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Verbraucherrecht und Versicherungsrecht | 01.12.2020

Lebens­versicherung

Lohnt die Kündigung der Lebens­versicherung?

Kündigung der Lebens­versicherung nicht immer sinnvoll

Lebens­versicherer verkaufen oft ihre Bestände. Die Policen werden dann an andere Gesellschaften übertragen. Was bedeutet das für Versicherte? Sollten sie den Vertrag kündigen?

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Die niedrigen Zinsen bereiten nicht nur Sparern Verdruss. Auch den Versicherern machen sie zunehmend zu schaffen. Was einige von ihnen dazu gebracht hat, ihren Bestand an Lebens­versicherungen anderen Gesellschaften zu übertragen. Das schürt bei Kunden Ängste. Viele fragen sich: Aus dem Vertrag aussteigen oder nicht? Der Gesamt­verband der Deutschen Versicherungs­wirtschaft (GDV) in Berlin wiegelt ab: „Ein Grund zur Kündigung besteht für Versicherungs­nehmer nicht“, sagt GDV-Verbraucher­experte Mathias Zunk.

Run-off kommt bisher selten vor

In Deutschland hat es nach Angaben des GDV seit 2014 eine Bestands­übertragung, ein sogenanntes Run-off, von Lebens­versicherungen auf eine andere Versicherungs­gesellschaft gegeben. „Von einer Versicherungs­gesellschaft im Run-off ist die Rede, wenn die Gesellschaft kein Neu­geschäft mehr betreibt, zum Beispiel, weil es sich für sie nicht mehr rechnet“, erläutert Zunk.

Zudem gab es ihm zufolge in den zurück­liegenden sechs Jahren sechs Unternehmens­verkäufe von Lebens­versicherungs­anbietern an externe Abwicklungs­gesellschaften. Weder die Bestands­übertragung noch die Unternehmens­verkäufe haben Folgen für die Versicherungs­nehmer. „Die Versicherten erhalten alle garantierten Leistungen, vor allem die garantierten Kapital- und Renten­zahlungen“, so Zunk. Zudem werden Kunden un­verändert an den anfallenden Über­schüssen beteiligt.

Besonnen reagieren

Also alles kein Grund zur Panik? Kerstin Becker-Eiselen von der Verbraucher­zentrale Hamburg rät zu Besonnenheit. Zwar ist es aus ihrer Sicht richtig, den Vertrag bei besonderen Ereignissen wie etwa im Fall eines Run-offs auf den Prüfstand zu stellen. Unter bestimmten Voraus­setzungen kann es sich rechnen, den Vertrag zu kündigen. „Vor einer vorschnellen Beendigung kann man aber nur warnen.“

Viele sparen für einen finanziell sorgen­freien Lebensabend - und schließen dafür eine Lebens­versicherung ab. Eine solche Police ist aus Sicht der Verbraucher­zentrale Hamburg allerdings kein taugliches Alters­vorsorge-Produkt. „Zunächst sind Lebens-, aber auch Renten­versicherungen intransparent“, findet Becker-Eiselen.

Der sogenannte Garantie­zins bezieht sich nicht auf die eingezahlten Beiträge, sondern auf das, was nach Abzug der Kosten übrig bleibt. „Die Kosten sind aber in der Regel enorm hoch“, so die Verbraucher­schützerin. Zudem seien die garantierten Werte im Verhältnis zu den eingezahlten Beiträgen und den durch­laufenen Zinsphasen üblicherweise schlecht.

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Vertrag auf den Prüfstand stellen

Eine Beendigung des Vertrags kann laut Becker-Eiselen dann sinnvoll sein, wenn er keine wichtige Zusatz­versicherung wie etwa eine Berufs­unfähigkeits­versicherung enthält und der Verbraucher das Geld dringend benötigt - und er andernfalls einen Kredit aufnehmen oder bedienen muss, der mehr Zinsen kostet als der Vertrag erwirtschaftet.

Es kann aber auch einiges dafür sprechen, den Vertrag fortzuführen. „Das ist etwa dann der Fall, wenn der Verbraucher mit dem Vertrag eine Rendite erwirtschaftet, die er im derzeitigen Niedrigzins­umfeld durch andere Anlage­formen nicht erzielen kann“, so Becker-Eiselen.

Auch für jemanden, der kurz vor Renten­eintritt steht, lohnt sich die Kündigung der bestehenden Lebens­versicherung nicht unbedingt. In der kurzen Zeit anderweitig für den Lebensabend vorzusorgen und zum Beispiel in Aktien zu investieren ist riskant, wenn man das Geld zu einem bestimmten Termin benötigt, sagt Becker-Eiselen.

Widerruf kann möglich sein

Wer nach hinreichender Prüfung den Entschluss fasst, den Vertrag beenden zu wollen, kann kündigen. „Die Kündigung erfolgt schriftlich, entweder per Brief, Email oder Fax“, sagt Zunk. Für Verträge, die in den Jahren von 1995 bis 2007 abgeschlossen wurden, gibt es auch eine sogenannte Wider­spruchs­möglichkeit.

„Dazu muss die Belehrung über das Wider­spruchs­recht falsch sein“, erklärt Becker-Eiselen. Um dies beurteilen zu können, sollten sich Verbraucher beraten lassen. „Der Vorteil des Wider­spruchs gegenüber einer Kündigung kann ein höherer, vom Versicherer zu erstattender Wert sein.“

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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