wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

EU-Recht, Reiserecht und Verbraucherrecht | 07.05.2020

Erstattung von Flugtickets

Kunden sollten hartnäckig bleiben: Bei Flugstorno auf Rück­zahlung bestehen

Flugtickets muss auch für einen ausgefallenen Flug wegen Corona erstattet werden

Der Flug wurde abgesagt, aber das Geld bekommt der Kunde nicht zurück: Für viele Reisende ist das ein großes Ärgernis - und es wider­spricht geltendem Recht.

Werbung

Wer immer noch auf die Rück­zahlung von Geld für einen ausgefallenen Flug wartet, sollte hartnäckig bleiben. Fluggesellschaften müssen nach geltender Rechtslage den Ticketpreis erstatten, wenn ein Flug wegen Corona gestrichen wurde.

Gutscheine müssen nicht akzeptiert werden

„Stellt Ihnen die Fluggesellschaft für einen annullierten Flug einen Gutschein aus, müssen Sie das nicht akzeptieren“, erklärt etwa die Verbrauch­zentrale Hamburg. Ein Gutschein sei ebenso wie jegliche Zahlung an die Fluggesellschaft im Fall der Insolvenz überhaupt nicht abgesichert, betonen die Experten. Das Risiko: „Geht eine Airline pleite, sehen Sie Ihr Geld nie wieder!“

Viele Airlines halten die Kunden hin

Das Problem: Viele Fluggesellschaften halten Kunden hin. Dem Reisenden hilft es dabei oft auch nicht, in einem Reisebüro oder auf einem Online-Portal gebucht zu haben.

Der Verband Internet Reise­vertrieb (VIR) erläutert: Airlines sind verpflichtet, den vollständigen Ticketpreis binnen sieben Tagen zu erstatten. Momentan hätten zahlreiche Fluggesellschaften aber die üblichen technischen Instrumente, die ihren Vertriebs­partnern im stationären und digitalen Vertrieb normalerweise für die Rück­erstattung zur Verfügung stehen, abgeschaltet. Oder sie reagierten mit extremer Verzögerung. Das Reisebüro oder Portal als Vermittler kann dem Kunden das Geld dann nicht auszahlen.

„Der Vermittler kann ausschließlich den Rück­erstattungs­prozess für den Kunden bei der Airline anstoßen, aber er kann keine Gelder zurück­zahlen“, betont der VIR.

Auch der Reiserechts­experte Paul Degott sagt: „Immer ist die Fluggesellschaft auf Rück­zahlung in Anspruch zu nehmen.“ Das gelte für die Buchung im Reisebüro wie auf einem Online-Portal.

Werbung

Umbuchung nicht akzeptieren

Viele Fluggesellschaften bieten statt einer Erstattung erst einmal eine Umbuchung an - teilweise auf ein Datum viele Tage nach dem eigentlich gewünschten Flugtermin. Auch ein solches Angebot müssen Kunden nicht annehmen. Bei angebotenen Alternativ­flügen besteht zudem die Gefahr, dass die Kosten­differenz doch bezahlt werden muss.

Was tun? Wenn die Fluggesellschaft gar nicht reagiert, können Reisende natürlich rechtliche Schritte einleiten, etwa mithilfe eines Rechts­anwalts. Gegen eine Provision nehmen sich auch Inkasso-Portale für die Durch­setzung von Flug­gast­rechten der Fälle an.

Fairplane etwa hat dafür die Webseite www.ticket­refund.de aufgesetzt. Wie viel Provision fällig wird, hängt vom Aufwand des Falls ab.

Gutschein-Lösung ist vom Tisch

Verbraucher haben gute Argumente auf ihrer Seite. Bundes­regierung und Reise­wirtschaften pochten auf Zwangs­gutscheine für Fluggäste und Pauschal­urlauber - statt einer Rück­zahlung des bezahlten Geldes für den Flug oder die Pauschal­reise. Doch die EU-Kommission hat dieser Forderung endgültig eine Absage erteilt. Im Gespräch ist nun ein Rettungs­fonds für die angeschlagene Reise­branche.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#7408

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d7408
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!