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Versicherungsrecht | 15.05.2019

Alters­vorsorge

Lebens­versicherung: Kündigen oder laufen lassen?

Vor einer Kündigung sollten zu erwartende Rendite, Kosten bei Fortführung und Verluste bei Kündigung geprüft werden

Lebens- und Renten­versicherungen sind aus Sicht der Branche erfolgreich: Während die Beitrags­einnahmen steigen, sinkt die Stornoquote. Aber sind solche Versicherungen tatsächlich geeignete Produkte für die Alters­vorsorge?

Geht es hierzulande um Geldanlage und Alters­vorsorge, ist Sparern vor allem eines wichtig: die Sicherheit. Immer wieder zeigen Umfragen, dass vor allem auf dem Sparbuch oder dem Girokonto gespart wird. Schließlich drohen hier keine Kursv­erluste wie an der Börse.

Branche wächst: Knapp 87 Millionen Verträge in Deutschland

Für die Alters­vorsorge setzen viele deshalb auf Lebens- und Renten­versicherungen: Knapp 87 Millionen Verträge gab es nach Angaben des Gesamt­verbandes der Deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV) in Deutschland Ende 2018. Fast 16 Millionen Verträge davon gehören in den Bereich der betrieblichen Alters­versorgung.

Für die Branche scheint sich das zu lohnen: In der Lebens­versicherung verbesserte sich 2018 laut GDV das Neu­geschäft gegen laufenden Beitrag um 1,9 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Das Geschäft gegen Einmal­beitrag legte um 3,7 Prozent auf 27,2 Milliarden Euro zu.

Versicherungen keine geeignete Form zur Altersvorsorge

Ob Lebens- oder Renten­versicherungen aber auch für Kunden ein gutes Geschäft sind, ist aus Sicht mancher Verbraucher­schützer fraglich. „Solche Verträge werden häufig abgeschlossen, um das eigene Gewissen zu beruhigen“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV) in Hamburg. Schließlich habe man damit das Gefühl, etwas für das Alter getan zu haben. Allerdings sagt Boss auch: „Versicherungen eignen sich eher nicht als Alters­vorsorge.“

Lange Laufzeiten und geringe Abschlussquote

Ein wichtiger Grund aus ihrer Sicht: die lange Vertrags­laufzeit. „In kaum einem anderen Bereich würde jemand einen Vertrag mit einer Laufzeit von 40 Jahren unterschreiben“, sagt Bianca Boss. Der Grund: „Man weiß ja nicht, ob man den Vertrag auch so lange bedienen kann.“

In der Tat steigen Kunden oft schon vor dem geplanten Renten­beginn aus und kündigen ihren Vertrag. Laut GDV lag die Stornoquote im vergangen Jahr bei 2,6 Prozent. Was aus Sicht der Branche ein niedriges Niveau ist, ist aus Sicht des BdV ein großes Problem. Wird die Stornoquote in Relation zur Laufzeit der Verträge gesetzt, zeigt sich: Nur ein geringer Anteil aller Verträge wird durch­gehalten.

Finanzielle Verluste durch vorzeitigen Ausstieg

Ein Beispiel: Wenn heute 100 Männer im Alter von 20 Jahren einen Vertrag bei einem Lebens­versicherer zur Alters­vorsorge abschließen, dann werden durchschnittlich nur 27 diesen Vertrag noch bei Renten­beginn haben. Drei werden verstorben sein und 70 werden den Vertrag zwischen­zeitlich gekündigt haben. Ein vorzeitiger Ausstieg ist allerdings meist ein finanzielles Verlust­geschäft.

Lange Laufzeiten als Nachteil

Auch aus Sicht von Professor Hermann Weinmann von der Hochschule Ludwigshafen am Rhein kann die lange Bindungs­dauer ein Nachteil sein. „Deshalb müssen bei einem Vertrags­abschluss Überzeugung und eine solide Finanz­planung dahinter­stehen“, erklärt der Leiter des Instituts für Finanz­wirtschaft. „Ich empfehle einen Vertrags­abschluss nach grundsätzlicher Information über das Produkt und das in Frage kommende Unternehmen.“

Versicherungsunternehmen sollte sorgfältig ausgesucht werden

Ein Kunde sollte darauf achten, dass er den „Griff in die Wundertüte“ vermeidet: „Fatal ist es, wenn er bei Vertrags­ablauf oder bei Renten­beginn feststellen muss, dass die Leistungs­bilanz geprägt ist durch Miss­management in den Kosten, durch eine mäßige Performance in der Kapital­anlage und schließlich als Krönung durch Kalkulations­fehler im Kernbereich, dem Risiko­geschäft.“

Kein Anspruch auf Schlussüberschuss und Überschussbeteiligung

Das Problem: Das merken Kunden tatsächlich oft erst am Ende. Denn wie viel die Versicherung ihnen ausbezahlt, können sie während der Laufzeit oft nicht erkennen. Zwar erhalten sie jedes Jahr eine Stand­mitteilung. Wirklich sicher ist aber nur die garantierte Leistung, also Spareinlagen minus Kosten. „Auf den Schluss­überschuss und die Überschuss­beteiligung haben Sie keinen Anspruch“, sagt Bianca Boss.

Versicherte sollten ihren Vertrag deshalb prüfen lassen. Läuft er schon länger als fünf Jahre, sind die Abschluss­kosten meist schon bezahlt, erklärt die Stiftung Warentest. Das heißt: Es fließt ein größerer Teil des Beitrages auch in den Spartopf. „Wenn ich noch einen guten Vertrag erwischt habe, der noch eine hohe Garantie­verzinsung hat und ich geringe Kosten habe, kann sich das trotzdem lohnen“, sagt auch Bianca Boss.

„Jede Altersvorsorge ist besser als gar keine Altersvorsorge“

Auch aus Sicht von Prof. Weinmann sollten Verbraucher einen Vertrag nicht kündigen, weil sie sich woanders mehr Rendite versprechen. „Wer seinen Vertrag kündigt, um damit ein mehr Erfolg versprechendes Aktien- beziehungs­weise Investment­portfolio zu begründen, dem ist nicht zu helfen“, sagt er. „Für mich gilt der Grundsatz: Jede Alters­vorsorge ist besser als gar keine Alters­vorsorge.“

Quelle: dpa/DAWR/ab
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