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Haftungsrecht und Versicherungsrecht | 11.10.2016

Inspektion

Marken­werkstatt oder freie Werkstatt - Wo sollte man sein Auto warten und inspizieren lassen?

In der Regel sollte ein Auto alle zwei Jahre zur Inspektion

Spätestens alle zwei Jahre sollte ein Auto zur Inspektion. Müssen Besitzer dafür immer zur Marken­werkstatt fahren - oder reicht auch die oft günstigere freie Werkstatt?

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Zerbröselnde Rostlauben bilden in Deutschland mittlerweile eher die Ausnahme. Aber natürlich muss das Fahrzeug dafür regelmäßig gewartet und inspiziert werden. In der Regel alle zwei Jahre steht eine Inspektion an.

Fahrzeuge müssen regelmäßig gewartet werden

Bei unregelmäßig oder gar nicht gewarteten Autos kann die Funktions­fähigkeit und Verkehrs­sicherheit beeinträchtigt werden. „Bei Neu­fahrzeugen verliert der Kunde auch seine Ansprüche aus der Hersteller­garantie, da es sich bei einer Garantie um ein freiwilliges Leistungs­versprechen des Herstellers oder Importeurs handelt“, sagt Ulrich Köster vom Zentral­verband Deutsches Kraftfahr­zeug­gewerbe (ZDK). Die gesetzliche Sachmängel­haftung von zwei Jahren bei Neuwagen werde aber hiervon nicht berührt. „Hier haftet der Verkäufer für alle Sachmängel, die allerdings bei der Fahrzeug­übergabe an den Kunden bereits vorhanden oder zumindest angelegt sein müssen.“ Dabei sei es völlig unerheblich, ob das Auto bei einer Marken-Vertrags­werkstatt oder einer freien Werkstatt gewartet wird.

Gebrauchtwagen können auch in einer freien Werkstatt gewartet werden

„Nach der aktuellen Rechtsprechung des BGH kann man Wartung und Inspektion von Gebraucht­wagen auch in einer freien Werkstatt vornehmen lassen, ohne die Garantie zu verlieren“, sagt Rechtsanwalt Christopher Kunke von der Verbraucher­zentrale NRW. Klauseln, die Garantie­ansprüche an Arbeiten in Vertrags­werkstätten des Herstellers binden, verstoßen gegen das deutsche AGB-Recht und sind unwirksam.

Arbeiten müssen fachgerecht nach Hersteller-Vorgaben durchgeführt werden

Voraussetzung für die Nutzung einer freien Werkstatt sei jedoch, dass die Werkstatt die Arbeiten fachgerecht nach Hersteller-Vorgaben durchführe. „Dies sollte zur Sicherheit des Verbrauchers auf der Rechnung vermerkt werden“, sagt Rechtsanwalt Christopher Kunke. Anders verhalte es sich bei Garantie­ansprüchen bei Neuwagen. Hier könne der Händler im Einzelfall auf eine Vertrags­werkstatt bestehen. Allerdings würden Fahrzeug­hersteller Kulanz­leistungen verweigern, wenn das Auto vorher in freien Werk­stätten gewartet und repariert wurde.

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Größter Unterschied liegt bei den Kosten

Der größte Unterschied zwischen den Arbeiten einer freien und einer Vertrags­werkstatt liegt bei den Kosten. „Wenn die Inspektion in einer freien Werkstatt nach Hersteller­vorgaben durch­geführt wird, ergibt sich in der Regel eine Kosten­ersparnis von 15 bis 20 Prozent gegenüber der Marken­werkstatt“, sagt Hans-Gerd Brauneiser von der freien Kfz-Werkstatt Rheinland­garage in Köln. Die Ersparnis kommt aus den meist günstigeren Stunden­löhnen und den zum größten Teil verwendeten Ersatz­teilen von Automobil­zulieferern, trotz oft Erstausrüster-Qualität.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Qualität

Doch es gebe Qualitäts­unterschiede: Kunden sollten auf die Qualität der Kfz-Innungs­betriebe setzen, zu erkennen am blau-weißen Kfz-Meister­schild. Die Qualität der Arbeit hänge aber noch von weiteren Faktoren ab, wie Mitarbeiter-Know-how und -Erfahrung, technische Ausstattung und Führung des Betriebs. Das gelte aber für Marken­werkstätten und freie Betriebe. „Nicht jede freie Werkstatt hat die technische Ausstattung, moderne Fahrzeuge nach Hersteller­vorgaben zu warten“, sagt Hans-Gerd Brauneiser von der freien Kfz-Werkstatt Rheinland­garage.

Hersteller locken mit erweiterten freiwilligen Garantie

Neben neuen Abgas­testern und Motor­diagnose­geräten zählt dazu auch die aktuellste Software. Aufgrund von Software-Updates und in die Serie einfließenden Nach­besserungen sei es ratsam, in den ersten zwei, drei Jahren in die Marken­werkstatt zu fahren. Außerdem locken viele Hersteller nach der gesetzlichen Gewähr­leistung mit einer erweiterten freiwilligen Garantie. Diese sogenannte Mobilitäts­garantie geben die Hersteller nur, wenn das Auto weiterhin in der Marken­werkstatt gewartet wird.

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Inspektion wird nach speziellem Wartungsplan durchgeführt

Bei der Inspektion wird grund­sätzlich der Zustand des Autos kontrolliert, verschlissene Teile notfalls getauscht. „Für jedes Fahrzeug gibt es einen speziellen Wartungs­plan, aufgeschlüsselt nach Typ und Motorisierung, Zeit und Lauf­leistung“, sagt Hans-Gerd Brauneiser von der freien Kfz-Werkstatt Rheinland­garage. Werk­stätten arbeiten danach und wechseln gegebenenfalls Filter, Schmier­stoffe sowie Verschleiß­teile nach Befund. „Wenn Schäden nicht frühzeitig erkannt werden, kann es teuer werden“, sagt Hans-Gerd Brauneiser von der freien Kfz-Werkstatt Rheinland­garage. Vor allem der Tausch von Schmier­stoffen minimiert Verschleiß an Motor und Getriebe. Dadurch wird die Betriebs­sicherheit bei allen Witterungs­verhältnissen sicher­gestellt, gleich­zeitig die Umwelt­belastung reduziert.

Wartungsplan legt Prüfpunkte fest

Die Prüfpunkte der Wartung, der sogenannte Wartungs­plan, kommen vom Hersteller. „Der Hersteller legt den fest, um Schäden am Fahrzeug vorzubeugen und die Funktions­fähigkeit des Fahrzeugs sicherzustellen“, sagt Ulrich Köster vom Zentral­verband Deutsches Kraftfahr­zeug­gewerbe (ZDK). Hier gehe es um die Sicherheit im Straßen­verkehr. Daher seien regelmäßige Inspektionen notwendig. Sogenannte kleine Inspektionen umfassen in der Regel den Ölwechsel sowie die Über­prüfung von Scheiben­wasch­anlage, Luftfilter und Bremsen. Je nach Marke und festgelegter Lauf­leistung werden bei der großen Inspektion unter anderem Motor und Abgassystem, Getriebe, Achsen, Karosserie, Elektrik sowie Räder und Reifen geprüft.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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