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Mietrecht | 09.01.2017

Mietkaution

Mietzahlung: Kaution darf nicht zum Begleichen von Miet­zahlungen genutzt werden

Mieter darf nicht einfach nach der Kündigung die Miet­zahlungen einstellen und die Kaution „abwohnen“

Ein Mieter ist nicht berechtigt während des Miet­verhältnisses über die Kaution zu verfügen. Deshalb darf er den Vermieter nicht auf die Kaution verweisen, wenn er eine Miete gar nicht oder nicht rechtzeitig zahlen kann.

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Anspruch auf Kaution erst nach Ende des Miet­verhältnisses

Der Mieter hat erst nach dem Ende des Miet­verhältnisses einen Anspruch auf die Kaution. Deshalb darf er auch nicht einfach nach der Kündigung seines Miet­vertrages die Zahlungen einstellen und die Kaution „abwohnen“. Sollte ein Mieter in Zahlungs­verzug kommen, kann der Vermieter in Ausnahme­fällen auf die Kaution zurückg­reifen und die Miet­zahlungen so begleichen. Dann hat er aber auch einen Anspruch darauf, dass der Mieter den Betrag wieder auffüllt.

Für den Mieter wird es dann oft teurer

Denn neben den ausstehenden Mieten, die er begleichen muss, können für den Zahlungs­vollzug Zinsen anfallen - für den Zeitraum zwischen der Fälligkeit der Mietzahlung und der Aufrechnung des Kautions­betrages durch den Vermieter. Der Mieter muss diese Zinsen auf das Konto des Vermieters überweisen und zusätzlich den ausstehenden Betrag auf dem Kautions­konto begleichen. Die Kaution muss der Vermieter auf einem insolvenz­sicheren Konto anlegen - also getrennt von seinem eigenen Vermögen.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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