein, Norwegen oder die Schweiz haben sie Anspruch auf medizinisch notwendige Leistungen. Ob man einen speziellen Urlaubs­kranken­schein neben der Europäischen Kranken­versicherungs­karte braucht, erfährt man auf der Website der Deutschen Verbindungs­stelle Kranken­versicherung Ausland (DVKA).

Flugtauglichkeit bestätigen lassen

Krebs­patienten, die mit dem Flieger in die Ferien starten möchten, sollten sich ihre Flug­tauglichkeit ärztlich bestätigen zu lassen, rät der Krebs­informations­dienst. Denn Fluggesellschaften könnten die Mitreise verweigern, wenn sie Zweifel an der Reise­tauglichkeit haben.

Das international einheitliche Formular MEDIF ist bei Reisebüros oder auf den Internet­seiten der Fluggesellschaften zu finden. Der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin muss es vor dem Flug ausfüllen.

Wer sich nicht fit fühlt, sollte aber möglichst nicht in den Flieger steigen. Denn kommt es etwa während des Fluges zu einem Zwischen­fall, sind Krebs­patienten schlimmsten­falls zur Zahlung von Folgekosten verpflichtet, so der Krebs­informations­dienst.

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Nicht vergessen

Müssen Schmerz­medikamente mitgenommen werden, die dem Betäubungs­mittel­gesetz unterliegen, braucht man eine vom Bundesamt für Arznei­mittel und Medizin­produkte (BfArM) beglaubigte Bescheinigung des Arztes. Auf den Seiten des BfArM, ist zu erfahren, welche Regelungen für welches Reiseziel gelten.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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