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Steuerrecht | 03.12.2018

Vermietung

Miet­verträge unter Angehörigen: Miethöhe bis Jahresende überprüfen

Für Geltendmachung von Werbungs­kosten darf vereinbarte Miete nicht weniger als 66 Prozent der orts­üblichen Vergleichs­miete betragen

Wer Wohnungen günstig an Verwandte oder Freunde vermietet, sollte vor dem Jahres­wechsel einen Blick in den Vertrag werfen. Der Grund: Nur wenn mindestens 66 Prozent der orts­üblichen Miete verlangt werden und wenn eine auf Dauer angelegte Vermietung vorliegt, können die Kosten als Werbungs­kosten in der Einkommen­steuer­erklärung abgesetzt werden.

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„Da rückwirkende Vertrags­änderungen in diesem Zusammenhang steuerlich nicht anerkannt werden, muss vor dem Jahres­wechsel die Über­prüfung für 2019 durch­geführt werden“, erklärt Uwe Rauhöft vom Bundes­verband Lohn­steuerhilfe­vereine (BVL) in Berlin.

Steuerliche Konsequenzen bei nur geringer Miete

Wichtig kann das vor allem in Städten sein, in denen die Mieten stark gestiegen sind. Denn hier kann die Gefahr bestehen, dass Vermieter versehentlich unter diese Grenze rutschen. „Beträgt die vereinbarte Miete weniger als 66 Prozent der orts­üblichen Miete, werden die Werbungs­kosten entsprechend gekürzt und gehen damit aus steuerlicher Sicht verloren“, erklärt Uwe Rauhöft.

Verluste aus der Vermietung und Verpachtung sind ausgleichsfähig

Der Vorteil, wenn der Vermieter nur 66 Prozent der orts­üblichen Miete kassiert, liegt darin, dass dem dennoch 100 Prozent der Kosten gegen­überstehen und insofern oftmals Verluste entstehen. Diese Verluste aus der Vermietung und Verpachtung sind grund­sätzlich voll aus­gleichs­fähig mit den anderen Einkünften, beispiels­weise als Arbeit­nehmer oder Rentner. Die verbilligte Vermietung spart somit Steuern auf andere Einkünfte.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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