wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Verkehrsrecht | 25.05.2018

Autofahren im Ausland

„Mit dem Auto ins Ausland“: Was Autofahrer bei Reisen ins Ausland beachten sollten

Bei Missachtung der Verkehrs­regeln kann es teuer werden

Wer einmal im Ausland geblitzt worden ist, weiß, dass der deutsche Bußgeld­katalog noch vergleichsweise mild ist. Doch nicht nur mit dem Tempo sollten Autofahrer im Ausland aufpassen. Es gibt noch mehr zu beachten.

Werbung

Deutschland hat neun direkte Nachbar­länder. Entsprechend schnell können Autofahrer bei einem Trip das Ausland erreichen. Die offenen Grenzen in Europa dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit einem Grenz­übertritt auch andere Verkehrs­regeln gelten.

Tempoverstöße können teuer werden

„Tempo­verstöße können bei unseren europäischen Nachbarn richtig teuer werden“, sagt Annabel Brückmann vom Automobil-Club Verkehr (ACV) und nennt Beispiele: Wer in Dänemark, Frankreich oder Italien 20 km/h zu schnell fährt, bezahlt mindestens 135 Euro. Zum Vergleich: In Deutschland liegt das Bußgeld bei 35 Euro. Besondere Vorsicht sei vor allem in Italien ratsam: Dort seien Bußgelder nachts zwischen 22.00 und 7.00 Uhr um ein Drittel höher als tagsüber, so Brückmann.

Auch bei Alkohol verstehen die meisten Länder keinen Spaß

Wer alkoholisiert fährt, riskiert in Frankreich eine Gefängniss­trafe und in Italien die Enteignung des eigenen Fahrzeugs, warnt der ACV. Auch liegen die Promille­grenzen in einigen Ländern unter der in Deutschland geltenden von 0,5. In Polen und Schweden etwa liegt sie bei 0,2, in Tschechien und Ungarn sogar bei 0,0 Promille.

„Es ist ratsam, sich vor Fahrt­antritt gut zu informieren“, sagt Anja Smetanin vom Auto Club Euro (ACE). Denn einerseits gebe es bei den Verkehrs­regeln viele regionale Besonderheiten, zudem würden gerade in Metropol­regionen derzeit immer mehr Umweltzonen eingeführt. „Vielerorts sind auch Maut­vignetten erforderlich.“

Deutscher Führerschein gilt Europaweit

Beim Führer­schein müssen sich Auto- und Motorrad­fahrer keine Gedanken machen. „Die europaweit als einheitliche Plastik­karte gestalteten Führer­scheine werden unter den EU-Ländern auch gegenseitig anerkannt“, sagt Tobias Goldkamp, Fachanwalt für Verkehrs­recht. Da sie seit 2013 befristet sind, müsse man aber auf ihre Gültigkeit achten. Mit den alten grauen und rosa Führer­scheinen hingegen komme es in der Praxis immer mal wieder zu Akzeptanz­problemen, gleichwohl auch diese nach einer Entscheidung der EU-Kommission von Deutschlands Nachbarn anerkannt werden müssen.

Werbung

Autounfall im Ausland

Wer im Ausland in einen Verkehrs­unfall verwickelt wird, sollte unbedingt von seinem Schweige­recht Gebrauch machen. „Unbedachte Äußerungen sind ein großes Problem. Häufig werden die Aussagen falsch protokolliert und sind dann schwer aus der Welt zu schaffen“, sagt Rechtsanwalt Tobias Goldkamp. „Im Ausland mit einer anderen Rechts­ordnung und fremden Sprache verschärfen sich diese Risiken.“ Wer dringend Hilfe benötigt, kann sich unter +49 3018170 rund um die Uhr an das Auswärtige Amt wenden oder bei einem deutschen Konsulat um Unterstützung bitten.

Internationale Versicherungskarte ist ein Muss

Daneben sollten Auto- und Motorrad­fahrer immer die Internationale Versicherungs­karte (grüne Versicherungs­karte) dabei haben. „Das erleichtert die Abwicklung vor Ort, denn darauf sind alle wichtigen Daten zum Fahrzeug und zur Versicherung vermerkt“, sagt Anja Smetanin. Der Versicherungs­schutz der Kfz-Haftpflicht­versicherung gilt nach den Muster­bedingungen in ganz Europa. Allerdings gebe es keine EU-weiten Vorschriften für den Versicherungs­schutz von freiwilligen Autozusatz­versicherungen im Ausland. Daher sei es empfehlens­wert, sich hierzu beim Versicherer vorab zu erkundigen.

Für Großbritannien empfiehlt sich ein Mietwagen

Speziell bei Reisen nach Großb­ritannien stellt sich die Frage, ob es nicht besser ist, sich einen Wagen vor Ort zu mieten. „Der Links­verkehr erfordert in jedem Fall ein hohes Maß an Konzentration“, sagt Annabel Brückmann. „Wer mit dem eigenen Wagen fährt, sollte zum Beispiel bedenken, dass bei einem Überholmanöver die Straße nicht sehr gut einsehbar ist.“ Zudem hätten viele Autofahrer bei dieser Konstellation das Gefühl, auf der „falschen“ Seite zu fahren. Ein Mietwagen sei daher sicherlich eine gute Entscheidung. Da sich hierbei dann aber auch die Schaltung links befindet, sei es empfehlens­wert, einen Automatik­wagen zu wählen, damit sich der Fahrer voll auf den Straßen­verkehr konzentrieren könne.

Werbung

Tour mit dem Elektroauto braucht gute Vorbereitung

Wer mit dem Elektroauto ins Ausland will, sollte die Tour besonders gut planen. „Viele Regionen, insbesondere im Süden Europas, sind noch echte Ladewüsten“, sagt Anja Smetanin. „In anderen Ländern hingegen, wie Norwegen beispiels­weise, ist die Lade­infrastruktur sogar erheblich besser ausgebaut als in Deutschland.“ Problematisch sei allerdings, dass Autofahrer bei vielen ausländischen Anbietern eigene Ladekarten und Nutzer­konten benötigen. „Das heißt, hier muss man sich schon Wochen vorher kümmern, um die entsprechende Ladekarte rechtzeitig zu erhalten.“ Einfacher geht es in jedem Fall über die Ladekarten von Autoclubs. Und auch Tesla-Fahrer sind hier im Vorteil, denn der E-Auto-Anbieter verfügt über ein europa­weites Schnell­ladenetz.

Vorsicht - Trickbetrüger und Diebe machen keinen Urlaub

Ob zum Aufladen der Batterie oder der Stopp an der Autobahn­raststätte: Wer unterwegs eine Pause einlegt, sollte besonders wachsam sein. „Vor allem während der Urlaubszeit sind auf Rast­stätten vermehrt Trick­betrüger unterwegs“, warnt Annabel Brückmann. Wer sich vom Fahrzeug entfernt, sollte immer den Zünd­schlüssel mitnehmen.

Besonders beliebt sind Rast­stätten und Autobahn­parkplätze aufgrund ihrer Lage. „Die einfachen Fluchtwege machen es Dieben leicht, zudem herrscht viel Betrieb an diesen Plätzen“, sagt Anja Smetanin. Für das Über­nachten sollten beispiels­weise Reisende mit einem Wohnmobil daher am besten nur ausgewiesene Stell­plätze ansteuern.

Strafzettel auch in Deutschland vollstreckbar

Wer im Ausland einen Strafzettel erhält, sollte diesen nicht voreilig in die Ecke schmeißen, denn er kann auch hierzulande vollstreckt werden. „Grundlage ist ein EU-weites Abkommen, lediglich Griechen­land bildet da eine Ausnahme“, sagt Annabel Brückmann. Entscheidend sei die Höhe des Bußgelds. In der Regel ab 70 Euro würden Strafen aus dem EU-Ausland in Deutschland vollstreckt - in Österreich ist das schon ab 25 Euro der Fall. Aber auch ein ansonsten geringeres Bußgeld könne durch Verwaltungs­kosten sehr schnell die Grenze übersteigen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#5430

Rechtsanwalt Hermann Kaufmann

Lebens- und Renten­versicherung

Widerspruch statt Kündigung: Standard Life Lebens- und Renten­versicherungs­verträge wegen Brexit nicht mehr sicher

RechtsanwaltHermann Kaufmann

[18.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie britische Versicherungs­gruppe Standard Life beabsichtigt, aufgrund des bevorstehenden Brexits, tausende Lebens­versicherungs­verträge in eine irische Tochter­gesellschaft zu transferieren. Damit aber entfällt der bisherige Insolvenz­schutz des britischen Entschädigungsfonds.

Rechtsanwalt Marcel Seifert

Fahrverbote

Widerruf der Auto­finanzierung als Ausweg aus der Dieselkrise

RechtsanwaltMarcel Seifert

[17.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDiesel­fahrer müssen sich im neuen Jahr mehr und mehr mit Fahr­verboten auseinandersetzen. In Stuttgart gilt seit dem 1. Januar 2019 ein flächen­deckendes Fahrverbot in der Umweltzone für Diesel mit der Schadstoff­klasse Euro 4 und schlechter. Zunächst sind vor allem Pendler von dem Fahrverbot betroffen, für Anwohner wird es nach einer Übergangsf­rist ab April ernst.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Fahrer­flucht

Tatbestand der Fahrer­flucht: Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort und seine Folgen

RechtsanwaltGuido Lenné

[16.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBei Fahrer­flucht denken die meisten Verkehrs­teilnehmer an einen Unfall, bei dem Personen zu Schaden gekommen sind und der verursachende Fahrer einfach weiter­gefahren ist. Doch das trifft in den seltensten Fällen zu.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

www.fa-24.com: Vertrags­stornierung in Sachen Firmen­auskunft24

RechtsanwaltRobert Binder

[15.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWer als Gewerbetreibender oder Freiberufler für einen Firmen-Werbe-Eintrag in dem Branchenverzeichnis Firmenauskunft24 zahlen soll, hat gute Chancen nichts an die Firmenauskunft P.U.R. GmbH zahlen zu müssen.

Steinschlag

Kein Anspruch auf Schaden­ersatz nach Steinschlag durch voraus­fahrenden Lkw

RechtsanwaltMark Eplinius

[14.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternAuch wenn ein Lkw einen Stein auf­gewirbelt und den Wagen dahinter beschädigt, muss der Fahrer nicht immer haften.

Rechtsanwalt Gerd Klier

Zuweisung von Telearbeit

Kein Kündigungs­grund: Kündigung wegen Verweigerung angeordneter Telearbeit unwirksam

RechtsanwaltGerd Klier

[11.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer Arbeitgeber darf dem Arbeit­nehmer nicht aufgrund seines arbeits­vertraglichen Weisungs­rechts Telearbeit einseitig zuweisen. So ist der Arbeit­nehmer arbeits­vertraglich nicht verpflichtet, die ihm angebotene Telearbeit zu verrichten. So hat das Landes­arbeits­gericht Berlin-Brandenburg hat mit Urteil vom 10.10.2018 entschieden.

Rechtsanwalt Hermann Kaufmann

Grund­erwerbs­steuer

Hausverkauf: Welche Steuern fallen beim Verkauf einer Immobilie mit Inventar an?

RechtsanwaltHermann Kaufmann

[10.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWerden zusammen mit einem Grundstück weitere Gegenstände veräußert, so ist zu klären, in welcher Höhe der Käufer die diesbezüglich anfallende Grund­erwerbs­steuer zahlen muss. Ihre Chance: Möglicher­weise fordert das Finanzamt zu hohe Beträge.

Rechtsanwalt Dr. Peter Meides

SOKA-Beitrags­pflicht

Beitrags­pflicht SOKA-Bau: Die Details entscheiden

RechtsanwaltDr. Peter Meides

[09.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternFordert die Sozialkasse der Bau­wirtschaft (SOKA-Bau) von Ihrem Unternehmen Beiträge, oder eine Selbst­auskunft? Dann wollen Sie nun wissen, wie Ihre Chancen stehen, Beitrags­ansprüche zurück­zuweisen.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d5430
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!