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Steuerrecht | 02.11.2022

Bonus­zahlung

Kranken­kassen-Bonus­zahlung wirkt sich nicht auf Steuerlast aus

Keine Kürzung um Zuschüsse aus einem Bonus­programm

Bonus­zahlungen einer Kranken­kasse mindern nicht immer die steuerlich abzugs­fähigen Sonder­ausgaben. Finanz­ämter haben das aber bislang angenommen - falsche Steuer­bescheide werden darum nun korrigiert.

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Ob Mitglied­schaft im Fitness­studio, Check-up oder Zahn­vorsorge: Für gesundheits­bewusstes Verhalten belohnen manche Kranken­kassen ihre Mitglieder mit einer Geldprämie, der sogenannten Bonus­zahlung. Auf die Steuer­erklärung hat so eine Zahlung keine Auswirkung, heißt es vom Bund der Steuer­zahler mit Verweis auf das Bundes­finanz­ministerium.

Finanz­ämter stuften Zahlungen als Beitrags­erstattungen ein

Steuer­zahlerinnen und Steuer­zahler können ihre Kranken­versicherungs­beiträge in der Steuer­erklärung grund­sätzlich als Sonder­ausgaben ansetzen, das senkt die Steuerlast. Erstattungen von Kranken­kassen - gleich welcher Form - hatten Finanz­ämter in der Vergangenheit generell von diesen abzugs­fähigen Sonder­ausgaben abgezogen. Damit fiel die Steuer­entlastung geringer aus. Das ist aber so nicht immer richtig.

Beitragserstattung oder Erstattung für Gesundheitskosten?

Der entscheidende Unterschied besteht darin, ob es sich bei der Prämie um eine Kosten­erstattung - zum Beispiel bei einer Bonus­zahlung der Fall - oder eine sonstige Beitrags­rück­erstattung handelt. Denn die von einer gesetzlichen Kranken­kasse gewährte Geldprämie für gesundheits­bewusstes Verhalten darf die Sonder­ausgaben laut Bundesfinanzhof, Urteil vom 06.05.2020, Az. X R 16/18 nicht schmälern. Mit der Bonus­zahlung soll vielmehr finanzieller Aufwand für die Gesundheits­maßnahme ausgeglichen werden. Die Finanz­verwaltung setzt dieses Urteil nun um.

Einkommensteuerbescheide müssen jetzt geändert werden

Folglich müssen nun Einkommen­steuer­bescheide, in denen die Bonus­zahlung von den Beiträgen der Kranken­versicherung abgezogen wurde, geändert werden - und zwar für Besteuerungs­zeiträume seit einschließlich 2016.

Bedeutet: Hier kann es nachträglich noch zu Steuer­erstattungen kommen. Die Kranken­kassen müssen dafür ihre Mitteilungen an die Finanz­ämter ändern. „Steuer­zahler hingegen müssen nichts tun, die Finanz­ämter sowie die Kranken­kassen werden von sich aus tätig“, sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuer­zahler.

Zukünftig müssen Finanz­ämter prüfen, ob es sich bei einer Rück­zahlung der Kranken­kasse an den Steuer­zahler um eine Bonus­zahlung oder eine Beitrags­rück­erstattung handelt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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