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Internetrecht und Verbraucherrecht | 09.08.2018

Widerruf

Möbelkauf per Internet: Ausschluss des Widerrufs­rechts bei Individualisierung

Wieder­verkaufs­wert sinkt mit Individualisierung

Beim Möbelkauf im Internet fehlt die Möglichkeit zum Probesitzen und -liegen im Laden. Allerdings haben Kunden dafür die Möglichkeit, die Möbel zu Hause zu testen und gegebenenfalls zurück­zuschicken, erklärt Julia Rehberg von der Verbraucher­zentrale Hamburg. Denn es gibt bei Online­käufen grund­sätzlich ein Widerrufs­recht für 14 Tage. Die Ware darf während­dessen ohne Nennung von Gründen zurück an den Händler gehen. Allerdings gibt es davon Ausnahmen.

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Kein Widerrufsrecht bei individuell hergestellten Waren

Beim Möbelkauf verfällt das Widerrufs­recht, wenn Kunden individualisierte Stücke kaufen - sprich die Bestand­teile des Sofas, Regals oder Bettes sind genau nach ihren Wünschen zusammenstellt. Denn die auf den Besteller zu­geschnittene Ware lässt sich nicht noch anderen Kunden anbieten und verkaufen.

Hersteller müssen auf den Ausschluss des Widerrufsrechts hinweisen

Der Hersteller muss auf den Ausschluss des Widerrufs­rechts in solchen Fällen im Klein­gedruckten bei der Bestellung sowie in den Allgemeinen Geschäfts­bedingungen hinweisen, betont Julia Rehberg. Im Zweifel sollten Käufer aber besser beim Betreiber der Seite nachfragen.

Vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten gleich Individualisierung

Außerdem stellt sich oft die Frage: Wo fängt Individualisierung an? „Wenn der Hersteller zum Beispiel fünf verschiedene Modelle zum Kauf anbietet, ist das noch nicht der Fall“, erläutert Julia Rehberg von der Verbraucher­zentrale Hamburg. Aber wenn Kunden für viele Einzel­merkmale eines Möbels die Optik und die Zusammen­setzung aus Dutzenden von Möglichkeiten wählen müssen, sehe das anders aus. Dann ist davon auszugehen, dass das Möbel­stück extra für diesen Kunden angefertigt wird.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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