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Immobilienrecht und Mietrecht | 27.02.2016

Nachbarschafts­streit

Mieter müssen Ruhezeiten einhalten

Streitig­keiten mit den Nachbarn lassen sich manchmal auch in einem Gespräch klären

Mieter müssen die Ruhezeiten im Haus beachten. Das betrifft zum einen die Nachtruhe von 22.00 bis 6.00 Uhr. Sie ist im jeweiligen Landes­immissions­schutz­gesetz geregelt. Außerdem kann die Hausordnung oder der Mietvertrag weitere Ruhezeiten vorschreiben.

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Mieter sollten nicht gleich die Polizei oder das Gericht einschalten

Während der Ruhezeiten ist maximal Zimmerlaut­stärke gestattet, an Sonn- und Feiertagen gilt das den ganzen Tag. Wer sich vom Lärm der Nachbarn gestört fühlt, sollte zuerst das Gespräch suchen, statt sofort Polizei oder Gericht einzuschalten. Das spare Geld und Nerven.

In der Vergangenheit haben sich Gerichte schön häufig mit Lärm­streitigkeiten zwischen Nachbarn beschäftigt

Dabei ging es etwa um das Tragen von High Heels in der Wohnung: Das Landgericht Hamburg bezeichnete es als unzumutbare Lärm­belästigung, wenn Nachbarn dauernd dem Klackern der Absätze auf Laminat- oder Fliesen­boden ausgesetzt sind (Landgericht Hamburg, Urteil vom 15.12.2009, Az. 316 S 14/09).

Das Amtsgericht Neukölln in Berlin hat sich mit der Lautstärke von Fuß­ballfans auseinandergesetzt: Zur Fußball WM 2014 wurde „gemeinschaftlicher Gesang, Gegröle und laute Rufe“ nach 22.00 Uhr bei offenem Fenster untersagt (Amtsgericht Neukölln, Beschluss vom 25.06.2014, Az. 17 C 1004/14).

Siehe auch:

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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