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Krankenkassenrecht | 07.02.2019

Kranken­kasse

Kranken­kassen­wechsel: Worauf Versicherte achten müssen

Wichtige Antworten auf Fragen zum Thema

Viele gesetzliche Kranken­kassen haben zuletzt den Zusatz­beitrag gesenkt oder Extra­leistungen ausgeweitet. Wer mit seiner Kasse unzufrieden ist, kann sich eine neue suchen. Doch wie gelingt der Wechsel?

Die erste Gehalts­abrechnung 2019 brachte für viele Angestellte mehr Geld. Denn seit dem Jahres­beginn finanzieren Arbeitgeber und Arbeit­nehmer die Beiträge samt Zusatz­beitrag zur gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) wieder zur Hälfte. Angestellte zahlen also weniger. „Die gesetzlichen Kranken­kassen stehen im Moment finanziell gut da. Deshalb senken viele ihre Preise oder weiten Extra­leistungen aus“, weiß Sabine Baierl-Johna von Finanztest. Wer mit seiner Kasse unzufrieden ist, kann das zum Anlass für einen Wechsel nehmen. Wichtige Fragen und Antworten:

Kann ich in jede Krankenkasse wechseln?

Ja, gesetzlich Versicherte dürfen zu jeder Kranken­kasse wechseln, die in ihrem Bundesland oder im Bundesland ihrer Arbeits­stelle für die Allgemeinheit geöffnet ist: Ob AOK, BKK oder eine der großen Ersatz­kassen wie Techniker Kranken­kasse oder Barmer. „Ablehnen kann eine gesetzliche Kranken­kasse den Versicherten nicht - das ist ein großer Vorteil gegenüber der privaten Kranken­versicherung“, sagt Michaela Gottfried vom Verband der Ersatz­kassen (vdek). „Denn in der GKV gilt der sogenannte Kontrahierungs­zwang, also jede gesetzliche Kranken­kasse muss den Versicherten aufnehmen, unabhängig vom Alter, Geschlecht und den Vorerkrankungen.“ Es ist auch möglich, zu einer Kasse zurückzukehren.

Gibt es Fristen, die bei einem Wechsel gelten?

Egal ob freiwillig oder pflicht­versichert: Versicherte können nach 18 Monaten bei einer Kasse ihre Mitglied­schaft kündigen und wechseln. Bei Wahltarifen können längere Bindungs­fristen von bis zu drei Jahren gelten. Es gibt allerdings ein Sonder­kündigungsr­echt, wenn die Kranken­kasse den Zusatz­beitrag erhöht. Dann darf ein Mitglied bis zum Ende des Monats kündigen, in dem erstmals der höhere Beitrag gilt.

Die Kündigungs­frist beträgt zwei Monate zum Monatsende, erklärt Michaela Gottfried: „Der Kranken­kassen­wechsel kann dadurch bis zu drei Monate dauern. Wenn der Versicherte seine Kündigung beispiels­weise am 1. März eines Jahres einreicht, so ist er bei der neuen Kranken­kasse ab dem 1. Juni versichert.“ In der Zwischen­zeit muss er auch den eventuell höheren Beitrag zahlen.

Auf welchem Weg soll ich kündigen?

Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. „Viele Kassen bieten im Internet Formulare für die Kündigung und eine Mitgliedschafts­erklärung an“, sagt Sabine Baierl-Johna. „Um sicherzugehen, dass die Kündigung ankommt, kann man den Brief per Einschreiben schicken.“ Die alte Kasse muss die Kündigung innerhalb von 14 Tagen bestätigen. Mit der Bestätigung lässt sich dann eine neue Mitglied­schaft erklären. Sperr­fristen wie bei der privaten Kranken­versicherung gibt es nicht. Der Versicherte kann direkt nach dem Wechsel zum Arzt gehen oder Rezepte einlösen.

Kann beim Wechsel etwas schiefgehen?

Eigentlich nicht, beruhigt Michaela Gottfried. „Die Kündigung wird nur dann wirksam, wenn alle Kündigungs­schritte - von der Kündigung bis zum Einreichen der neuen Mitglieds­bescheinigung beim Arbeitgeber - erfolgt sind. Läuft beim Wechsel etwas schief, kann der Versicherte trotzdem einen Arzt aufsuchen, weil der Kranken­versicherungs­schutz bei der alten Kranken­kasse weiter fortbesteht.“

Wie hoch ist der Zusatzbeitrag?

Zusätzlich zum Beitrag in Höhe von 14,6 Prozent des Brutto­einkommens erheben Kranken­kassen einen Zusatz­beitrag. Etwa ein Drittel der Kassen hat diesen nach einer Auswertung des Verbraucher­portals Finanztip zum Jahres­wechsel gesenkt. Im Durchschnitt beträgt er 0,9 Prozent, die günstigste Kasse verlangt 0,2 Prozent Zusatz­beitrag, die teuerste 1,7 Prozent. Allerdings hat diese bereits angekündigt, ihren Beitrags­satz im April ebenfalls zu verringern.

Was macht eine gute Krankenkasse aus?

Wer nach einer neuen Kranken­kasse sucht, sollte aber nicht nur auf den Preis schauen, sondern vor allem auf das Angebot. Denn einen klaren Zusammenhang zwischen Beitrags­höhe und Leistung gebe es nicht, erklärt Baierl-Johna. „Am besten sucht man sich eine Kranken­kasse, die genau das bietet, was man braucht. Bei den Zusatz­leistungen kann man beispiels­weise auf Zuschüsse zur Kinder­wunsch­behandlung, Reise­impfungen oder homöo­pathische Behandlungen schauen.“

Doch genauso wichtig ist der Service. „Die Qualität des Service ist natürlich schwer zu prüfen, da muss man sich auf eigene Erfahrungen verlassen, oder die von Bekannten“, erklärt die Expertin. Doch es gibt auch Kriterien, nach denen Versicherte gezielt suchen können. Für junge Familien kann beispiels­weise eine ärztliche Telefon­hotline wichtig sein, die rund um die Uhr erreichbar ist.

Kann es sein, dass Versicherte andere Medikamente erhalten?

Versicherte, die langfristig auf Medikamente oder Hilfsmittel angewiesen sind, sollten bei einem Wechsel aufmerksam sein. „Für die Versorgung ihrer Versicherten mit Hilfs­mitteln schließen die Kranken­kassen Verträge mit Leistungs­erbringern. Da diese Verträge je nach Kranken­kasse durchaus unterschiedlich gestaltet sind, kann es im Falle des Kranken­kassen­wechsels zu Umversorgungen kommen“, erklärt Michaela Gottfried. Wer etwa einen Rollstuhl von der Kranken­versicherung geliehen hat, muss diesen zurück­geben und bekommt von der neuen Kasse einen anderen gestellt.

„Bei Medikamenten kann es auch sein, dass sich der Versicherte umgewöhnen muss und zum Beispiel statt des Original-Präparats ein Generikum erhält“, weiß Sabine Baierl-Johna. „Am besten ist, schon vor der Kündigung mit der neuen Versicherung zu sprechen und die Möglichkeiten abzuklären.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
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