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Verbraucherrecht und Vertragsrecht | 18.12.2017

Abzocke

Kriminelle Abzocker-Masche: Verbraucher­schützer warnen vor betrügerischen Streaming-Angeboten

Mit Pop-ups werden Verbraucher in die Abofalle gelockt

Verbraucher­schützer warnen vor einer kriminellen Abzocker-Masche mit vermeintlichen Streaming-Angeboten im Netz. Zahlreiche Websites lockten mit einem offenbar vor­getäuschten Angebot potenzielle Nutzer in die Abofalle, berichtet das Markt­wächter-Team der Verbraucher­zentrale Rheinland-Pfalz.

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Die Schein-Angebote lockten mit einer fünf­tägigen Testphase, am Ende würden aber hohe Jahres-Abo-Beträge eingefordert. Bundesweit seien zahlreiche Verbraucher­beschwerden eingegangen, sagte Manfred Schwarzenberg, Redakteur der Markt­wächter Digitale Welt.

Nahezu identische Websites

Die Websites sähen nahezu alle gleich aus - mit Ausnahme des Logos und der Internet­adresse. Insgesamt 42 verschiedene URLs hätten die Markt­wächter zwischen­zeitlich gezählt. Häufig seien auch Minder­jährige über ein Pop-up-Fenster auf eine der Websites gelangt. In der Regel werde dort mit einem fünf­tägigen kostenlosen Testabo geworben. Bei der Registrierung mit Eingabe von Adress- und E-Mail-Daten sowie einer Telefon­nummer werden die Daten zwar an die Betreiber übermittelt, doch die Nutzer können meist nicht auf Filme zugreifen. Offen­sichtlich seien auf den Websites gar keine Filme oder Serien zum Abruf vorhanden, sagte Maximilian Heitkämper, Rechts­referent im Markt­wächter-Team.

Jahresabo mit Kosten von bis zu 359 Euro

Nach Ablauf einer angeblich fünf­tägigen Testphase fordern die Betreiber bei den betroffenen Verbrauchern per Mail oder telefonisch dann auf aggressive Weise die Zahlung des Jahres-Abo-Betrages ein, der bis zu 359 Euro betragen kann. Falsche Informationen über die Rechtmäßigkeit der Forderung verbreiten die Betreiber offenbar auch über Youtube-Videos, in denen vermeintliche Anwälte die Rechtmäßigkeit betonen.

Verbraucherschützer warnen vor Registrierung

„Wir können die Verbraucher nur davor warnen, sich auf einer dieser Webseiten zu registrieren“, sagte Maximilian Heitkämper. Das Markt­wächter-Team hat seine Erkenntnisse an die Ermittlungs­behörden weitergeleitet.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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